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Angriff des Schlorgs

Kleinau, Jens Peter

Setz dich Freund, und nimm dir auch was von dem roten Zeug, was der Wirt hier zusammenmischt. Es schmeckt zwar nicht sehr gut, aber es macht lustig und mir ist nach Gesellschaft. Meine Kameraden sind gerade unterwegs in der Stadt um die Belohnung abzuholen und du brauchst keine Angst zu haben, daß dich mein Freund der Troll verprügelt oder du einen verbraten bekommst von dem kleinen Zystraner.

Ich weiß, hier im Landesinneren von Taris kennt Ihr Trolle nur von den wilden Bergstämmen und von den Echsenmenschen habe ich hier auch noch keinen gesehen. Aber glaub mir, die beiden sind wirklich ganz in Ordnung. Haudrauf ist nicht so brutal wie  er aussieht und der kleine Echsenmensch ist eigentlich auch ganz umgänglich, wenn er nicht getrunken hat.

Du willst natürlich wissen, wie das war mit dem Schlorg, davon spricht ja schon das ganze Dorf. Nun gut, bestell mir noch einen Roten und ich werde es dir erzählen.

Wir, das sind Haudrauf, Sim Shalaah und ich kamen gerade aus Nimheria, wo wir etwas überstürzt aufbrechen mußten. Ja, wir sind tatsächlich über die Berge und dort leben auch die wilden Bergtrolle. Es war keine ungefährliche Reise aber die Trollstämme sind nicht das gefährlichste, wenn man selber eine Troll dabei hat, der ihre Sprache versteht. Es ist die Kälte und die Monster, die aus dem Eis kommen, die wirklich gefährlich sind. Aber das ist eine andere Geschichte und du wolltest wissen, wie wir den Schlorg bekämpften.

Nun auch wenn wir die Belohnung einstreichen werden, war es eigentlich der Schlorg der uns fand und nicht wir, die ihn gejagt hatten. Das erste mal, daß wir etwas von dem Schlorg gehört haben, war in Darish und das liegt etwa zehn Tagesreisen im Nordwesten im Gebirge.

Wir waren in einer Spelunke untergebracht, die hier vielleicht als Stall durchgehen würde, aber an den Grenzgebieten fragt man nicht nach weißen Bettlaken, sondern ist froh über ein einigermaßen sauberes Zimmer und eine warme Mahlzeit. Dort trafen wir dann auf einen umherziehenden Spox, der sich als Harfner seinen Lebensunterhalt verdiente. Er hatte nicht nur eine gute Singstimme und beherrschte sein Instrument, sondern wußte auch eine gute Geschichte spannend zu erzählen.

Ich bat ihn ein paar Neuigkeiten aus der Gegend zu schildern, die er als letztes bereist hatte und so kam es, daß er nach ein paar Minuten gesellschaftlichen Klatsches von dem schrecklichen Ungeheuer anfing zu berichten, daß hier schon etliche Opfer gefunden hatte.

Ein riesiger Schlorg sei es, der listig wie ein Fuchs sich vor größeren Gruppen verbirgt und einzelne Reisende niedermacht. Schon sei eine hohe Belohnung auf das Ungeheuer von 1000 Tarischen Soldi ausgeschrieben worden, da sich die Bauern nicht mehr auf die Felder trauten und die Ernte in Gefahr sei. Wir lauschten gespannt den Worten des Spox, der seine Geschichte mit den Schilderungen der riesigen Klauen und säuretriefenden Fangarmen des Schlorgs ausschmückte.

So richtig konnte ich ihm jedoch nicht glauben. Schließlich hatte ich schon mal einen Schlorg gesehen, der auf dem Freien Markt von Nimh ausgestellt wurde. Er war nicht größer als 2,50 Meter und für Haudrauf sicherlich kein großes Problem. Hatten wir nicht schon viel gefährlichere Gegner besiegt. Wir hielten diese Gelegenheit für eine sehr einfache, schnelle Möglichkeit unser mageren Geldbeutel zu füllen und beschlossen einen kleinen Umweg durch das Gebiet zu machen, wo der Schlorg zum letzten mal gesehen wurde.

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Infos

 

Titel: Angriff des Schlorgs
Autor(In): Kleinau, Jens Peter

Email:x-zine@gmx.de
Veröffentlicht: X-Zine (01.01.2000)

 

Links

 

Kurzgeschichte(n):
Die Vitrine
Flaschenpost
Wilde Tiere (1) - Der Tod

YARG - Das Rollenspiel
X-Zine Anduin #2
Szenarienband #1
Szenarienband #2

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