 | Der Schatten von Angmar Arandûr"Eine solche Streitmacht hat uns noch niemals bedroht. Aber lass uns mutig in den Kampf ziehen und so viele Feinde mit ins Verderben nehmen, wie uns möglich ist." Mit diesen Worten zog Arveleg sein Schwert. Varahir tat es ihm gleich und zusammen stießen sie den Schlachtruf ihrer Ahnen aus und führten ihre Krieger in den Kampf. Zuerst kamen die berittenen Bogenschützen, deren Pfeile viele Feinde erreichten, dann die Speerträger, ebenfalls zu Pferde, alle anderen Krieger mit Pferden folgten und zum Schluss kamen diejenigen, die ohne Pferd kämpften. Die Heere prallten aufeinander und eine gewaltige Schlacht entbrannte. Der Feind hatte seine Reihen nicht geordnet. Ihm standen so viele Hände mit Waffen zur Verfügung, dass es nicht nötig war. Gar grässlich waren sie anzusehen, die großen Orks in ihren Kettenhemden und mit Keulen und Schwertern in den Klauen, die Zähne zu einem hässlichen Grinsen gebleckt und auf das Blut der Dúnedain aus. Neben ihnen schritten die gedrungenen Wilden Menschen aus dem Nebelgebirge, die in grobe Felle gekleidet waren und dem Winter trotzten. Sie hatten Schwerter, Speere und Bögen, mit denen sie lange, schwarze und vergiftete Pfeile abschossen, die den Getroffenen einen qualvollen Tod bescherten. Aber die größte Furcht kam in die Herzen der Menschen, wenn sie den Hexenkönig von Angmar auf seinem Streitross erblickten. In eine schwarze Rüstung war er gekleidet, die verziert war mit Runen einer längst vergessenen Schrift. Sein Gesicht war verborgen hinter einer schwarzen Maske, die eine Fratze von abscheulicher Hässlichkeit darstellte. Es schien, als brenne ein schwarzes Feuer um ihn herum, sein Ross schnaubte Flammen und hatte rote Augen und Nüstern, wie ein Pferd aus einem vergessenen Zeitalter. Niemand bestand gegen den grausamen Fürsten, der nicht nur mit dem Schwert in der Hand kämpfte und einer starken Lanze, sondern auch mit dunklen Künsten, die die Krieger der Dúnedain fällten wie ein Axthieb einen morschen Baum. Aber todesmutig stellten die Männer von Cardolan und Arthedain sich diesem Feind entgegen ... jedoch vermochte niemand ihn zu bezwingen. Der Himmel über den Kämpfenden verdunkelte sich, obwohl es erst früher Nachmittag war, und Schnee begann zu fallen, so dicht, dass er das Sehen erschwerte. Das Schlachtfeld war erfüllt von Geschrei, wiehernden Pferden und dem Klirren der Waffen. Bald mischte sich das Klagen der Verwundeten und Sterbenden darunter und der Schnee färbte sich rot vom Blut der Menschen und schwarz von dem der Orks. Tapfer waren die Dúnedain und tapfer waren ihre Könige. Doch Tapferkeit und Mut allein retteten König Varahir nicht vor den Waffen seiner Widersacher. Der alte König wurde schnell müde, und auch wenn seine Getreuen - allen voran Oronir, sein Heermeister - alles daran setzten, ihren Fürsten zu schützen, so vermochten sie alle nichts gegen den gut gezielten Ger eines Wilden Menschen auszurichten, der den König mit Wucht in die Brust traf. Er durchschlug die Panzerung Varahirs und verwundete den König schwer. Er sank in Oronirs Arme. Die Dúnedain aus Cardolan klagten um ihren Fürsten. König Arveleg wurde es gewahr. Er sammelte einige seiner Männer und kämpfte sich zu Varahir vor. Einen letzten Gefallen wollte er dem alten Fürsten erweisen, der tapfer und freundlich gewesen war und den er lieb gewonnen hatte. Deshalb befahl er den Kriegern, die ihn begleitet hatten, Varahir vom Schlachtfeld zu tragen und in Sicherheit zu bringen. Vielleicht gelang es, den schwer Verwundeten nach Fornost zu schaffen. So verließen die Dúnedain aus Arthedain mit Varahir die Stätte des Todes - sie waren einige der wenigen Glücklichen. Viele Stunden währte der Kampf nun schon und ein Ende war nicht abzusehen. Die Dúnedain stritten tapfer, töteten zahlreiche Feinde und hielten den Amon Sûl frei von den Scharen aus Angmar. Es schien, als sei die Menge der Feinde zu wenig, um die Dúnedain zu überrennen.
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Eure Meinungen:
| @Steve Bis auf Khamúl - die Nummer 2 nach dem Hexenkönig - hat kein Nazgûl von Tolkien einen Namen bekommen. Alles, was irgendwo kursiert haben sich andere ausgedacht. @Marco Ich schreibe ´ne ganze Menge an Tolkien Fanfic. Einfach mal bei google nach "Herr der Ringe Fanfiction" und "Dairyu" suchen. Dann sollte man auf meine Seite stoßen. ;) @all Danke für das Lob! :) [Heru/Arandûr] |
| Das war eine schöne Geschichte; recht stimmungsvoll und auch die Magie kam nicht zu kurz. Außdem hat es der Autor verstanden, dem Leser einen besseren Einblick in die Motivation des Dunklen Schattens von Angmar zu gewähren. Als Nazgul-Darsteller würde es mich außerdem interessieren, ob Tolkien den Ringgeistern Namen gegeben hat und falls, ja, wie diese lauten? [Steve] |
| die story is echt extrem cool (geile schlacht!) [alexander m.] |
| Ein Meisterwerk das auch dem Professor selbst gefallen würde. Bravo! [Lukas Bauer] |
| Eine tolle Erzählung, mit viel Hintergrundwissen über Mittelerde. [Uwe Vitz] |
| Eine unbeschreiblich gute Geschichte!!! Wie vom Meister selbst! Ich möchte dich ermuntern sie vielleicht noch weiter aus zu bauen oder aber weitere Geschichten zu schreiben!!! Tolkien wird uns kein weiteres Buch gönnen, leider! Aber du hast das Zeug dazu... Gib dir einen Ruck! [Marco Kuntzsch] |
| Was "The bridge of Khazad Dum"angeht, wäre ich bei Dir, wenn mein PC nicht verstorben wäre. Wo finde ich ein kurze, präzise Info über den Hexenkönig von Angmar (oder den von Washington D.C.). Ok, in Klammern deplatziert. Danke für ein kostenloses Lesevergnügen. [Andre` M. Pietroschek] |
| wirklich ganz tolle story - bitte mehr davon!! [andreas] |
| Gut geschrieben, mein Kompliment. Name des Hexenkönigs: "El Murazor" [Daniel Jacobsen] |
| Gut geschrieben, mein Kompliment. Name des Hexenkönigs: "El Murazor" [Daniel Jacobsen] |
| This is an artclie that makes you think “never thought of that!” [WTWitIusfqv] |
| You´re the greastet! JMHO [nkPnaBwStVUiuo] |
| That´s rlealy thinking out of the box. Thanks! [zBaZzdeHiTkI] | |  |