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Miroque - Romantisches Mittelalter

Estampie; Faun; Qntal; Ayragon; Die Irrlichter; A la via!; McKennit, Loreena; Pantagruel; Sava; Omnia; Triskil

Rezension von jpk

In der Reihe Miroque sind schon verschiedene Sampler mittelalterlicher Musik, besser gesagt Anmutungen mittelalterlicher Musik, erschienen, die immer ein weites Spektrum an Interpreten, an Stilrichtungen und an Themen zeigten. Nicht immer erschien daher ein geschlossener oder zusammenhängender Eindruck, vielmehr erschien es wie die teilweise mutwillig zusammengestellte Mischung, die man in Pop-Kultur Kreisen auch "Mixed-Tapes" nennt.

Anders nun auf der hier vorliegenden Scheibe. Hier hat sich in einer Sonderausgabe der Reihe die romantische Musik des Mittelalters (oder was die Produzenten dieser Samplern dafür halten) vereinigt. Insgesamt sind es 15 Stücke international bekannter, national berüchtigter und mir teilweise unbekannter Interpreten.

1. Qntal – Entre Moi Et Mon Ami (7 :22)
Mit viel Elektronik und hoher Gesangsstimme beginnt die CD mit einem Lied der seit 1999 aufgedröselten Kapelle - Ernst Horn, Deine Lakaien, trennte sich von Qntal Sigrid ´Syrah´ Hausen und Michael Popp, Estampie, führen ihre Arbeit unter Qntal III weiter. Das Lied erschien als Track 10 auf dem Album "QNTAL III - Tristan und Isolde, Stars In The Dark/Vielklang, 2003".

2. Ayragon– Mille Schenna (5:51)
Das romantische, ruhige Lied mit Glockenspiel, Dulcimer, Gitarre, Flöte und angenehmen Frauenstimme (immer hübsch eine Tonlage auseinander) veröffentlichte Ayragon im April 2003 in dem Album "Mit guenstlichem Herczen". Ayragon sind die Musiker Georg Karrer, Monika Mayrock, Nicole Karrer, Matthias Zunke und Barbara Jürgenssen.

3. Die Irrlichter – Eno Sagrado En Vigo (4:17)
Auch wenn die Irrlichter nicht immer überzeugen können, so liefern sie hier ein nettes Stück ab, das flauschig vor sich hin plätschert. Es erschien 2005 auf dem Album "Angelus ad Virginem" und zeigt, dass sich die Gruppe musikalisch seit ihren Anfängen (Koboldtanz, 2002) positiv weiter entwickelt hat.

4. A La Via! – Ay Linda Amiga (3:44)
Die Melodei "Ay Linda Amiga" kennt mancher unter dem Titel "Vor vollen Schuesseln muss ich Hungers sterben" gesungen und gespielt von "In Extremo" frei nach einem Gedicht von Paul Zech (bzw. original François Villon, Ballade von den Vogelfreien). Doch es war nicht die bekanntere Interpretation, die das Originalrecht hier beachtet haben. "A La Via!" veröffentlichte den Titel 2002 in ihrem gleichnamigen Album. "Ay Linda Amiga" ist ein spanisches Volkslied aus dem 16. Jahrhundert und wird in Ton und Wort hier schön und korrekt wieder gegeben.

5. Loreena McKennit – La Serenissima (5:08)
Der Titel "La Serenissima" interpretiert von Loreena McKennitt findet sich auf einigen Samplern. Das darf nicht wundern, ist er doch eine angenehm zu lauschende Perle auf jeder Sammlung. Das er sich so harmonisch nach "Ay Linda Amiga" einfügt wundert nicht, denn der geübte Lauscher erkennt die Ähnlichkeit der Melodie. Der Titel erschien zum ersten mal auf der CD "Book of Secrets", WEA, 1997.

6. Estampie – Chanterai Por Mon Courage (6 :18)
Ein Lied für die Kreuzritter veröffentlichte Estampie auf dem Album "Crusaders". Das sorgsam inszenierte Musikstück ist jede Sekunde lauschenswert. Hier hören wir Sigrid ´Syrah´ Hausen und Michael Popp wieder.

7. Pantagruel – Fair Angel Of England (4:55)
Die international besetzte Gruppe bestehend aus Hannah Morrison (Niederlande), Domenik Schneider (Deutschland) und Mark Wheeler (England) veröffentlichte bisher nur das Album "Elizium - Elisabethan Ballads, Ayres & Dances" von dem das vorliegende Stück ein typisches Beispiel ist. Mit der Konzentration auf wenige, dafür perfekt gespielte Instrumente und hervorragend vorgetragenen Gesang gehören die Musiker zu denjenigen, die zu hören ein echtes Vergnügen sind.

8: Sava – Harpen (3:54)
Auf dem Album "Aire" (Curzweyhl, 2004) spielte die Gruppe Sava das Stück "Harpen" ein. Das Gemeinschaftsprojekt von Birgit Muggenthaler (Schandmaul) und Oliver Sa Tyr (Faun) benannt nach einer verzauberten Hirschkuh beweist mit einfühlsamen Gesang die professionelle Leistung der Musiker.

9. Omnia – Lughnasadh (6:22)
Auf der sechsten CD des Neoceltic Quartetts erschien der vorliegende Titel "Lughnasadh". Die Gruppe hat sich von ihrem Album "Sine Missione" in Richtung gefälliger Töne bewegt und sich mehr am irischen Folk orientiert. Trotzdem fehlt nicht Lukas selbst gebautes Multi-Tone-"Slideridoo" und der an Rituale erinnerte Rythmusgesang.

10. Faun – Loibere Risen (3:34)
Das Minnelied des Wizlaw von Rügen (13. Jhd.) wird von Lisa Pawelke wunderbar vorgetragen und instrumental zurückhaltend und sorgsam interpretiert. Das Lied erschien auf dem Album "Renaissance" (2005).

11. Triskilian – Warum… (2:57)
Ein vermutlich keltisches (oder noch älteres) Symbol ist der Dreierwirbel "Triskilian" und seines Zeichen hat es sich die Isle of Man zum Wappen erhoben. Das Lied erschien auf der zweiten CD der Band mit dem Titel "Werltenklanc"(nein das ist kein Vertipper!). Die Gruppe besteht aus den Musikern Kilian der Narr, Jule Sonnenklang, Oually Ouallad und Silvia Lucia. Sie spielen auf alten oder zumindest akustischen Instrumenten und singen recht angenehm.

12. Lex Mihi Ars – Mille Lord (5:13)
Von manch einem Mittelaltermarkt mag man die Gruppe kennen, die hier instrumental vorträgt. Christian Göb, Elisabeth Gerlitzki und Christian Ponatowski veröffentlichten bisher nur das Instrumentalalbum "Heller Tag" von dem dieser Track entnommen wurde. (Übrigens in dem lateinisch so vornehm erscheinenden Bandtitel "Die Kunst sei mir Gesetz" verbirgt sich ein urbayrisch Zitat von Götz von Berlichingen).

13. Triakel – I Himmelen (4:12)
Schwer nach irischer Folklore klingt Triakel, dabei sind sie eher im Norden zu Hause. Sängerin Emma Härdelin (Gesang), von der Gruppe Garmarna, der Geiger Kjell-Erik Eriksson und Janne Strömsted (Harmonium), beide bei Hoven Droven, machen unter dem Titel Triakel seit über 10 Jahren gemeinsame Sache und das nicht schlecht. Das Lied stammt von ihrer ersten CD "Triakel" -1998.

14. Garmana – Herr Mannelig (6:20)
Emma Härdelin ist seit 1993 Frontsängerin der Gruppe Garmana und niemand rollt der "R" bei Herr Mannelig so schön wie sie. Die Schwedische Gruppe bewegt sich im modernen Folk sicher und recht erfolgreich. Das alte Lied tragen sie sicher vor. Über das Lied selber muss man dem geneigten Zuhörer nichts mehr erzählen, kaum eine Band mit nordischem Einschlag, die es nicht im Repertoire hat - am bekanntesten dürften es die Mittealtercombo In Extremo vorgebracht haben. Das vorliegende erschien auf dem Album "Guds Spelemän",1996.

15. Blackmores Night – Mid Winters Night (4:26)
Den Abschluss bildet "Blackmores Night" und damit huldigen wir Ritchie Blackmore, der immer wieder schafft, sehr gute Musiker in sein Studio und auf seine Tournee zu schleppen. "Mid Winters Night" erschien auf dem dritten Album " Fires At Midnight" (Juni 2001).

Insgesamt ein sehr angenehmes Album mit vielen Höhepunkten und keinen Tiefpunkten. Selten überzeugt ein Sampler so sehr wie dieser. Hier wurde sorgsam eine Zusammenstellung sehr schöner und zueinander passender Stücke ausgewählt. Den einzigen Kritikpunkt, sich doch in manchen zu weit vom gesetzten Ziel der mittelalterlichen Musik entfernt zu haben, kann und muss man gelten lassen. Aber was kümmert es mich, so lange es in meinen Ohren gut klingt und zueinander so gut passt.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Estampie

Verlag:

Totentanz (Soulfood Music)

Erschienen:

Apr. 2006

Kritiker:

jpk

Typ:

CD

 

Estampie

 

Erstaunliche Parallelen zwischen der Moderne und dem Mittelalter spiegeln sich in der Musik von Estampie wieder. Ihre Wurzeln lieben in der viel-gestaltigen Musik und der komplexen Gedankenwelt des Mittelalters, ihre Inspiration aber beziehen die Musiker aus allen Bereichen gegenwärtiger musikalischer Ausdrucksformen [mehr]

 

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