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Der Fluch des Dämons (Darkblades Schlachten #1)

Abnett, Dan; Lee, Mike; Jentzsch, Christian

Rezension von Frank Drehmel
Aus der Reihe "Warhammer Fantasy"

Wie ihre “Dungeons & Dragons”-Brüder, die Drow, zeichnen sich auch die Dunkelelfen des Warhammer-Universums, die Druchii, nicht gerade durch betörende Liebenswürdigkeit und ein sonniges Gemüt aus. Im Gegenteil! Ihr extremer Sozialdarwinismus, die unbeschwerte Freude am sinnlosen Morden und Foltern sowie die Unart, Menschen und andere Spezies bestenfalls als Sklaven und schlechtestenfalls als Wegzehrung zu verwenden, machen sie zu sehr einsamen Wesen, ... selbst innerhalb ihrer eigenen Rasse.

Malus Darkblade, seines Zeichens sechstes Kind des mächtigen Herrschers von Han Graef, Drachau Lurhan, ist besonders einsam. Nicht nur, dass er in der Hierarchie seiner Familie knapp über einem Wischmopp rangiert, auch sein letzter Raubzug endete dank einer geglückten Intrige seiner böswilligen Geschwister in einem Fiasko. Keine Beute und damit kein Tribut an seinen Vater bedeuten für ihn zunächst ein unterhaltsames Gefoltert-werden zur Belustigung des Hofstaates.

Malus wäre kein Druchii, würde er nicht auf Rache für diese Schmach sinnen. Und so stielt er seinem verkrüppelten, dafür aber um so stärker magisch begabten Bruder Urial, den er als Hauptverantwortlichen ausgemacht hat, mit tatkräftiger Unterstützung seiner alles andere als vertrauenswürdigen Schwester Nagaira ein magische Artefakt, welches den Weg zu einem unermesslichen Schatz, verborgen in einem alten Tempel inmitten der Chaos-Wüste, weisen soll. Als es brenzlig wird setzt sich Nagaira zwar hurtig ab, aber dennoch können Malus und einige seiner Vasallen -darunter auch Getreue der Schwester- entkommen. Bei Nacht und Nebel fliehen sie auf ihren riesigen Reitechsen, den Nauglir, aus Han Graef, verfolgt von monströsen untoten Häschern Urials.
Bevor die vier letzten Überlebenden der kleinen Schar schließlich den dämonischen Tempel erreichen, müssen sie sich mit Autarii, ihren in den Wäldern lebenden, Druchii-fressenden Vettern, und grenzdebilen Tiermenschen herumgeschlagen. Doch damit nicht genug: als Malus ein magisches Portal in dem alten Bauwerk öffnet, ahnt er nicht, dass ihm seine größte Prüfung noch bevorsteht.


Schade! “Der Fluch des Dämons” hätte seiner Grundidee nach ein großartiger, atmosphärisch dichter und düsterer Roman um einen wahrhaftigen Anti-Helden werden können. Dass er dann doch nur im Warhammer-Mittelmaß versinkt, hat mehrere Ursachen.

Zunächst ist der Aufbau der Handlung so linear und in weiten Teilen vorhersehbar, folgt mit seiner unoriginellen Struktur von Hauptquest und Nebenquests so ausgelatschten Pfaden, dass er an ein schlechtes Rollenspiel aus Gary Gygax Altpapiersammlung erinnert.
Dann scheitern die Autoren daran, der Druchii-Kultur einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen, einen, der sie von ihren D&D-Brüdern deutlich abhebt. Natürlich kann man einige Unterschiede im Detail ausmachen (der signifikanteste ist wohl, dass die Einen auf und die Anderen unter der Erdoberfläche leben), aber unterm Strich wirken die Warhammer-Dunkelelfen wie ein blasser, liebloser Abklatsch der in vielen Romanen ausführlich dargestellten Drow.
Drittens weist der Roman in der zweiten Hälfte einige Längen und Wiederholungen vor allem in den Kampfbeschreibungen auf. Geht es zu Beginn der Geschichte noch ziemlich forsch voran, so nimmt spätestens mit dem Auftauchen der Tiermenschen ein stereotypes, phantasieloses Gekloppe überhand, und die trostlose Atmosphäre wird zunehmend durch brutale Metzel-Bilder erzeugt anstatt durch fesselnde Beschreibungen der Handlungsorte.

Eine veritable Enttäuschung stellt schließlich auch die Figur des Malus Darkblade dar. Nach der vollmundigen Ankündigung auf dem Backcover durfte man einen Kotzbrocken auf zwei Beinen, den fleischgewordenen Anti-Christen erwarten, jemanden der bevorzugt an kleinen Kindern, alten Mütterchen und Licht umfluteten Heroen seine sadistischen Gelüste befriedigt. Nicht, dass man dem Druchii nach der Lektüre des Buches solche Untaten nicht zutrauen würde! Da er aber ausschließlich mit Antagonisten seine Kräfte misst, die böser, gemeiner, intriganter und/oder erfolgreicher sind als er, nimmt ihm der Leser die typischen Dunkelelfen-Charakterschwächen nicht sonderlich übel. Denn inmitten vieler großer Arschlöcher erweckt das kleinste nunmal unsere Beschützerinstinkte; und so kann sich selbst dieser unsympathische Looser -und das ist wohl das herausragendste “antiheldische” Merkmal Malus Darkblades- unser aller Mitleids sicher sein. Durch den Verzicht der Autoren auf harte, klare moralische Gegensätze, einen Kampf des “Bösen” gegen das “Gute”, wurde einmal mehr die Gelegenheit vertan, die Fantasy-Fans mit einem wahrhaft schurkischen (Anti-)Helden zu erfreuen.


Fazit: Belanglose, brutale Wahrhammer-Durchschnittskost ohne großartige, originelle Ideen und mit einem Helden, der noch einen weiten, weiten Weg zurückzulegen hat bis er vielleicht eines Tages den Kult-Status eines Drizzt Do’Urdens oder Gotrek Gurnissons erreicht. Enttäuschend!


Eure Meinungen:


Also nachdem meiner Warhammer 40000 Reihe und die Gotrek und Felix Reihe im Winterschlaf waren, dachte ich mir versuchst du es mal mit diesem Buch. Aufgrund der Kritiken bin ich etwas skeptisch rangegangen wurde aber doch postitiv überrascht. Das Buch entwickelt eine extreme Spannung, auch wenn es erst nicht danach aussieht. Zartbeseitete sollten dieses Buch aber meiden es geht recht heftig zur Sache und so machen Verletzungen werden sehr detailiert beschrieben. Mein Fazit, recht lesenswert, kommt aber nicht an die Gotrek und Felix Reihe heran (hoffentlich wird diese bald fortgesetzt???). Man sollte Darkblade ruhig eine Chance geben!
[Julian]

Die ganz obere rezension ist in meinen Augen Käse. Ich habe mir jetzt alle drei MD-Bücher auf Englisch reingezogen und muss sagen, dass es trotz der häufigen Wortwiederholungen, ein ziemlich geiles Werk ist. Es fängt ,meiner Meinung, die miserable Situation eines Protagonisten im Kampf um sein Schicksal ein. Man spürt richtig, wie es Malus immer schlechter geht. Er wird niedergeschlagen, aufgeschlitzt, gefoltert oder versklavt, nur um zu zeigen, dass er der Konkurrenz mal wieder einen Schritt vorraus ist. Doch nicht immer geht es so glimpflich aus. Der große Plott versetzt ihn in immer miesere Umstände und schließlich wird er auf immer (?) aus seiner Stadt Hag Graef verbannt. Dies ist die Geschichte von Malus Darkblade, Monster, Verräter, Krieger...aber immer mit dem Witz und der bösartigen Liebenswürdigkeit eines Skalpells. Abschliessen möchte ich mit dem Satz, den er kurz vor Ende des letzten Buches dem Kopf eines Feindes(ich sag nicht, wer) entgegenwirft. Er fängt die wiedrigen Unstände und Malus Art mit ihnen umzugehen perfekt ein: `We´ve both lost everything, but other than you, I can rebuilt´ Zu dem Antagonistentopic: Es ist gut, dass es hier Grauzonen gibt. Die Welt von Gotrek und Felix ist schön schwarz und weiß. Deshalb habe ich auch aufgehört, zu lesen. Darkblade besitzt halt Ambitionen, die über Abenteuerlust und Todessehnsucht hinausgehen. Das macht ihn auf jeden Fall sympathisch. Wenn die Rezi hier mal von jemandem geschrieben worden wäre, dessen Fähigkeiten und Wissen über die eines Fantasygeeks aus der Mittelstufe hinausgehen, dann hätte er sich mal mit dem literarischen Begriff eines Antihelden befasst: Wir unterscheiden hier zwischen dem erweiterten Antagonisten, der meist einen gleichen Anteil an der Handlung hat wie der Protagonist. Spätstens seit Grimmelshausen ist der wahre Antiheld entstanden. Er handelt aus Untugend, Eigennutz oder sogar Unwissen. Aber das Hauptmotiv des AH ist seine Rücksichtslosigkeit. Alle vier Motive treffen sehr auf MD zu. Die Tatsache, dass die Druchii (und besonders Malus) auch vor ihren eigenen Geschwistern (oder Vätern) nicht halt machen, verstärkt das Antiheldenmotiv mit seinen mannigfaltigen Verflechtungen noch. Ich hab hier aber das Gefühl, mit DnD- und Übersetzungsfans zu tun habe. Die deutschen Übersetzungen sind MIST. Nahezu alle. Auch das erste deutsche Buch vom Dreadlord. Mein Tipp: Kauft euch, wenn ihrs könnt, die englichen Bücher Ich werde mir auf jeden Fall im Februar 2007 den vierten Teil kaufen. Warpsword. Deutlicher kanns ja wohl nicht sein.
[Jödiritter]

Ich bin eigentlich kein Warhammer-Fan und kaufe mir normalerweise keine Bücher dieser Reihe. Durch Zufall -oder besser durch das Schlendern meines hiesigen Buchhandels- bin auch auf den zweiten Teil dieser Reihe gestoßen, da dieser Dunkelelf auf dem Titel doch viel versprechend aussah. Ich wusste nicht einmal, dass dieses Buch der zweite Teil einer Buchserie war, da ich beim Durchschmöckern keine Probleme hatte die Geschichte nachzuvollziehen. Ich habe dieses Buch mit Begeisterung verschlungen, da es voller überraschender Wendungen, Aktion, gute Sprüche und einen außerordentlichen (und manchmal auch merkwürdigen) Sprachstil so strotzt. Die Beziehung zwischen Malus und den Dämon, der Malus gezwungenermaßen Hilfsengel ist, wurde gut in Szene gebracht. Der das zweite Buch mir so gut gefallen hat, war der ersten Band natürlich ein Muss. Leider muss ich sagen, dass der erste Band eher durchschnittlich geschrieben ist und die Charaktere ehr mager rüberbringt als die übrigen Bände, und eher zum Kauf des zweiten Bandes eher abschreckt. Im Moment lese begeistert den dritten Band. Fazit: Malus ist eines der besten Anti-Helden, die ich seit langem gelesen habe, trotzt seiner Gier und Boshaftigkeit, hat er doch seine Schwächen die ihn sympathisch machen und man manchmal sogar bemitleiden muss, wenn er von seiner wie so oft verstoßen wird, und manchmal auch schmunzeln, wenn er mit Ihnen auf Bündnisse eingeht. Die Teils brutalen Stellen sind nichts für zarte Gemüter. Was ich auch einzigartig finde sind die mehr als überzeugenden Nebencharaktere, mit denen Malus interagiert und auch mal zur Weißglut bringen. Mein Tipp wäre, die Finger vom ersten Band zu lassen, da er sowieso nicht nötig ist, um den fortbestand der Geschichte zu verstehen, da alle Zusammenhänge im Buch erklärt werden. Für alle die es doch mehr von Darkblades Untaten lesen wollen - kein Problem ;)
[inkognitolord]

Erstmal ein kaltherziges hallo an alle. Ich hab die ersten zwei Bände der Darkblade Sage gelesen und kann sie sehr empfehlen. In der Warhammer Welt zählt Malus Darkblade zu meinen lieblings Figuren und daher waren diese Bücher ein muss und haben mich auch nicht entäuscht. Die Geschichte steckt voller spannung, intriegen, boshaftigkeit und einer guten portion Blut, also alles was das dunkle Leserherz begehrt. Die Hauptperson ist schön dargestellt, aber auch alle neben Personen, ob nun freundlich ( gibt es die überhaupt ) oder feindlich Malus gegenüber eingestellt, wissen zu gefallen. An manchen Stellen der Geschichte spitzt sich die Spannung förmlich zu, an anderen wiederum kann man sich ein grinsen nicht verkneifen, also eine gute mischung. Ich bin leider noch nicht dazu gekommen mir den dritten Band zu kaufen, werde dieses aber schnellst möglich nachholen, und freu mich schon sehr darauf. Abschliessend kann ich die Buchreihe nur jedem wärmstens empfehlen, besonders dann wenn ihr düsteren fantasy storys nicht abgeneigt seid, solltet ihr zugreifen. Heil Dir Malekith
[Demonaz]

Die Fazitbewertung hier finde ich einfach nur schlecht ! Die Darkblade Romane gefallen mir sehr gut. Bildgewaltig, Spannung pur, mitreißend, eine unerwartete Wendung nach der anderen, einfach genial geschrieben suchtfaktor
[Andreas]

Auch ich kann nur sagen, daß dieser Roman ein geniales Werk ist. Es vermittelt eine nie dagewesene Stimmung beim Lesen und Malus ist ein herrlicher Bösewicht. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite ist garantiert. Eine epische Geschichte über Blut, Krieg und Dunkelheit findet ihren Anfang.
[Pale]

Ich find des Buch hamma. Kann es kaum abwarten den 4 Band zu lesen. Eigntlich bin ich eher Orkfan und Elfen(auch wenn sie so gemein sind)hasser Aber des Buch find ich der absolute Hammer Ich finds gut das es nicht so schwarz-weiß gemalt ist. Ich könnte jetzt auch keine Stelle sagen die nicht spannend wäre und ich find die charaktere sind gut beschrieben. Ich kann dieses Buch nur empfehlen
[Andi Lustich]

Also ich habe bisher alle 3 Bücher gelesen und spielte früher selber Dunkelelfen bei Warhamer. Daher kannte ich die Leidensgeschichte des Darkblades schon im groben. Aber im gegensatz zu anderen Bücherreihen wo man die Geschichte schon kennt, ist man hier vollauf überrascht. Man weiß, er schaft es, er überlebt es, doch zweifelt man da an vielen Stellen dran. Aus unzähligen Situationen kommt er nur mit Glück raus. Das macht diese Reihe so lesenswert. Man wird immer aufs neue überrascht und die Spannung bleibt erhalten. 6*! Kann Band 4 kaum erwarten.
[Max Brauer]

super bücher, teile deine Meinung lieder nicht
[ich]

Das Urteil einen solchen Schutz buarcht der Betreiber eines kleinen Cafe9s nicht finde ich ein wenig lapidar.Selbst kleinste Cafe9s vertreiben heute oft Merchandising-Artikel wie T-Shirts, Tassen oder haben einen Catering-Service. Die meisten Nizza-Klassen, die aufgeffchrt werden, scheinen mir daher sinnvoll. Und es ist ja nicht mf6glich sich einzelne Punkte aus den Nizza-Klassen herauszupicken (etwa nur das T-Shirt ohne Badeanzug)Entscheidender finde ich diese zwei Punkte:Nirgendwo soll etwas geschfctzt werden, dass irgendetwas mit Computern oder Software zu tun hatund:Noch ist das Cafe9 tatse4chlich ein kleines Cafe9 und kein Weltkonzernund:es gehf6rt verdammt viel Fantasie dazu, dieses Logo mit dem von Apple verwechseln zu wollenInsofern finde ich die David-Goliath-Assoziation nicht fcbertrieben
[uObktRztbizfoDu]

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Wertung

 

Gesamt:

(Geht so)

Anspruch:

(Klolektüre)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Warhammer Fantasy

Autor:

Abnett, Dan

Verlag:

Piper, München

Erschienen:

Apr. 2006

Kritiker:

Frank Drehmel

ISBN:

3-492-29147-3

ISBN(13):

978-3-4922-914-7

EAN:

9783492291477

Typ:

Taschenbuch

 

Dan Abnett

 

Der britische Autor Dan Abnett schreibt seit 1990 professionell im Bereich der Comics als Texter und der Rollenspielliteratur und Rollenspielbelletristik als Autor. Im Bereich der Comics war er bisher vor allen für 2000AD, Marvel und DC tätig. Bei 2000AD verfasste er bzw [mehr]

 

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