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Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

Paolini, Christopher

Rezension von Holger Hennig
Aus der Reihe "Eragon"

Verhältnismäßig schnell ist der erste Roman des Fantasy-Wunderkinds Christopher Paolini als Taschenbuch erschienen. Blanvalet hat ein großformatiges TB-Format gewählt und die Länge mit 597 Seiten überschaubar gelassen.

Eragon ist ein Waisenjunge, der bei seinem Onkel Garrow und seinem Cousin Roran aufwächst. Mit seinen 15 Jahren ist er schon ein recht unerschrockner Jäger und zu Beginn des Buches im Buckel unterwegs, einem gefährlichen Bergwald, aus dem er gefälligst mit Fleisch zurück kommen soll. Allerdings wird er Zeuge der Manifestation eines riesigen Edelsteins, den, was er natürlich nicht weiß, eine Elfe mit magischer Kraft hierhin teleportiert hat. Er nimmt den Stein an sich.

Wenn der Stein jetzt ein Stein gewesen wäre, wäre die Geschichte zu Ende gewesen, aber es ist ein Drachenei, aus dem nach ein paar Tagen die kleine Drachin Saphira schlüpft. Die bösen Häscher des noch böseren Königs Galbatorix sind bald schon auf der Suche nach dem Ei, aber noch nicht darauf vorbereitet, dass das Ei schon ein Drache ist. Innerhalb weniger Wochen verfünffacht sich Saphira und ist beim Eintreffen der Ra’zac, die sie töten sollen, schon groß genug, um Eragon zu tragen. Man merkt hier auch schon, dass die beiden eine quasi-symbiotische Beziehung aufbauen, Drachen und Drachenreiter gehören unbedingt zusammen, und durch die Beziehung zum Drachen wird Eragon ein bisschen biologisch aufgemotzt – er sieht besser, er hört besser, und stärker und wendiger wird er mit der Zeit auch noch, und dann kommt noch die magische Kraft dazu, aber dazu später.

Zusammen mit dem Geschichtenerzähler Brom bricht er auf, die Ra’zac zu verfolgen, die inzwischen seinen Onkel ermordet haben. Brom macht bald erkennbar, dass er nicht nur Geschichten kennt, sondern auch was vom Kämpfen und von Magie versteht, dass er außerdem ein Schwert eines Drachenreiters besitzt und es Eragon schenkt. Die beiden ziehen aus dem engen Palancar-Tal aus, die Ra’zac zu jagen und ein turbulente Geschichte nimmt ihren Anfang ...

Also eigentlich müsste man an dieser Stelle losschimpfen. Das ist ja völlig konventionell, die Geschichte ist fast eins zu eins von Star Wars übernommen – Waisenjunge, der von seinem Onkel aufgezogen wird, dessen Zuhause zerstört wird und dem von einem älteren Mentor, der so lange er sich erinnern kann, in der entfernteren Nachbarschaft wohnte, im Umgang mit einer Gabe unterrichtet wird und ein Schwert geschenkt bekommt – na, wenn da mal nicht die Macht mit uns ist. Die Welt ist irgendwie auch bekannt. Es gibt Drachen, es gibt Elfen und Zwerge, die Elfen lieben das Meer und werden magisch davon angezogen, alles total bekannt. Und wer jetzt glaubt, dass es ja noch nie Drachenreiter gegeben habe, die sich mit ihren Drachen, die sich ihre Reiter selbst aussuchen, telepathisch verständigen, der sollte doch mal die verschiedenen Bücher aus dem Zyklus der "Drachenreiter von Pern" lesen. Paolini hat also alles zusammen geklaut, was nicht niet- und nagelfest war. Genug geschimpft, das Ergebnis ist großartig, von der ersten zur letzten Seite spannend, es passiert unendlich viel, ein wirklich großartiges Buch. Und vermutlich der Auftakt zu einer wirklich großartigen Trilogie, die ja schon angekündigt ist.

Wie er das macht, ist natürlich erst mal sein Geheimnis, aber einen kleinen Versuch des Entschlüsselns kann man ja mal starten. In Eragon gibt es eine Vielzahl von Geheimnissen, die Brom und später Murtagh vor Eragon haben, Geheimnisse, die Eragon und Saphira vor anderen haben, Geheimnisse, die der Werkater Solembum Eragon aufgibt, eine ungeheure Menge an Rätseln und Geheimnissen, die sich auch dem Leser nicht erschließen. Diese Geheimnisse machen das Buch hochspannend. Man hat aber auf der anderen Seite nie das Gefühl, dass Eragon, der ja nun mal der Held ist, mit dem man sich unbedingt identifiziert, von den anderen über Gebühr bevormundet wird. Eragon macht Fehler, Eragon ist zwischendurch aber auch der Held, und Saphira und er sind ein auch manchmal recht witziges Gespann, denn auch Drachendamen können ziemlich zickig sein. Das ist sicherlich auch einer der Vorteile, es gibt trotz aller dramatischen Entwicklungen eine kräftige Prise Humor und starke Bande der Freundschaft. Darin gibt es auch eine kleine Verbindung zum Großmeister Stephen King, dessen Stil durchaus auch schon mal aufblitzt. Paolini ist ein mehr als gelehriger Schüler. Man kann sich auf die Fortsetzungen freuen. Und wenn er sich dann mit dem nächsten Projekt eventuell mehr auf einen eigenen Stil, eine eigene Welt konzentriert, dann kann aus ihm ein ganz großer werden. Liebhaber origineller neuer Fantasy sollten aber noch einen Bogen um diesen Eragon machen, dieses Buch ist die Essenz der klassischen Fantasy der letzten dreißig Jahre; Hausmannskost, aber lecker.


Eure Meinungen:


Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen.
[Anna Berthold]

Das Buch wurde mir von meinem kleinen Nachbarn empfohlen. Begierig darauf mich endlich mal von meiner altbekannten Heinlein Sammlung abzuwenden und auch mal in die, wenn auch erfundene, Vergangenheit zu blicken, verschlang ich die ersten hundert Seiten innerhalb kürzester Zeit. Doch, wie spannend die Geschichte auch sein mag, der Stil Paolinis mag mir einfach nicht gefallen. Mehrere Wochen hat das Buch auf meinem Nachttisch geruht bis ich mich, wenn auch unter dem Kompromiss die kursiven Gedankenzeilen Eragorns auszulassen um mir wenigstens ein wenig die Denkarbeit zu erhalten, durch den Rest des Buches gearbeitet habe. Für einen Jungen leser mag dies wirklich unterhaltsam sein, aber für mich, wenn ich auch nicht weit älter bin als der Autor, war es nichts weiter als eine Mahlzeit für zwischendurch.
[Alexander Drichel]

Ich find es ok,es ist spannend und halt das typische Fantasy-buch aber es ist zu viel von Herr der Ringe abgeleitet.
[Lenna]

Jop mir hat das buch auch von anfang an klasse gefallen es ist Harry Potter auf jeden fall ebenbürtig !!!!! freu mich achon auf das dritte buch!!! hab das buch zu weihnachten bekommen und hatte voll kein bock dadrin zulesen aber nachher konnte ich garnicht mehr aufhören
[Sunny]

Ich fand (bzw. finde) dieses Buch so genial, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte!! Die Charaktere sind so toll beschrieben, faszinierend und interessant, und gerade das erweckt die Geschichte zum Leben. Zum ersten Mal seit "Harry Potter" hat mich eine Geschichte wieder richtig mitgerissen, so dass ich nur noch am Lesen war. Ich werde es wieder lesen, ganz bestimmt! Auf so ein Buch habe ich gewartet, und endlich habe ich es gefunden!! Meine anfänglichen Befürchtungen, es könnte ein grauenhaftes Buch sein, waren nach ein paar Kapiteln zerstreut. Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes, ich würde es jedem empfehlen. Lesen, lesen, lesen!!!
[Charly]

dieses buch ist das geilste buch allerzeiten und ich würde verdammt gerne auch einen drachen haben... naja das geht leider nicht aba ich würde alles dafür tuhn xDxDxD ich werde den ersten teil mir alle drei tage anglotzen und das buch mindestens 3mal lesen... mit dem zweiten das gleiche und auf den dritten teil freuhe ich mich schon...... mein zimmer habe ich mit eragons, saphiras, rorans, broms und von so fast allen die im buch vorkommenbilder aus dem film (der leider nicht mal die hälfte beinhaltet)... also ein echter fan. könnt mir ja mal schreiben wen ihr auch fans seit: t.j.apell@web.de oder msn: t.j.apell@hotmail.de. und ich kann charly zustimmen ihr solltet das LESEN den es ist super und ich kann immer nioch nicht glauben das paolini erst 15 jahre alt war bei dem ersten buch. also könnte ich ja auch mal anfangen ein buch zu schreiben und übrigen finde ich es nicht das das so doll von herr der ringe abgeguckt ist. um erlich zu sein GAR NICHT abgeguxkt sondern selber ausgedacht. gruß an alle die das buch gelesen haben oder gerade dabei sind
[tom]

Tja, schwierig zu beschreiben aber es geht so! Warum hat man den Film so ganz anders gemacht? Nur Titel und Namen übernommen aber eine ganz andere Story?
[Deaddad]

Eins der besten Bücher aller Zeiten einfach nur geil
[konni]

dieses Buch entfpele ich allen weiter den es ist spanent und mann kann sich direckt vorstellen wo Eragon sich befindet
[laura]

Das Buch war einfach nur der Hammer aber echt jetzt so gail das Buch
[Marv Eragon fan 4ever]

Ich finde alle drei Bücher supergeil!!! mir gefällt die geschichte und die beschreibung von gefühlen etc. und natürlich die innige beziehung zwischen eragon und saphira!! leider ist immer viel zu schlechte kritik geäußert worden!!! herr der ringe ist einfach nicht zu übertreffen und deswegen ist es auch so schwer ein gutes fantasybuch zu schreiben und ich finde paolini hat es echt wunderbar gemacht und er war 15 als er angefangen hat die story zu schreiben und das allein schon verdient respekt!!! der film ist echt enttäuschend und sehr schlecht gemacht!!!
[ebamo]

Ihr habt kein Plan von Büchern. Liest mal HARRY POTTER
[j9]

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Eragon

Autor:

Paolini, Christopher

Verlag:

Blanvalet, München

Erschienen:

Sep. 2005

Kritiker:

Holger Hennig

ISBN:

3-442-36291-1

ISBN(13):

978-3-4423-629-2

EAN:

9783442362912

Typ:

Taschenbuch

 

Christopher Paolini

 

Als Jugendlicher entdeckt Christopher Paolini, der nie eine öffentliche Schule besuchte, die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen - und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt. "Eragon" erscheint zunächst im Eigenverlag und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller [mehr]

 

Eragon

 

Eragon ist ein Bauernjunge, der bei seinem Onkel aufwächst. Als er einen blauen Stein findet, der sich als Drachenei entpuppt, entdeckt er seine Bestimmung als Drachenreiter und damit als einer der potentiell gefährlichster Widersacher des Tyrannen Galbatorix [mehr]

 

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