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Club Dead

Harris, Charlaine

Rezension von Norma Banzi
Aus der Reihe "Sookie Stackhouse"

Vom Verlag Feder & Schwert herausgegeben gibt es drei Romane, die sich um die telepathisch begabte, sympathische, junge Südstaaten-Kellnerin Soukie Stackhouse drehen:
-Vorübergehend tot (ISBN: 3937255141)
-Untot in Dallas (ISBN: 393725515X)
-Club Dead (ISBN: 3937255168)
Angepriesen werden die Romane als beste Unterhaltung und skurrile Vampir-Krimis. Ich habe nur Club Dead gelesen, aber wenn eine Anpreisung stimmt, dann die des Verlages Feder & Schwert, zumindest für das Buch, über welches ich hier berichte und ich nehme an, die beiden Vorgänger sind auch nicht schlecht.

Über Soukie Stackhouse:
Ihr Name, auf Deutsch so viel wie Heuschober, ist recht gut gewählt. Sie ist ein wenig naiv und ziemlich ungebildet (gibt sich aber Mühe, jeden Tag ein neues Wort zu lernen, welches ihr das tägliche Kalenderblatt zum Abreißen vorgibt). Aufgewachsen ist sie bei ihrer Großmutter in einem einfachen, doch urgemütlichen Haushalt. Die nette Soukie lernt schnell dazu und ist alles andere als dumm. Ihr macht niemand zweimal etwas vor. Ihr Leben ändert sich von Grund auf, als sie Vampire kennenlernt. In der von Charlaine Harris erdachten Welt haben sich die Vampire nach der Erfindung eines nahrhaften Kunstblutes gegenüber den Menschen geoutet und werden beispielsweise in Amerika als Bürger anerkannt, auch wenn ihnen bestimmte Laufbahnen wie die militärische versagt bleiben. Andere magische Wesen wie Formwandler, Werwölfe und Gnome leben nach wie vor im Geheimen. Sie lassen es nicht darauf ankommen, das Geheimnis ihrer Existenz den Menschen preiszugeben.
Die Telepathin Soukie hat mit dem Vampir Bill ihre erste intime Liebesbeziehung mit Mitte Zwanzig. Sie kann nämlich keine Gedanken von Untoten lesen und gerade das macht Vampire in ihren Augen so attraktiv. Gedankenlesen ist nämlich nicht gerade förderlich für Soukies Libido. Früher hat sie ihr Talent zum Gedankenlesen eher als Abnormität empfunden. Erst der Kontakt mit den Vampiren macht ihr klar, dass sie es auch geschickt einsetzen kann. Dadurch gerät sie allerdings auch in reichlich gefährliche Situationen.

In CLUB DEAD wird Soukies Alltag wieder einmal von Vampiren durcheinander gebracht, die ihrer Hilfe bedürfen. Freiwillig hat sie eigentlich nur Umgang mit ihrem Geliebten Bill, doch der ist in letzter Zeit so distanziert (und außerdem in einer anderen Stadt). Sein finsterer Chef Eric hat eine Idee, wo er sein könnte und ehe sich Sookie versieht, ist sie in Jackson, Mississippi, um sich in der Unter- Unterwelt des Club Dead umzusehen. Das ist ein gefährlicher kleiner Laden, in dem sich nicht nur die elitäre Vampirgesellschaft trifft, sondern auch magische Wesen anderer Art, wie beispielsweise Werwölfe, gerne verkehren.
Aber als Sookie Bill endlich findet und ihn bei einem schlimmen Verrat erwischt, ist sie nicht sicher, ob sie ihn retten oder ein paar Pflöcke anspitzen soll.

Das Buch CLUB DEAD ist toll! Allerdings hat es einen winzigen Makel, die Schriftgröße ist verdammt klein, gerade noch erträglich. Also habe ich auch etwas länger gebraucht, um es zu lesen, da sich in dem relativ dünnen Buch eine Menge Inhalt verbirgt und außerdem meine Augen eine Gewöhnungszeit brauchten. Die Blutspritzer am Anfang eines jeden Kapitels haben mir dagegen gut gefallen. Hier hat sich der Verlag mit der Aufmachung des Buches wirklich Mühe gegeben. Kleine, nette Feinheiten erfreuen das Leserherz.

Während es in den ersten beiden Büchern eher um ein Kennenlernen zwischen Soukie und den Vampiren, besonders zwischen Soukie und Bill, geht (soweit ich das aus den Inhaltsangaben der anderen Bücher schließen kann), hat sich in CLUB DEAD der Alltag für Soukie wieder eingependelt. Sie ist glücklich mit ihrem Bill. Aber natürlich wird sie schnell wieder auf den unebenen, etwas schrägen Boden der Tatsachen zurückgezerrt, denn Bill ist auf und davon, angeblich, um einen Auftrag für die Vampirkönigin von Lousiana zu erfüllen, wie sich später aber herausstellt, auch aus ganz eigennützigen Gründen, die Soukie leider außen vor lassen. Dennoch ist sie zur Stelle, als Bill in Not gerät, um ihm zu helfen. Sie gerät von einer abenteuerlichen Situation in die nächste. Zur Seite steht ihr der Werwolf Alcide, der sie in die Unterwelt von Jackson einführen soll, damit sie dort mit ihren telepathischen Kräften in den Gedanken anderer Wesen nach Bill forschen kann.

Während Soukie den schmerzhaften Prozess der Erkenntnis durchlebt, dass ihr Geliebter ein untreuer Verräter ist, muss sie ihm auch noch das Leben retten. Ihre Treue zu Bill ist ungleich größer als die seine und sie hält zu ihm. Erst am Ende findet ein gewisser Abnabelungsprozess statt und endlich kann sich Soukie gegenüber ihren nach wie vor vorhandenen Gefühlen der Liebe und Zuneigung behaupten und eine gewisse Konsequenz an den Tag legen. Sie schmeißt Bill aus ihrem Haus. Ob dies eine Trennung oder nur eine vorübergehende Laune von Soukie ist, bleibt allerdings offen. Charlaine Harris vermittelt dieses Hin und Her in der Beziehung zwischen Soukie und Bill derart feinfühlig, dass man als Leser genau wie Soukie hin und her gerissen ist, ob Bill nun den Pflock ins Herz verdient oder doch eine zweite Chance.
Und dann sind da ja auch noch der attraktiv-herbe Werwolf Alcide und Bills Boss Eric, finster in der Art, aber ungemein anziehend, die sich um Soukies Zuneigung bemühen und ihr die eine oder andere erotische Gänsehaut verschaffen. Doch aus Rache untreu zu werden, ist Soukies Sache nicht und sie ist noch nicht bereit, sich einem anderen Mann zu öffnen, auch wenn sie deutlich empfänglich für dessen herbe Männlichkeit (Alcide) bzw. kühle-exotische Erotik (Eric) ist. Leider hat auch Alcide gerade eine schmerzhafte Trennung hinter sich und ist noch nicht richtig bereit für eine neue Frau, auch wenn sie so süß und sexy ist wie Soukie. Mir persönlich hätte eine heiße Liebesszene zwischen Soukie und Alcide jedenfalls gut gefallen.

Was ich bei dem Roman CLUB DEAD so interessant finde, ist die Mischung aus großen Abenteuern und kleinen Kümmernissen, in die Soukie gerät und mit denen sie zu kämpfen hat. Oft vermisse ich bei Büchern, in denen die Helden groß angelegte Abenteuer erleben, die kleinen Dinge des Lebens. Bücher, die von großen Abenteuern berichten, sind auch spannend, doch empfinde ich sie mitunter als lückenhaft oder eher kalt. Soukie Stackhouse dagegen wirkt bisweilen wie ein prasselndes Kaminfeuer in einer eisigen Winternacht und das scheint auch einen Teil ihrer Anziehungskraft auf Bill, Alcide und Eric, den Obervampir, auszumachen. Eric gibt sich alle Mühe, kalt und gefährlich zu wirken und es gelingt ihm auch, Soukie das eine oder andere Mal einzuschüchtern. Dann aber ist er wieder sehr aufmerksam und sensibel zu ihr, als sei er ihr Geliebter und nicht Bill, der sich eigentlich wenig um ihre Sorgen und Nöte kümmert. In einer Szene von CLUB DEAD bezeichnet Eric Soukie selbstbewusst als seine zukünftige Liebste und man darf gespannt sein, ob dies Wunschdenken bleibt oder ein Ausblick auf das nächste Buch über Soukies Abenteuer ist, welches allerdings nicht mehr vor Feder & Schwert, sondern von dtv verlegt wird (und leider nicht mehr mit Blutspritzern dekoriert ist, wie ich schon recherchiert habe).

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Bluttriefend)

 

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Infos Charlaine Harris:
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Weblinks:
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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

USA

Serie:

Sookie Stackhouse

Autor:

Harris, Charlaine

Verlag:

Feder & Schwert, Mannheim

Erschienen:

Feb. 2005

Kritiker:

Norma Banzi

ISBN:

3-937-25516-8

ISBN(13):

978-3-9372-551-3

EAN:

9783937255163

Typ:

Taschenbuch

 

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