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Reconstruction

Boe, Christoffer; Kaas, Lie Nicolaj; Bonnevie, Maria; Henriksson, Krister

Rezension von Stefan Sasse

Story:
Als Alex (Nikolaj Lie Kaas) die schöne Aimée (Maria Bonnevie) kennen lernt, gibt es für ihn kein Halten mehr: er betrügt seine Freundin Simone (Maria Bonnevie) und lebt wie im Rausch. Doch auch Aimée betrügt: ihren Ehemann (Krister Henriksson), einen berühmten Autor von tiefgründigen Liebesromanen. Doch bald muss Alex bemerken, dass seine Realität völlig aus den Fugen gerät: erst verschwindet seine Wohnungstür, dann kennt Simone ihn nicht mehr, schlussendlich muss er feststellen, dass ihn gar niemand mehr kennt – es scheint fast, als habe er nie existiert. Einzig Aimée, mit der er nach Florenz auszureißen beabsichtigte, scheint ihn noch zu erkennen – doch möglicherweise trügt auch dieser Schein. Ohne zu wissen, was genau vorgeht, muss Alex eine Entscheidung treffen: lässt er sein gesamtes Leben für Aimée zurück?

Bewertung:
Die hochkomplexe Geschichte des Films verwirrt den Zuschauer ob ihrer wirren Erzählstruktur und unzureichender Erklärung. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig schlecht, regt es den Zuschauer doch zu eigenen Gedankenleistungen an. Die Parallele zur Ödipusgeschichte, die gegen Ende des Films deutlich wird, fordert auch den intellektuell versierteren Zuschauer; gleichfalls die Frage, ob Alex vielleicht mehr und mehr zur Hauptperson des Buchs wird, an dem Aimées Mann arbeitet (oder umgekehrt), und in wiefern was genau mit was zusammenhängt. Ebenfalls starke Beachtung findet die Frage nach der Liebe und der Treue in Beziehungen.
Die Kamera agiert im Großen und Ganzen sauber und bietet auch wunderschöne Einstellungen, kann jedoch insbesondere in den ruckeligen Kamerafahrten und Zoomversuche  nicht überzeugen. Ebenfalls zum Gotterbarmen ist die Bildqualität, was jedoch bei diesem Film nicht so stark zum Tragen kommt wie in anderen – angesichts der Storylastigkeit des Films kann man das zähneknirschend hinnehmen.
Die Darsteller lassen sich in diesem Film wie auch der Regisseur gerne Zeit. Es gibt keine überhaspelten Dialoge, viele Augenblicke lang können sich die Darsteller auch einfach nur ansehen und durch ihre Mimik und Gestik mehr verraten als durch tausend Worte. Diese Abweichung vom stereotypen macht den Film neben der Geschichte mit hochinteressant.
Spezialeffekte besitzt der Film keine nennbaren.
Die Kulisse wird von den dunklen, meist nassen Gassen und den ebenfalls weniger Gute Laune verbreitenden Einkaufsmeilen einer dänischen (?) Stadt gegeben. Auch in einem Luxushotel (hell und aufgeräumt) und einer Kongresshalle (hell und überfüllt) findet ein kleiner Teil der Handlung statt; prinzipiell ist der Look jedoch düster.
Der Soundtrack ist mir kaum in Erinnerung geblieben und erinnert oftmals an Fahrstuhlmusik. Er erfüllt jedoch seinen Zweck, wenn er auch auf Dauer zu langweilen beginnt. Der Kategorie reicht es gerade noch für die Note „befriedigend“.
Die DVD schlussendlich bietet eine solide Auswahl an Extras: den Kinotrailer, Trailer zu einigen weiteren, völlig unbekannten Filmen, eine Kapitelanwahl und einige sehenswerte Interviews mit den Darstellern und Beteiligten des Films.

Fazit:
Dank komplex-verwirrender Story und vielen innovativen Elementen ein Geheimtipp für Cineasten. Fans großen Kinos sollten lieber die Finger davon lassen.

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung der Redaktion von WODPortal.de und Rollenspielnetz.de. Die Webseiten sind seit Juli 2005 Teil des X-Zine.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Autor:

Boe, Christoffer

Verlag:

Euro Video

Erschienen:

Nov. 2004

Kritiker:

Stefan Sasse

Typ:

DVD

 

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