 | Fremde Welten Herde, Oliver H.Rezension von sgo Aus der Reihe "Projekt Caniron" Flüchtlinge einer besiegten Weltenföderation erkunden ein bislang unbekanntes Sonnensystem, um sich eine neue Heimat für sich zu schaffen. Die Flüchtlinge gehören verschiedenen Völkern an und können als Elfen, Menschen und geflügelten Adlerwesen charakterisiert werden. Auf dem zweiten Planeten des Sonnensystems finden sie eine neue intelligente Rasse von humanoid gebauten Pflanzenwesen, welche von zwei verschiedenen raumfahrenden Insektenrassen angegriffen wird. Es handelt sich um denselben Feind, welcher auch die Föderation vernichtet hatte. Daher helfen die Flüchtlinge den Pflanzenwesen des Planeten Venus, müssen aber schnell erkennen, daß an einen Sieg nicht zu denken ist. Wenigstens können sie mehrere Tausend der Venurier evakuieren und so die Rasse vor der Ausrottung schützen. Auf dem dritten Planeten entdeckt man eine weitere intelligente Rasse, bei denen es sich um die Menschheit Terras handelt, die sich im Zeitalter der Frühantike und der ägyptischen Hochkultur befindet. Leider hat auch ein Spähtrupp der Insektenwesen die dortige Bevölkerung entdeckt. Wenn Nachricht von der Existenz der Menschen nach außen dringt, würde die Menschheit vernichtet werden... Man merkt erst mitten im Buch, um welches unentdeckte Sonnensystem es sich eigentlich handelt, was ich als Kunstgriff recht nett fand. Die wenig homogene Mannschaft des Spähtrupps entwickelte durch ihre äußerst unprofessionelle Herangehensweise an ihren Auftrag leider ein gewisses Nervpotential. Ständig verlassen sie ihr schützendes Raumschiff, um mitten im Kriegsgebiet Blumen zu pflücken oder einheimische Frauen anzubaggern. Wenn sie ein vom Feind überfallenes Haus untersuchen sollen, spielen sie lieber Geschicklichkeitsspiele oder Computersimulationen und übersehen dadurch natürlich irgendwelche Aliens, die sich im selben Zimmer verstecken. Folgerichtig sterben auch einige Mitglieder des Trupps. Die hochgelobten Angehörigen dieser militärischen Spezialeinheit benehmen sich wie die absoluten Anfänger. Der Autor wollte wohl auf die Schilderung von Prügeleien mit Aliens nicht verzichten. Das hat immerhin noch einen gewissen Charme. Wer die alten Enterprise-Folgen liebt, in denen Kirk und Spock schlecht ausgerüstet auf irgendwelche unbekannte Planeten mit feindseligen Leuten gebeamt werden, wird dieses Buch mögen. Ein echter Minuspunkt des Buches: die schlechten Illustrationen ! Das Titelbild ist in Ordnung, aber die Zeichnungen im Innenteil sind echt störend. Die stammen ebenfalls aus der Feder des Herrn Herde; als Autor hat er mehr drauf denn als Zeichner. Der am Computer erstellte Grundriß eines Raumschiffes ist ja noch in Ordnung, aber der Rest zeigt deutlich, das es sich bei diesem Buch um ein semiprofessionelles Werk handelt.
Datenbank:0.0013 Webservice:0.1172 Querverweise:0.2556 Infos:0.0014 Verlag,Serie:0.0003 Cover:0.0006 Meinungen:0.0020 Rezi:0.0003 Kompett:0.3790 |  |