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Der Inquisitor

Don-Schauen, Florian

Rezension von Stefan Sasse
Aus der Reihe "Schwarze Auge"

Klappentext:
Eine junge Frau wird der Hexerei angeklagt. Der herbeigerufene Inquisitor nimmt sie in Haft und sucht nach weiteren Verdächtigen. Und in dem kleinen Dorf reift eine Mischung aus Angst, Aberglauben und gegenseitigem Misstrauen heran, die nicht schwächer wird, als es zu Vorfällen kommt.
In diese Atmosphäre geraten die Helden, und sie werden von dem gestrengen Inquisitor gebeten, nach weiteren Hexen zu suchen. Wenn sie sich weigern, machen sie sich selbst verdächtig…Der Inquisitor ist der abschließende Teil der Kampagne um die Spielsteine. Obwohl das Abenteuer sich ebenso wie die anderem vor allem an unerfahrene Spieler und Meister wendet, ist es als Kampagnenabschluss komplexer als die vorherigen und stellt höhere Anforderungen an den Meister. In diesem Abenteuer werden auch die Fäden aus der gesamten Kampagne verknüpft und die Helden finden heraus, was es mit den merkwürdigen gelben Steinen auf sich hat, die sie immer wieder vorfinden.

Inhalt:
Zu Beginn des Abenteuers bewegen sich die Helden im Eisenwald, genauer in der Baronie Trackenborn. Dort werden sie Zeuge, wie ein Inquisitor samt Gefolge eine Frau jagen und fangen lässt, die der Hexerei bezichtigt wurde. Doch nachdem der Prozess bereits angesetzt wurde, greifen Hexen die Baronie an, um den Inquisitor von dem Prozess abzubringen: Die Gefangene sei keine der ihren. Doch der Inquisitor wie der Baron sehen dies nur als Beweis, dass die Gefangene eine Hexe sei und die Attacken als erbärmlichen Versuch ihrer Schwestern, sie zu retten. Bald gehen weitere Frauen dem Inquisitor ins Netz, und die Helden kommen nicht umhin, sich auf eine der beiden Seiten zu stellen – und dem Schicksal in Form der Steine, dass sie bereits seit drei Abenteuern verfolgt…

Bewertung:
Ich befinde mich in der glücklichen (?) Lage, das AB bewerten zu dürfen ohne die beiden Vorgänger zu kennen. Ich werde im Gegensatz zu meinem Kollegen David Grade aus dem „Envoyer“ allerdings den Versuch unternehmen, trotzdem das Finale zu bewerten.
Das AB stellt wie seine Vorgänger den Anspruch, besonders für Anfänger geeignet zu sein. Don-Schauen versuchte hierbei, eine sanfte Steigerung zu vollziehen und die ABs erstens zu vernetzen und zweitens immer nicht-linearer werden zu lassen. Zu diesem Zweck gliederte er „Der Inquisitor“ auch nicht linear sondern in der alten Hasen bereits bekannten Modul-Form, in der er einzelne Versatzstücke beschreibt, da die Reihenfolge, in der die Helden den Elementen begegnen werden nicht vorhersehbar ist. Zur besseren Übersicht findet sich auch ein Zeitstrahl, der auf einem Nicht-Eingreifen der Helden basiert. Das alles wurde sehr ausführlich mit zahlreichen Tipps beschrieben.
Ein Einsteiger AB? Auf den ersten Blick sicherlich. Die vielen, wirklich durchweg sehr ausführlichen Informationen kommen unerfahreneren Meistern sicherlich entgegen, besonders, da schon der Verlauf der Geschichte immer wieder improvisiert werden muss. Das AB erfordert aber sehr viel Vorarbeit; der angehende Meister sollte die Informationen schon im Kopf haben. Des weiteren könnten einige Ideen und Ansätze Anfänger respektive Einsteiger durchaus überfordern. Don-Schauen gab sich Mühe, die NSCs gut auszuarbeiten und mit eigenen Motivationen und Geschichten zu versehen, was bei ABs von „Normalumfang“ ja schon alleine wegen des beschränkten Seitenplatzes nicht möglich ist. Doch scheint es zumindest mir ein wenig viel von einem Anfänger Meister verlangt, diese Motivationen darzustellen und umzusetzen. Auch einige Story-Elemente stellen durchaus größere Anforderungen. Angehende Spielleiter sollten sich also keine Illusionen machen: Da kommt ein ganzer Haufen Arbeit auf sie zu.
Don-Schauen verpasste auch nicht die Gelegenheit, dem Abenteuer einen Hauch der epischen und umspannenden Größe zu geben, die Aventurien und seine Publikationen durchzieht. Der Bogen von Hexen und Inquisition wird bis zu den Drachenkriegen und den Ränken eines Archon Megalon geschlagen. Ja, der Oberbösewicht unter den Druiden taucht im Finale tatsächlich auf und ist zusammen mit dem Geist eines Drachen, der Pyrdacor noch aktiv diente die treibende Kraft hinter der gesamten Kampagne. Auch hier würde ich beinahe dazu tendieren, den Umfang für Einsteiger etwas überzogen zu haben. Ein AB, das extra darauf hinweist, dass zum Spielen nur die Basisregeln notwendig sind geht auch automatisch davon aus, dass kaum Hintergrundpublikationen bekannt sind. Mit diesem Manko lässt sich die Dimension, die allein durch derart mächtige Meisterpersonen erzeugt wird eigentlich weder verstehen noch glaubhaft darstellen.
Gleichzeitig jedoch ist die Geschichte für erfahrene Spieler und ihre vermutlich ebenso erfahrenen Helden wieder ein wenig zu geradlinig und durchschaubar. Selbst mit neu erschaffenen Helden müssten einige Elemente abgeändert werden, um dem Anspruch erfahrener Spieler gerecht zu werden.
Zwei positive Punkte möchte ich jedoch zum Ende noch herausheben: Ändert man das Finale ein wenig ab, lässt sich das AB auch problemlos ohne die anderen drei Teile der Spielsteinkampagne spielen; gleiches gilt für einige Änderungen innerhalb der Geschichte des ABs. Auch der Preis ist mit zehn Euro vollkommen in Ordnung und durchaus fair. Wen also die beschriebenen Mankos nicht abschrecken, der sollte zugreifen: Hier erhält er für sein Geld guten, sehr guten Gegenwert.

Fazit:
Stellenweise für Anfänger ohne viel Einarbeitungszeit zu komplex und groß dimensioniert, jedoch sehr ausführlich und mit Abwandlungen auch durch erfahrene Gruppen und ohne die anderen Teile der Kampagne spielbar.

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung der Redaktion von WODPortal.de und Rollenspielnetz.de. Die Webseiten sind seit Juli 2005 Teil des X-Zine.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Schwierigkeit:

(Anspruchsvoll)

Spielspaß:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Serie:

Schwarze Auge

Autor:

Don-Schauen, Florian

Erschienen:

Mai. 2004

Kritiker:

Stefan Sasse

ISBN:

3-890-64360-4

ISBN(13):

978-3-8906-436-1

EAN:

9783890643601

Typ:

Abenteuerband

 

Florian Don-Schauen

 

Florian Don-Schauen wurde geboren 1964. Er ist studierter Querflötenlehrer und verdient sein tägliches Brot als zuständiger Redakteur bei dem Spieleverlag Fantasy Productions für "Das Schwarze Auge" (DSA). [mehr]

 

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