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Mirabilis

Cokal, Susann

Rezension von Peti Heinig

Bonne besucht gerne den als verflucht geltenden Ort. In dem alten abgebrannten Kirchenschiff fühlt sie sich ihrer Mutter beruhigend nahe. Als ein heftiger Regenschauer einsetzt flüchtet sie sich in den alten Glocken Turm der im Gegensatz zu dem Kirchenschiff noch ein Dach aufweist. Dort oben findet sie in einem Bündel feuchter Kleider etwas Lebendiges. Da es sich anscheinend um ein Kind handelt nimmt Bonne es kurzerhand mit in ihre kleine Kammer. Wie sich bald zeigen soll handelt es sich gar nicht um ein Kind sondern um einen Zwerg. Eigentlich hätte Bonne das seltsame Wesen auf die Straße setzen sollen, aber die Münzen die er zu ihr sprechen lässt halten sie davon ab. Der Kleine bringt ihr zwar Geld ein aber nicht genug um davon leben zu können, also macht sie sich weiter auf die Suche nach einer Anstellung als Amme.
Es ist Markttag als sie durch einen ungewöhnlichen Zwischenfall die schwangere Kaufmannswitwe Radegonde Putemonnoie auf Bonne aufmerksam wird.
Der Zwerg war in einen Hundezwinger gefallen – viele Leute sahen dem ungleichen Kampf angeregt zu aber keiner half. Als Bonne auf die Situation aufmerksam wird, klettert sie in den Zwinger hinab, reist sich die Bluse herunter und beginnt mit ihren milchschweren Brüsten die Hunde zu stillen. Der Zwerg entkommt und Bonne gilt als Wundertäterin...
Wer die Geschichte bis dahin schon seltsam findet wird diesen Eindruck auch in ihrem Fortgang bestätigt finden. Genaugenommen wird es noch schlimmer, denn Bonne gerät auch noch unversehens in die Lage die halbe Stadt gleichzeitig zu stillen. Die Tatsache, das Bonne mit ihrer Herrin Radegonde eine Liebesbeziehung beginnt ist für einen historischen Roman mindestens ungewöhnlich. Nach der Lektüre habe ich mich wirklich gefragt in wieweit die Aussage zutrifft, dass in jedem Buch ein Teil der Erfahrung oder Wünsche des Autors mit verarbeitet sind. Wahrscheinlich scheiden sich an diesem Roman die Geister, auf der einen Seite begeisterte werdende Mütter und Feministinnen, auf der anderen werdende Väter die um die Figur ihrer Frauen trauern und prüde Kleinkinderhasser.
Welchen Grund es gibt diesem Buch keine ‚1’ als Bewertung zu geben und es dennoch als lesenswert zu empfehlen? Ganz einfach: es hat einen ausgezeichneten Lästerfaktor und ist, durch die Wahl verschiedener Erzählperspektiven, stilistisch wesentlich gelungener als inhaltlich.


Mirabilis.
von Susann Cokal
Preis:* DM 44,91
EUR 22,96

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Kategorie(n): Belletristik

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* Bei Umrechnung von EUR nach DM können Rundungsfehler im Pfennigbereich auftreten.

Gebundene Ausgabe - 489 Seiten - Rütten u. Loening, B.
Erscheinungsdatum: 2001
Auflage: 2. Aufl.
ISBN: 335200580X
Amazon.de Verkaufsrang 24.011


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Rezensionen

Verlagsinfo
Frankreich im 14. Jahrhundert. Als Bonne Mirabilis zwölf Jahre alt war, musste sie mit ansehen, wie ihre Mutter Blanche geopfert wurde, um die Stadt Villeneuve von der Pest zu reinigen. Seither wird Blanche von manchen als Heilige verehrt, während Bonne sich als Amme verdingen muss. Doch auch Bonne eilt bald der Ruf des Wunderbaren voraus. Am hellichten Tage rettet sie ein Kind aus einer Bärengrube. Radegonde Putemonnoie, die geheimnisvollste und schönste Frau der Stadt, wird auf Bonne aufmerksam. Obwohl bereits Witwe, hat sie ein Kind empfangen und such eine Amme. Bonne zögert nicht, die Anstellung anzunehmen, auch als sie erfährt, dass Radegonde ins Kloster muss, wenn sie ein Mädchen gebärt - und sie im Verdacht steht, eine Hexe zu sein.

Eine Partner Rezension der Anduin

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung der Redaktion von Anduin.de. Anduin ist ein regelmäßig erscheinenden Rollenspielmagazin, das als druckbare Ausgabe komplett in Form einer PDF Datei gelesen werden kann.

Datenbank:0.0007 Webservice:0.0823 Querverweise:0.0495 Infos:0.0006 Verlag,Serie:0.0002 Cover:0.0000 Meinungen:0.0005 Rezi:0.0001 Kompett:0.1341

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Frankreich

Zeit:

14. Jahrhundert

Autor:

Cokal, Susann

Verlag:

Rütten & Loening, Berlin

Erschienen:

Jan. 2001

Kritiker:

Peti Heinig

ISBN:

3-352-00580-x

ISBN(13):

978-3-3520-058-10

EAN:

97833520058010

Typ:

Taschenbuch

 

Susann Cokal

 

Susann Cokal hat Geschiche studiert und lehrt an der University of California. Sie hat zuvor lange in Poitiers in Frankreich gelebt, wo sie auf das Leben der Bonne Mirabilis stieß [mehr]

 

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