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Die Wand

Haushofer, Marlen

Rezension von Markus Mäurer

Plötzlich ist die Wand da.

Eigentlich will sie mit ihrer Kusine und ihrem Mann nur ein paar Tage in deren Jagdhütte verbringen. Doch nach einem Ausflug ins Dorf kehren die beiden nicht zurück. Sie beginnt natürlich, sich Sorgen zu machen. Zusammen mit dem Hund Luchs macht sie sich auf den Weg ins Dorf, um ihre Kusine und deren Mann zu suchen. Doch unterwegs stößt sie auf eine unsichtbare und undurchdringliche Wand. Die Wand scheint das ganze Tal, indem sie sich befindet, abzugrenzen. Hinter der Barriere gibt es augenscheinlich kein Leben mehr. Was ist passiert? Gab es einen Krieg? Um über solche Fragen nachzudenken bleibt ihr wenig Zeit. Denn sie muss sich um wichtigere Dinge kümmern – z. B. ihr Überleben. Zusammen mit dem Hund Luchs und der zugelaufenen Kuh Bella, beginnt sie den täglichen Überlebenskampf. Alles, was hinter der Wand ist und war, gerät schnell in Vergessenheit. Sie gewöhnt sich schnell an das einsame Leben und findet Trost bei ihren Tieren.

In einem einfachen Stil erzählt Marlen Haushofer vom einsamen Leben in der Wildnis. Die Ich-Erzählerin bleibt dem Leser dabei stets ein Rätsel. Weder erfährt man ihren Namen, noch genaueres über ihr bisheriges Leben. Es bleibt immer bei Andeutungen und wenigen biografischen Informationen. Das ist aber auch nicht schlimm. Denn so, wie die Erzählerin immer mehr ihr Leben vor der Wand vergisst, so ist es für den Leser auch nicht weiter wichtig. Und genau so, wie sich die Erzählerin mit ihrer Einsamkeit abfindet, muss der Leser es ihr gleichtun.

„Die Wand“ erzählt die Geschichte einer Frau, die allein in der „Wildnis“ überleben muss. Haushofer beschreibt den täglichen Kampf ums Überleben, der sehr schnell zur Routine wird und der Erzählerin eine gewisse Geborgenheit gibt. Denn sie versucht gar nicht erst, irgendwie durch die Wand zu kommen, um das Tal, indem sie festsitzt, zu verlassen. Dass sie den Grund dafür in der Verantwortung sieht, die sie für die Tiere trägt, ist wohl eher eine Ausrede für ihre Angst vor ihrem bisherigen Leben. Sie wartet lieber darauf, dass die „Sieger“ sie irgendwann finden.

Auch wenn „Die Wand“ ein sehr bedrückender Roman ist und die stumpfe Teilnahmslosigkeit, in die die Erzählerin mit der Zeit verfällt, beängstigend und traurig ist, komme ich nicht umhin, die Geschichte als schön zu bezeichnen. Auch wenn es viele traurige Momente gibt, liegt im Überlebenskampf in der kargen Wildnis eine gewisse Idylle. Auch wenn die Erzählerin nicht wie einst Thoreau in „Walden“, die Möglichkeit hat, in die Zivilisation zurückzukehren, zeigt sie, dass es durchaus möglich ist, völlig auf sich allein gestellt als Selbstversorger zu überleben.

Die Geschichte bringt auch eine tiefe Abneigung gegenüber den Menschen und ihrer Gesellschaft zum Ausdruck. Die Erzählerin zieht die Gesellschaft von Tieren der Gesellschaft von Menschen eindeutig vor. Die Tiere sind treue Gefährten von liebevollem Charakter. So überrascht es auch nicht, dass der einzige Mensch, der neben der Erzählerin in der Geschichte auftaucht, nichts als Unglück und Leid bringt.

„Die Wand“ ist eine ergreifende Geschichte über den Willen zu überleben, die vor allem durch ihre Einfachheit überzeugt.


Eure Meinungen:


Ich finde das buch ist sehr ernüchternt und nicht besonders spannend ich musste mich überwinden dieses buch zu lesen
[andrea]

musste das Buch als Referat lesen, und es ist meiner meinung nach eine beleidigung einem 16 jährigen so ein Schlechte Buch vorzugeben!
[ich]

musste das buch auch als Referat lesen, es hat mich einfach fasziniert,, das schönste Buch von den Büchern das ich gelesen hab
[bin]

das buch ist sein geld schon wert! Es ist zwar nicht geeignet zum lesen, aber es ist vielseitig einsetzbar: - als klopapier - als brennholz - vor allem aber ist es eine große Hilfe wenn man nicht einschlafen kann, denn mit diesem Buch schafft man das GARANTIERT
[schüler]

Das Buch ist interessant und geht ,auf die von uns schon so verinnerlichten, alltägichen gewohnheiten ein! Ein Buch,welches vorallem Frauen anspricht!!!
[franzi]

also, mal ganz ehrlich.. Anfangs fand ich dieses Buch dermaßen langweilig, dass ich keine Lust hatte es zu lesen. Ich musste es dennoch, aus schulischen Gründen. Doch irgendwann hat mich das Lesefieber gepackt und ich konnte gar nicht mehr aufhören!! Schade ist nur, dass man am Ende nicht weiß, was mit der Frau passiert!
[Nicole]

´Die Wand´ ist halt nicht ein Buch, das von der Spannung auf der Handlungsebene lebt, sondern von der Spannung auf der psychologischen Ebene. Deshalb braucht es auch mehr Zeit, um dieses Buch zu lesen, es auf sich wirken zu lassen und es zu verstehen, als für irgendeinen Billig-Thriller oder so was. Wer sich diese Zeit nicht nehmen will, soll ´Die Wand´ gar nicht erst aufschlagen. Aber wer sich die Zeit nimmt, hat viel davon!
[julia]

Ich hab das Buch für ein bevorstehende Buchvorstellung lesen müssen... (Uns wurde erzählt das da eine Frau sei, die nach einer nacht allein ist und um sie herum eine wand,in der sie gefangen ist. Klang total spannend!) hab dieses buch total aufmerksam gelesen...leider kam nur nie das, worauf ich die ganze zeit gewartet hatte.. Dieser Special, das Besondere...... Halt das, was das ganze spannend macht. Fand das Ende total mißlungen -.- man hätte mehr draus machen können... die grund Idee finde ich nämlich total genial. lg
[Nina]

Ich musste das Buch von der Schule aus lesen und muss jetzt eine Präsentation darüber halten. Es war Zufall dass gerade ich diese Buch bekam... Ich werde es sicher kaufen und noch ein paar mal lesen. Es bring einen darüber zu denken wie schön es wir haben und dass wir nicht alles als selbsverständlich hinnehmen dürfen. Es ist alles hart erarbeitet. Liebe Grüße!
[Marlene]

Ich musste das Buch von der Schule aus lesen und muss jetzt eine Präsentation darüber halten. Es war Zufall dass gerade ich diese Buch bekam... Ich werde es sicher kaufen und noch ein paar mal lesen. Es bring einen dazu darüber nach zu denken wie schön es wir haben und dass wir nicht alles als selbsverständlich hinnehmen dürfen. Es ist alles hart erarbeitet. Liebe Grüße!
[Marlene]

Schon als mir meine Lehrerin den Inhalt des Buches erklärte, wollte ich es nicht lesen, aber ich musste darüber ein Referat halten :( Also begann ich trotzdem... die ersten seiten langweilten mich total, hin und wieder gab es etwas "spannendere" Stellen, aber ich brauchte sehr lange zum Fertiglesen. Für Leute, die kein science-fiction mögen, ist das Buch wohl eher nichts. Allerdings regt es zum Nachdenken an. Was würde man selbst in einer solchen Situation tun?... lg
[lani]

es geht so das Buch
[rebecca]

Meiner Meinung nach ist das eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Art, wie in dem Buch beschrieben wird, wie sich ein Mensch, der noch nie richtig gearbeitet hat, sich auf einmal durch sein Leben kämpfen muss ist einfach nur fazinierent und richtig gut beschrieben worden. Auch die Gefühle, die sie haben muss in dieser Situation sind gut ausgeprägt und bländent formuliert. Kurz um also ein klasse Buch.
[Philipp]

Das Buch ist meiner Meinung eines der genialsten Bücher die ich je gelesen habe....
[Flo]

Ich musste das Buch für ein Buch-Referat lesen. Es war glaub ich erst das zweite Buch welches ich gelesen hab´, aber es ist wirklich einfach zu lesen und trotzdem stellenweiße fesselnd...
[Jim]

Ich musste das Buch auch für meine mündliche Deutsch - Prüfung lesen, zu beginn, fand ich das Buch echt super langweilig und eintönig, aber mit der Zeit war es Okey zu lesen, das einzige was mich gestört hat, war das ich nicht wirklich den Sinn dieser Wand verstanden hatte, allerdings weiß ich es jetzt, nachdem ich mich noch bisschen informiert habe!! Aber im Großen und ganzen war das Buch echt Gut, da es meiner Meinung nach sehr zum Nachdenken anregt, denn wir haben in der heutigen Gesellschaft eig. alles was das Herz begehrt und können uns es kaum vorstellen, ohne richtiges Essen, Kleidung, Pc, Fernseher etc. zu Leben, deshalb finde ich die Ich - Erzählerin echt richtig stark und vorallem mutig, da sie alleine in einer Jagdhütte lebt, Kartoffeln und Bohnen anpflanzt und echt hasrt arbeitet um sie und ihre geliebten Tiere am Leben zu halten.
[Svenja]

Unabhänging davon, dass ich total leseverdrossen bin, habe ich mir das Buch antun müssen und muss als typischer Werner-Comic-Leser zugeben, dass dies wirklich mal ein interessantes Buch ist. Hat mich sich erstmal durch die ersten 20 Seiten gequält, die den hauptteil des Inhalts beschreieben, so ist trotzdem eine gewisse Leseabhängingkeit zu verspüren. Als Tipp für ähnliche Schüler, denen das Lesen eines vor Allem vorgegebendem Buches ebenso schwer fällt, wäre, sich vor Augen zu Halten, dass wohl die Sprache mit Abstand wesentlich schöner und einfacher zu lesen ist, als Goethe´s Werke wie z.B. "Faust" oder "Die Leiden des jungen Werthers".
[Sierk]

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Haushofer, Marlen

Verlag:

List, München

Erschienen:

Dez. 2004

Kritiker:

Markus Mäurer

ISBN:

3-548-60571-0

ISBN(13):

978-3-5486-057-5

EAN:

9783548605715

Typ:

Taschenbuch

 

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