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30 über Nacht

Winick, Gary

Rezension von Kaishin

Teenager haben manchmal seltsame Wünsche. Ein Pferd zum Geburtstag oder ein Ausflug nach Disney Land. Oder einfach nur älter sein. Meistens beschränkt sich das auf die Volljährigkeit. Alkohol und Tabak kaufen dürfen, und ganz allein in den Club um die Ecke gehen. Aber ist es normal, dass Teenager davon träumen, 30 zu sein?

Wir schreiben das Jahr 1987. Eddy Murphy lockt mit Beverly Hills Cop II sagenhaft viele Menschen in die Kinos, Andy Warhol stirbt im Alter von 59 Jahren und die Rap Formation Public Enemy gründet sich. Und die kleine Jenna aus New York wird 13. Wie das Leben so spielt, hat sie (nach eigenem Befinden) entschieden zu wenig Oberweite, viel zu lange Arme und ist einfach nur uncool. Sie wünscht sich nur eines: Endlich gut aussehen, erfolgreich und 30 sein! Dank eines mysteriösen Wunschpulvers gelingt ihr das auch. Doch steht die 13-Jährige im Frauenkörper vor einer Vielzahl von Problemen. Wer ist der nackte Mann in der Dusche? Warum verreisen meine Eltern ohne mich? Und was ist aus meinem besten Freund geworden?

Wie heißt es so schön: ab 30 ist alles Wiederholung. Das trifft natürlich nur auf die Menschen zu, die nicht 17 Jahre übersprungen haben. Und so macht es schon Spaß, zu beobachten wie die Protagonistin ihr eigenes Leben kräftig umkrämpelt. Mit der Naivität einer 13-Jährigen verwandelt sich das 30-jährige Biest in ein handzahmes Lämmchen. Vorbei sind die Zeiten der toughen Powerfrau. Das kann jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Story bei weitem nicht neu und schon gar nicht originell ist. Zu allem Überfluss wird permanent der Wert der Familie und der wahren Freundschaft betont. So penetrant, dass einem schwindelig wird. Abgesehen davon überzeugt der Film durch Ideenlosigkeit und über weite Strecken pures Mittelmaß. Einziger Lichtblick ist Jennifer Garner, welche anfänglich etwas deplatziert wirkt, sich aber im Laufe des Films in ihrer Rolle sichtlich wohl fühlt. Besonders markant: Ungedoubelte Tanzszenen. Das Drehbuch verlangt es und so tanzt sie "Thriller" mit 5 Zoll (13 cm) hohen Absätzen. Die anderen Darsteller hingegen wirken alle etwas blass, man merkt aber auch ihnen den Spaß an der jeweiligen Rolle an.

Das Bild kann wie der Film nicht auf ganzer Linie überzeugen. Hin und wieder, vor allem bei Bewegungen, sieht man kleine Artefakte. Der Kontrast hingegen ist gut und die Farben wirken ansprechend. Der Ton ist für eine solch aktuelle Produktion einfach nur lachhaft. Von Dolby Digital 5.1 ist nicht die Spur zu merken. Ein räumlicher Eindruck entsteht nicht. Bemerkenswert ist auch, dass es versäumt wurde, zumindest die Musik über die hinteren Lautsprecher auszugeben. Abermals wurden bestehende technische Möglichkeiten schlichtweg ignoriert.

Die Extras fallen nicht unbedingt üppig aus, sind aber dennoch sehenswert. Jedoch beschränkt man sich bei "30 über Nacht" auf Altbewährtes. Die Darsteller plaudern ein wenig über den Film, über ihre Jugend und so weiter. Alles auf englisch, optional mit deutschen Untertiteln. Dann gibt es noch die obligatorischen deleted Scenes, die peinlichsten Versprecher, ein paar Trailer und Musikvideos. Freunde von Audiokommentaren finden zwei davon auf dem Silberling. Man kann entweder dem Produzenten oder dem Regisseur zuhören.

Fazit: Eine mittelprächtige Allerweltskomödie mit guten Darstellern und scheinheiligen Moralpredigten.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Leichte Kost)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

Ton:

(Geht so)

Bild:

(Mittel)

Menüs:

(Mittel)

Ausstattung:

(Mittel)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

USA

Autor:

Winick, Gary

Verlag:

Columbia Tristar, München

Erschienen:

Feb. 2005

Kritiker:

Kaishin

Typ:

DVD

 

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