 | Asteroidensturm Rezension von Cronn Die Planetenromane von Ben Bova haben nicht nur in den USA unter SF-Fans für Furore gesorgt. Vor allem die Vertreter der sog. „Hard boiled“ SF fanden an Bovas Romanen Gefallen. Auch hierzulande gibt es seit einiger Zeit eine Begeisterung unter den SF-Fans für die Romane von Ben Bova. Der Heyne-Verlag hat sich um die Veröffentlichung dieser Romane bemüht und es ist sein Verdienst, den Autoren Ben Bova einer größeren Öffentlichkeit bereits bekannt gemacht zu haben. Nach „Venus“, „Jupiter“, „Mars“, „Rückkehr zum Mars“ und „Der Asteroidenkrieg“ kommt nun „Asteroidensturm“ auf den Buchmarkt. Klappentext: Der Asteroidenkrieg geht weiter... Um die Zukunft der menschlichen Zivilisation zu sichern, stößt eine Expedition in den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter vor. Sie soll die gigantischen Rohstoffvorkommen, die dort lagern, erschließen. Doch es gibt mächtige Gegner des Projekts. Gegner, die vor Mord nicht zurückschrecken. Inhalt: In der Tat schreibt mit „Asteroidensturm“ der Autor Ben Bova seinem „Der Asteroidenkrieg“ einen zweiten Teil hinterher. Er bemüht zumeist dieselben Charaktere, welche auch im Vorgänger anwesend waren. Martin Humphries ist immer noch der Oberbösewicht der Romane, der ein Auge auf Amanda geworfen hat, die zauberhafte Frau von Lars Fuchs. Lars Fuchs ist Prospektor, sucht demzufolge nach Rohstoffen im Asteroidengürtel, schürft danach auf den Planetoiden. Um von Humphries Space Industries unabhängig zu werden, beschließt Fuchs, eine eigene Handelsgesellschaft aufzumachen, die den anderen Prospektoren günstige Waren weiterverkauft. Das Geschäft scheint aufzugehen, doch Martin Humphries gibt sich nicht so leicht geschlagen...! Kritik: Ben Bova gilt zurecht als Erneuerer der „Old School“-SF a la Arthur C. Clarke. Durch Romane wie „Venus“ oder „Jupiter“ hat er sich diesen Status auch redlich verdient. Mit „Asteroidensturm“ jedoch sinkt sein Stern am Firmament ein wenig und verblasst um eine Nuance. „Asteroidensturm“ liest sich über weite Strecken wie eine Fortsetzung irdischer Intrigenverhältnisse in der Wirtschaft im Weltraum. Dies ist nicht besonders originell und dementsprechend erscheinen auch die Charaktere diesmal eher wie leblose Klischees. Schade, Ben Bova kann wesentlich mehr, vor allem, wenn es darum geht, auf spannende Weise Forschungsmissionen zu beschreiben. Wollen wir hoffen, dass er in seinem nächsten Planetenroman sich wieder auf seine eigentliche Stärke besinnt. Cronn
Eure Meinungen:
| Der Asteroidensturm ist ein Buch welches man durchaus lesen kann, aber ich denke man macht auch keinen Fehler, wenn man die Zeit in ein anderes Buch investiert. Er liest sich zügig, ist aber nicht fesselnd. Das Intrigenspiel der Akteure soll den Reiz des Romans ausmachen, ist aber als Grundlage etwas zu wenig. [SuperHULK] |
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