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Das letzte Einhorn

Beagle, Peter S.

Rezension von Schwertfang

„Ein kleiner Roman, eine große Geschichte, eine Märchenlegende“ – so preist es schon der Buchrücken an. Ohne Zweifel mag Tolkiens „Herr der Ringe“ das wichtigste Werk der Fantasyliteratur sein, dann aber muss man aber schon das Meisterwerk mit einem anderen Meilenstein dieses Genres in einem Atemzug nennen. Die Rede ist von Peter S. Beagles Geschichte aus dem Jahr 1968, „Das letzte Einhorn“.

Der hervorragenden Cartoonverfilmung samt dem verträumten Soundtrack von America und Jimmy Webb geht eine wunderschöne Geschichte voraus. Erzählt von einem weißen Einhorn, das in einem magischen Wald lebt und durch seine Zauberei die Tiere vor den Jägern schützt. Nur besonders gute als auch besonders böse Menschen können das Einhorn als solches erkennen.

Als es von den Menschen hört, dass es angeblich das letzte seiner Art sei, packen sowohl Neugierde als auch Angst das Einhorn. Vom Schmetterling hört sie, dass angeblich der Rote Stier, eine Kreatur der Hölle, sie alle ins Meer getrieben hat. Ohne Zögern macht sich das Einhorn auf, seine Artgenossen zu suchen – oder die traurige Gewissheit zu erlangen, das letzte seiner Art zu sein.

Unterwegs muss sich das Einhorn einigen Gefahren stellen: erst versucht ein einfacher Bauer, es einzufangen, dann wird sie im Schlaf von der bösen Jahrtmarktshexe Mommy Fortuna überrascht und eingesperrt. In deren Menagerie ist sie mit Ausnahme der grausamen Harpiye Celaeno das einzig übernatürliche Wesen – die Hexe jedoch kann mittels Illusionen einen Löwen als Mantikor erscheinen lassen, einen Affen als Satyrn und dergleichen. Hilfe bekommt das Einhorn vom unfähigen Zauberer Schmendrick, der als einer der wenigen das Einhorn als solches erkennen kann. Er lässt sie frei, das Einhorn befreit alle anderen Tiere, auch die Harpiye, die sich an Fortuna rächt.

Schmendrick und das Einhorn erfahren, dass der Rote Stier dem finsteren König Haggard gehört, der bei Hagsgate in einem riesigen, hässlichen Schloss lebt. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg – und Schmendrick wird von Banditen gefangengenommen. Räuberhauptmann Cully trickst er ebenso aus wie dessen Leute, indem er Robin Hood erscheinen lässt. Dem Duo schließt sich die Räuberköchin Molly Grue an, eine Frau, die ihre Jugend damit vergeudet hat, auf ein Einhorn zu warten.

Auf dem Weg zu Haggards Festung treffen sie jedoch den Roten Stier persönlich, dem das Einhorn nicht gewachsen ist. Schmendrick verzaubert sie aus Verzweiflung in einen Menschen, und der Stier lässt von ihr ab. Als Lady Amalthea zieht das Einhorn nun umher, und gemeinsam erreicht das Trio erst die Stadt Hagsgate und dann Haggards Festung.

Der König selbst ist ein verbitterter Tyrann, sein adoptierter Sohn Lír jedoch ein warmherziger, tapferer Recke, der sich sogleich unsterblich in das Einhorn verliebt. Schmendricks Tollpatschigkeit bootet Haggards Hofzauberer Mabruk aus, Molly kommt als Köchin am menschenleeren Hof unter und die Lady Amalthea muss sich den hartnäckigen Liebesbeweisen des Prinzen erwehren. Molly und Schmendrick nutzen die Zeit, einen Weg zum Roten Stier zu finden, erst die Katze kann ihnen verraten, wie sie hinab in dessen Höhle gelangen. Der Skelett, der die Uhr bewacht, durch die sie treten müssen, um hinabsteigen zu können, verrät sie jedoch an Haggard, und der Rote Stier wird alarmiert. Da hebt Schmendrick den Zauber auf, und am Meeresufer muss sich das Einhorn erneut dem übermächtigen Feind stellen...

An diesen Klassiker wird man nicht vorbeikommen. Beagles Werk liest sich schnell, unkompliziert und hat auch dreieinhalb Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung nichts von seiner Magie verloren. Die Charaktere, allen voran Schmendrick und die erfrischend warmherzige Molly Grue, aber auch König Haggard, dem nichts glücklich macht, werden einem schnell ans Herz wachsen. Große Fantasy ohne große Bilder und Gewalt, dafür aber mit einem Zauber, der bis zur letzten Seite anhält. Schillernde Charaktere, intelligente Dialoge und inmitten dessen ein Einhorn, dass von der unnahbaren mystischen Kreatur zu einem Freund mit den Eigenschaften Mut und Hoffnung heranreift – man wird „Das Letzte Einhorn“ einfach verschlingen.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Beagle, Peter S.

Verlag:

Hobbit Press (Klett-Cotta), Stuttgart

Erschienen:

Jun. 1997

Kritiker:

Schwertfang

ISBN:

3-608-87502-6

ISBN(13):

978-3-6088-750-7

EAN:

9783608875027

Typ:

Taschenbuch

 

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