 | Der Clan der Magier Rezension von jpk Vor Jahren hatte ich schon das Vergnügen, die Orginalausgabe „A Night In The Lonsome October“ (Avon Books, 1993) zu lesen. Nun endlich ist es auch auf deutscher Sprache zu erhalten. Es ist Oktober, irgendwann in den späten 1890ern, und das Schicksal der Welt ist in Gefahr. Am Ende dieses Monats, soll ein Ritual durchgeführt werden, um zuentscheiden, ob die Großen Alten wieder Einzug in unsere Realität haben werden. Wer wird für unsere Zivilisation eintreten und sie verteidigen? Wer kämpft für Leben und Liebe und Freiheit? Wird es der mysteriöse Mann sein, bekannt als Jack, der die nebligen Straßen von London mit seinem getreuen Messer und sein enebso getreuen Hund Snuff (Schnupftabak) sein? Wird es der Vampirische Graf sein, der bis in den Tag schläft und sich nachts anpirscht? Wird es der große Detektiv und sein Assistent sein? Oder der verrückte Mönch, Rastov? Vielleicht ist es der gute Doktor, der versucht, das Leben aus toten Teilen zu bauen. Vielleicht ist der Retter der Menschheit ein Werwolf? Was ist, wenn es wirklich der Pfarrer Roberts ist, dessen Kreuzzug gegen den Rest der Spieler sie alle bedroht? Im Spiel ist nichts sicher, und niemand ist, wer er oder sie zu sein scheinen. Es gibt die „Öffner“, die das Tor für die Großen Alten aufmachen wollen, und die „Schließer“ , die für die Welt, wie sie jetzt ist, opfern würden. Und am 31. Oktober wird es entschieden. Dies ist die Welt von Roger Zelaznys „Der Clan der Magier“. Eine Welt voller nebliger Gefahr, Geheimnissen und Intrigen. Eine Welt, in der Lustmörder die „Guten“ sind, wo der Hund des Lustmörders der Erzähler ist, und wo wirklich Alles passieren kann.
Einsunddreißig Tage. Einsunddreißig Kapitel. Einige der Spieler überleben, ein paar sterben. auf. Jedes Mal denkt der Leser, dass er die Lösung hat und wieder wird er überrahscht. Es fällt schwer Sympathie für Jack zu schaffen. Aber Zelazny gelingt es irgendwie. Er webt eine so unvorhersehbare und verhedderte Geschichte, dass man immer weiter rätseln muss, ohne je die Lösung ganz zu erahnen. Ich finde das Buch klasse, mir hat es in der Orginalausgabe schon Spass gemacht und in der Übersetzung war es noch mal ein Vergnügen. Schön ist es auch, dass in der Heyne Ausgabe ebenfalls die Zeichnungen von „Gahan Wilson“ verwendet haben, die sehr zu dem skurillen Humor von Zelazny passen. Schade nur, dass Heyne mit dem Titel und dem Titelbild das Clientel total falsch eingeschätzt hat. Das Orginal hat da viel besseres zu bieten. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der nur auch mal ansatzweise von Lovecraft, Frankenstein, Dracula und Jack the Ripper gehört hat. Wer sich einigermassen in der klassischen Horrorliteratur (Gothic) auskennt, wird noch tausendmal mehr Freude an diesem wunderbaren Werk haben. Verlagsinfo: Messerschwingend zieht Jack durch Londons neblige Straßen. Doch nicht nur er trifft Vorbereitungen für ein mysteriöses Ritual, das die Alten Götter beschwören soll. Weitere illustre Gestalten nehmen teil an der Entscheidung, ob die Pforte zur Unterwelt geöffnet wird - ein mordlustiger Pfarrer, ein spitzzahniger Adliger vom Balkan, ein Detektiv mit Pfeife und Diener ...Doch als sich grüne Tentakel schmatzend aus dem Tor der Hölle winden, schlägt die Stunde der Wahrheit für Menschen und Götter ...
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