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Hellboy - Der Film

Mignola, Mike; Del Torro, Guillermo

Rezension von Heiner Hink
Aus der Reihe "Hellboy"

Hellboy Als großer Fan der Hellboy Comic-Serie war natürlich klar, das ich auf die Verfilmung des Stoffes durch Guillermo del Torro besonders gespannt war. Mit Filmen wie „Chronos“, „Devils Backbone“ und „Mimic“ hat der Mexikaner Del Torro bereits ein gutes Händchen für phantastische Stoffe bewiesen, auf seine Interpretation von Hellboy durfte man gespannt sein. Del Torro, der auch das Drehbuch verfasst hat, liefert mit der Story eine clevere Mischung verschiedener Elemente aus diversen Hellboy Comic-Storys ab, und würzt das Ganze mit einem ordentlichen Schuss neuer Komponenten.

Die Geschichte beginnt mit einem okkulten Ritual, dass von einer Geheimtruppe des deutschen Reiches kurz vor Ende des 2. Weltkrieges durchgeführt. Der scheinbar im Dienste des Führers stehende Magier Rasputin beschwört böse Mächte aus einer anderen Dimension. Einer amerikanischen Eingreiftruppe gelingt es, die Beschwörung zu unterbrechen. Als einziges sichtbares Resultat des Rituals finden die Soldaten einen Baby-Teufel mit einer riesigen Steinhand, Hellboy (Ron Perlman). Der knallrote Teufelsknabe wächst unter der Aufsicht von Professor Bruttenholm (John Hurt) auf. Vor dem Hintergrund, das paranormale Phänomene durchaus eine Bedrohung darstellen, gründet Bruttenholm eine geheime Truppe für „Paranormale Investigation“ zu deren Mitgliedern auch Hellboy zählt. Neben dem roten Hünen besteht die Truppe noch aus dem Fischmenschen Abe Sapiens (Doug Jones) und Liz Sherman (Selma Blair), einer pyrokinetisch begabten jungen Frau. Als ein Einsatz Hellboy und Abe Sapiens in ein Museum führt, in dem sich eine höchst aggressive dämonisch Inkarnation herumtreibt, wird offenbar, dass das Ritual Rasputins tatsächlich nicht so erfolglos war, wie es den Anschein hatte. Vielmehr wurden damals Ereignisse in Gang gesetzt, die jetzt, Jahre später, den Untergang der Welt wie wir sie kennen herbeiführen sollen … und Hellboy ist eine Schlüsselfigur, durch die das Armageddon erst möglich wird.

Eines der wichtigsten Merkmale der Comics ist die augenzwinkernde Ironie, mit der höchst gruselige und unheimliche Ereignisse erzählt werden. Del Torro versteht diese Ironie bestens und beweist viel Fingerspitzengefühl wenn er auf dem schmalen Grat zwischen Horror und Humor wandelt. Die Hingabe zu Genre wird allenthalben deutlich und der augenzwinkernde Witz untermalt und akzentuiert das Geschehen, ohne es der Lächerlichkeit preiszugeben. Kurz: die Mischung gerät nicht außer Kontrolle. Vielmehr gelingt es dem Regisseur die Quintessenz des mystischen Hellboy-Universums einzufangen. Man findet alles was die Geschichten ausmacht, Verschwörungen, mystische Rituale, reanimierte Leichen, menschliche Bösewichter diversen Bosheitsgrades und natürlich Monster, fies, mies, mächtig böse und ordentlich schleimig. Besonders wenn Hellboy sich mit Monstern prügelt, gewinnt der Film eine ganz eigene ironische Unbeschwertheit. Wenn zum Beispiel, das gerade befreite biblische Monster ein ganze U-Bahnstation in Schutt und Asche legt, und der Katzenliebhaber Hellboy aber erst dann richtig sauer wird, als ein Karton neugeborener Kätzchen bedroht ist, macht das einfach nur Spaß und lässt den Charakter Hellboy umso plastischer hervortreten.

Trotz roter Haut, abgeschliffener Hörner und einem langen Schwanz gewinnt Hellboy menschliche Züge. Dies setzt sich in Hellboys Beziehung zu Liz Sherman fort, in die Hellboy unsterblich verliebt ist. So überlegen und abgeklärt er den monströsesten Bösewichtern gegenüber steht, so linkisch und unbeholfen ist er, wenn es darum geht Liz zu begegnen.
Neben der Story, der gelungenen Charakterzeichnung darf bei einer Comicverfilmung natürlich auch das restliche Drumherum nicht zu kurz kommen. Design, Dekors, Spezialeffekte und Co. verstehen zu überzeugen, die 60 Millionen, die Del Torro für diesen Film zur Verfügung hatte, wurden ordentlich investiert. Die Besetzung der Rolle Hellboys mit Ron Perlman ist ein absoluter Glücksgriff. Trotz „Ganzkörper-Makeups“ und diversen digitalen Modifikationen wird Perlman wirklich zu Hellboy und hat ganz offensichtlich einen Riesenspaß dabei den Charakter des roten Teufels zu verkörpern. Selma Blair, John Hurt und Doug Jones verkörpern die wichtigsten Nebenrollen ausgezeichnet. Das Eintrittsgeld für den Besuch dieses Streifens kann durchaus als gute Investition bezeichnet werden, für die man zwei Stunden lang bestens unterhalten wird. Ein Film, zu dem ich mir wirklich einen zweiten Teil wünschen würde!

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Leichte Kost)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Hellboy

Autor:

Mignola, Mike

Verlag:

Columbia Tristar, München

Erschienen:

Jan. 2005

Kritiker:

Heiner Hink

Typ:

DVD

 

Mike Mignola

 

Der 1962 in den USA geborene Zeichner erlebte seinen internationalen Durchbruch 1988 mit der Batman-Geschichte »Gotham by Gaslight«, in der er den Superhelden in einer Art Paralleluniversum auf Jack the Ripper treffen lässt. Mignola gilt spätestens seit diesem Bestseller als Spezialist für atmosphärisch dicht inszenierten, düsteren Comic-Grusel.
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