 | Das Erbe des Magiers Rezension von ashyra Dorian Karfunkel ist der einzige, der bemerkt, dass die Farben aus der Welt verschwinden. Der alte Magier Elron erwählt ihn aus, sie wieder zurückzubringen. Dabei hat der junge Dorian nicht nur mit Elrons mächtigem Gegenspieler, dem Namenlosen, zu tun, sondern auch mit seinem alten Erzfeind Harm Katzengold, der Dorian dafür verantwortlich macht, dass ihr Heimatdorf zerstört wurde. Elron stirbt und lässt Dorian mit seiner schwierigen Mission allein. Doch nicht ganz allein – schließlich ist da auch noch der Hirsch Osmon und Fabiola, ein geheimnisvolles Mädchen. Eine nach der anderen muss Dorian die Farben wieder finden und den Namenlosen und dessen schwarze Krieger besiegen, sonst wird seine Welt immer grau bleiben… Der Roman ist tatsächlich genau so, wie man es sich erhofft, wenn man den Klappentext liest: Eine klassische, märchenhafte Fantasygeschichte, die an Endes „Unendliche Geschichte“ erinnert: Sie ist auf ihre Art und Weise poetisch und entwirft eine Welt, die uns in Staunen versetzt, eine zauberhafte Welt eben, die das Kind im Leser anspricht. Eben genanntes Werk ist, wie auf der Homepage des Autors nachzulesen, eines der Vorbilder seines Romans – doch ihm ist glücklicherweise mehr als keine Kopie oder ein inspirierte Nachahmung gelungen. Auch das konventionelle Gut-und-Böse-Schema erinnert an ein Märchen – hier ist von Anfang an klar wer gut und wer böse ist. Die Motivation des Namenlosen ist schnell geklärt: Er ist böse, weil er einfach böse ist. Nur mit dieser simplen, aber befriedigenden Logik kann es ein Happy-End geben. Jonas T. Krüger hat nicht nur eine regelrecht „bezaubernde“ Geschichte geschrieben, er hat sie auch noch mit Figuren ausgestattet, die einem einfach im Gedächtnis bleiben müssen: Allen voran Osmon, der Hundertender, der beinahe einen eigenen Roman verdient hätte. Selbst Gilgil, die sprechende Grille, die nur einen kurzen Auftritt hat, hinterlässt ein bleibendes Bild im Kopf des Lesers. „Das Erbe des Magiers“ ist ein Buch, in dem man ganz und gar versinken möchte, so sehr nimmt einem seine fiktive Welt und das Abenteuer seiner Helden gefangen. Klappt man es dann nach der letzten Seite zu, bereut man doch, dass man es einfach nicht aus der Hand legen konnte, wäre man doch lieber noch länger bei Osmon, Dorian und Fabiola geblieben. Nicht nur der Autor hat ganze Arbeit geleistet, auch dem Verlag gebührt Lob: In der Reihe „Meister der Fantasy“ erscheint der Roman hübsch aufgemacht, gebunden, und macht sich so gut im Regal und als Geschenk. Mein Fazit: So müsste Fantasy immer sein – märchenhaft. Für alle, die jetzt neugierig sind: Auf der Homepage des Autors findet sich eine Leseprobe: www.fabulalitera.de
Eure Meinungen:
| Als ich es in unserer Schulbibliothek auslehnte, dachte ich, es sei einfach ein Buch, in dem es um Magie geht (einzig und allein aus diesem Grund habe ich es ausgelehnt). Als ich es zwei Tage später wieder zurückbrachte, wusste ich, dass es nicht so ein Buch ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. Man kann sich jedes "Wesen" genau vorstellen und weiss doch nicht, wie es aussieht. Die Jagt nach den verlorenen Farben ist so spannend und Rätselhaft geschrieben, dass man es fast nicht weglegen kann und wenn man es am Schluss zuklappt, denkt: Schade, schon fertig... [Renato] |
Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung der Redaktion von www.lesehoehle.de. Die Lesehoehle beschäftigt sich mit Neuerscheinungen im Bereich der Fantasy und des Rollenspiels sowie der Online-Literatur. Datenbank:0.0010 Webservice:0.0692 Querverweise:0.1350 Infos:0.0009 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0000 Meinungen:0.0015 Rezi:0.0002 Kompett:0.2086 |  |