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Im Schatten des Palazzo Farnese

Vargas, Fred

Rezension von Victoria

Nicht erst seit Umberto Ecos „Der Name der Rose“ weiss man, dass es im Ambiente der katholischen Kirche nicht immer friedfertig zugeht. So dreht sich der erste Kriminalroman der französischen Archäologin Fred Vargas um Geschehnisse in und um die Vatikanische Bibliothek. Aus nicht ersichtlichen Quellen tauchen Michelangelo-Zeichnungen auf dem europäischen Kunstmarkt auf, die vermutlich den Archiven des Vatikans abhanden gekommen sind. Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, reist der renommierte Kunsthistoriker Henri Valhubert aus Paris an. Kurze Zeit später wird er wird den sokratischen Tod (Schierlingstrank) sterben. Eine weitere Person wird im Verlaufe des Romans ebenfalls vorzeitig ins Jenseits befördert. Der italienische Inspektor Ruggieri sowie der aus Paris entsandte Sonderbeauftragte Richard Valence, werden sich um die Aufklärung zunächst des ersten Mordes, später dann auch des zweiten Mordes bemühen. Hierbei sind von besonderem Interessen drei französische Studenten, die sich mit Namen von römischen Kaisern schmücken. Claudius ist der Sohn von Henri Valhubert, die anderen zwei junge Männer sind Freunde von ihm. Des weiteren sind die Aussagen von der Frau des Ermordeten sowie die von einem Bischof und einer Bibliothekarin von Nutzen.
Die ersten dreißig Seiten waren für meinen Geschmack ein wenig zäh erzählt, doch danach steigt die Spannung. Sicher nicht der beste Krimi der französischen Autorin, doch sehr unterhaltsam geschrieben. Die Autorin lässt den Krimi in einem ihr gut bekannten Ambiente, und zwar in einer Bibliothek sowie in Rom, die Stadt in welcher der Besucher gezwungenermaßen quasi ständig an archäologisch wertvollen Plätzen vorbeikommt, spielen. Die Charaktere in diesem Milieu beschreibt sie vortrefflich. So beschreibt sie die Bibliothekarin Maria Verdi wie folgt: „Maria war wie ein abgerichtetes Tier. Seit dreißig Jahren hatte sie alle Energie ihrer fünf Sinne darauf verwandt, über die Bibliothek zu wachen. Auf der Straße war sie bestimmt hilflos wie ein Maulwurf an der frischen Luft, (...)“ An anderer Stelle wird sie als dumm beschrieben; das Verwalten von Büchern bedarf nun mal keine besondere Intelligenz.
Der gutaussehenden Franzosen Valence hat eine Abneigung gegen Bibliotheken, da „dort alles verboten war: Lärm mit den Schuhen zu machen, Lärm mit seinen Worten zu machen, zu rauchen sich zu bewegen, zu seufzen, kurz Lärm mit seinem Leben zu machen“. Es handelt sich somit um einem Lebemann, im Klartext ausgedrückt: das Gegenteil von Henri Valhubert und Maria Verdi.
An ernsthaftem Studieren sind die drei jungen Franzosen nicht sonderlich interessiert, sondern sie lieben und leben das „dolce Vita“ in der italienischen Metropole. Ähnliche Charaktere sind die Stiefmutter von Claudius, die schöne Laura, sowie der Bischof.
Tutto sommato (alles in allem): Ein unterhaltsamer und geistreicher Krimi für Leser mit Freude an Kunstgeschichte und Romliebhaber.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Italien

Zeit:

1990

Autor:

Vargas, Fred

Verlag:

Aufbau, Berlin

Erschienen:

Dez. 2003

Kritiker:

Victoria

ISBN:

3-746-61515-1

ISBN(13):

978-3-7466-151-8

EAN:

9783746615158

Typ:

Taschenbuch

 

Fred Vargas

 

Fred Vargas lebt mit ihrem Sohn in Paris und schreibt ihre Krimis fast ausschließlich in den Ferien. Ihre Romane werden in 30 Sprachen übersetzt [mehr]

 

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