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Zehn Dinge die ich an dir hasse

Junger, Gil

Rezension von Helme

Cameron (Joseph Gordon-Levitt) ist neu an der Schule und verliebt sich sofort in das begehrteste Mädchen der Schule: Bianca (Julia Stiles). Doch es gibt zwei Probleme: Erstens dürfen Bianca und ihre Schwester Cat (Larisa Oleynik) nicht ausgehen, und zweitens ist Lackaffe Joey (Larry Miller) hinter Bianca her.
Als Biancas Vater das Ausgehverbot dergestalt umändert, dass Bianca ausgehen darf, wenn ihre Schwester ebenfalls ein Date hat wittert Cameron seine Chance. Doch vergebens: Cat ist als Emanze und Männerfeindin bekannt, und niemand lässt sich finden der so vermessen wäre mit ihr ausgehen zu wollen. Daraufhin fassen Cameron und sein Freund einen waghalsigen Entschluss: Joey soll jemanden finanzieren, der mit Cat ausgeht, um so an Bianca heranzukommen. Cameron hofft dabei, Joey Bianca abspenstig machen zu können.
Doch nur einer lässt sich finden, der mit ihr ausgehen will: Ein als durch geknallter Knastbruder und Irrer bekannter Außenseiter (Heath Ledgers) soll Cat verführen. Ihren Widerstand überwindend bemerkt dieser jedoch bald eine Sympathie für Cat, während Cameron sich an Bianca heranmacht. Dass Joey das nicht so geschehen lassen kann ist klar…

Mit diesem Film schaffte Heath Ledgers (A knight’s tale) den Durchbruch; wollen wir sehen, ob er verdientermaßen war.
Zuallererst muss man klar konstatieren, dass man auch von einer Teenie-Komödie mit Heath Ledgers in der Hauptrolle kein Pulitzerpreisverdächtiges Drehbuch erwarten darf (dieser Satz war ironisch gemeint). Die Story selbst dient wie üblich nur als Rahmen für Beziehungskisten und Gags, die Mal wirklich lustig und mal nur nach ausgiebigem Alkoholgenuss erträglich sind; ganz nach Standpunkt.
Die Geschichte selbst entwickelt sich mit den üblichen Höhen und Tiefen: Anfangs werden die Charaktere vorgestellt (deren Bild zumindest in vier Fällen bald wieder über den Haufen geworfen wird), die Beziehungen geklärt und Gags genutzt, die größtenteils die Schule und das Alltagsleben der Schüler aufs Korn nehmen – wie üblich bis ins lächerliche persifliert und überzogen. Danach kommen die erwähnten Wandlungen, die größtenteils ohne Gags ablaufen, ehe es sich wiederum ins Komödienhafte steigert, um danach wieder den Beziehungskisten Platz zu machen. Diese extreme Teilung führt praktisch zu zwei getrennt voneinander ablaufenden Filmen; was der Einzelne davon hält muss er allerdings selbst entscheiden.
Die Darsteller wiederum haben Stereotypen zu verkörpern, was ihr Entfaltungspotenzial teilweise einschränkt. Ich sage teilweise, weil doch ein starkes Gefälle bei den schauspielerischen Leistungen erkennbar ist. Während die vier Hauptpersonen ihre Emotionen trotz stellenweise stark übertriebener Mimik ganz gut herüberbringen, verkommen die anderen mehr zu Grimassenschneidenden Statisten, die nur dazu da sind, die Hauptpersonen ins rechte Licht zu rücken.
Die Kameraführung ist zwar nicht sonderlich spektakulär oder innovativ, aber sie ist sicher zum gehobenen Standard zu zählen: Die wichtigen Dinge sind in der Mitte des Bildes, und in einigen wenigen Momenten hilft die Kamera sogar der Story auf die Sprünge. Ebenfalls schön zu sehen ist die Ansicht im Treppenhaus; hier wurde praktisch der kameratechnische Höhepunkt des Filmes erzielt.
Die Kulissen sind hingegen wie in Komödien üblich dazu da, bereits von vornherein eine unernste Stimmung zu erzeugen: Die typischen Vorstadtvillen, Schulen, in denen niemand unterrichten könnte und selbstverständlich riesige Häuser für Partys. Alles ist vorhanden, stets im Übermaß und persifliert.
Die Spezialeffekte erreichen eine besondere Kategorie; die des Nicht-vorhanden. Der einzige Effekt, wenn man ihn einmal so nennen will ist das Kaputtfahren von Joeys Auto durch Cat. Doch hierbei wurden keinerlei Aufsehenserregenden Effekte verwendet, man sieht eben eine Schramme…
Der Soundtrack besteht wie bei solchen Filmen üblich allein aus Songs, ob man die gut oder schlecht findet entscheidet hierbei natürlich der persönliche Geschmack. Meiner Meinung nach passen die Stücke ausnahmslos.
Schlussendlich der pädagogische Wert des Stücks. An sich lernt man aus diesem übertriebenen Mischmasch nichts, doch wenn man alles als eine einzige große Persiflage sieht könnte man wohlmeinend behaupten dass gezeigt wird, wie es nicht gemacht werden sollte und eine Zielvorstellung gegeben wird, was ja in unserer zwar Konsumorientierten, aber doch etwas ziellosen Welt sicherlich nicht verkehrt ist.

Fazit:
Gelungene Teenie-Komödie, die eineinhalb Stunden gut unterhält, jedoch auf neue Akzente verzichtet und auch sonst nichts bietet, an das man sich später noch erinnern würde.

Filminfo:
Originaltitel: Ten things I hate about you
Regisseur: Gil Junger
Darsteller: Julia Stiles, Joseph Gordon-Levitt, Larisa Oleynik, Larry Miller, Heath Ledgers
FSK: ab 6

Datenbank:0.0003 Webservice:0.0695 Querverweise:0.0015 Infos:0.0003 Verlag,Serie:0.0002 Cover:0.0000 Meinungen:0.0004 Rezi:0.0001 Kompett:0.0725

 

Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Kindisch)

Spannung:

(Langatmig)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Junger, Gil

Verlag:

Warner Home Entertainment

Erschienen:

Jul. 2002

Kritiker:

Helme

Typ:

DVD

 

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