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Gladiator

Scott, Ridley (Regie)

Rezension von Stefan Sasse

Maximus (Russel Crowe) ist der Tribun der Truppen des Nordens, betraut mit der Aufgabe, Germanien für das Imperium Romanum zu erobern. Nach Erfüllung dieser Aufgabe kommt der Sohn des Imperators, Commodus (Joaquine Phoenix) an, der jedoch nicht herrschen soll: An seine Stelle soll Maximus treten, als Nachfolger des alten Caesar Rom zur Republik zu machen. Doch Commodus lässt seinen Vater töten und sich zum Imperator ausrufen. Maximus verweigert ihm die Gefolgschaft und wird zum Tode verurteilt. Doch er kann entkommen, wird zum Sklaven, seine Familie getötet und er zum Gladiator ausgebildet. Mit seinen Kenntnissen kämpft er sich in der Rangleiter nach oben, um schließlich vor dem Imperator zu stehen und Rache zu nehmen…

Bewertungen:

Story:
Auf dem Papier wie auf dem Zelluloid sieht das ganze nach einem schönen Historienfilm aus. Doch kennt man sich mit der Materie aus, zeigen sich schnell gewaltige Fehler und eine historische Unkorrektheit, die ihresgleichen sucht. Prinzipiell ist das nicht schlimm, doch ein Film, der sich auf den Anspruch eines historischen Filmes stützt wird damit unglaubwürdig. Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, hat jedoch neben der beschriebenen Unkorrektheit ein weiteres gewaltiges Manko: Anscheinend wollte es sich Scott nicht nehmen lassen, Gut-Böse Schemata einzubauen. Es gibt „gute“ und „böse“ Gladiatoren, die in „Spartakus“ gezeigte Grausamkeit des Kampfes gegeneinander, gegen Freunde und Kameraden weicht der Grausamkeit von literweise Kunstblut. Gute Freunde und Kameraden wohnen in derselben Kaserne und kämpfen gemeinsam gegen gesichtlose Feinde von außen. Schade.

Kamera:
Die Kamerasequenzen sind ohne Fehl und Tadel: Tolle Fahrten, Übersicht ist immer gewährleistet und die aktuelle Szene wird immer voll eingefangen. Volle Punkte+1 in dieser Kategorie.

Darsteller:
Russel Crowe spielt den Maximus als schizophrene Persönlichkeit: Einerseits versucht er den kriegsmüden zu zeigen, andererseits brennt er jedoch auf Rache und schnetzelt sich gefühllos durch jeden Kampf. Diese Mischung ist recht unglaubwürdig und macht ihn genau so unglaubwürdig wie die Anführerrolle, die er völlig ungerechtfertigt innehat.

Kulissen:
Die Kulissen stammen zu mindestens 50% aus dem Computer, siehe also Spezialeffekte. Die restlichen wirken meist stimmig, wenn auch etwas überklischeetisiert. So ist Germanien matschig und verregnet, Spanien heiß und trocken, Italien heiß und trocken, sprich, die Landschaften wirken wie aus dem amerikanischen Reiseprospekt.

Spezialeffekte:
Die Spezialeffekte sind gut – Kunstblut und Kämpfe – bis erschreckend - Kulissen - , was einen äußerst seltsamen Kontrast darstellt. Die Computergenerierten Kulissen sind einfach grauenhaft, die Kämpfe genial, man fragt sich wirklich, ob das von zwei verschiedenen Abteilungen gemacht wurde.

Soundtrack:
Der Score von Hans Zimmer gehört klar zu den Besten, die sich finden lassen. Monumental, mystisch und traurig, die ganze Palette wird abgedeckt, zusätzlich eingängige Themen, kein Wunsch bleibt offen.

Lernfaktor:
Sei auf der guten Seite, dann gewinnst du.

Fazit:
Moralisch äußerst fragwürdig, historisch inkorrekt, teils grauenhafte Kulissen, dafür jedoch tolle Kämpfe, ein genialer Score und teils wunderschöne Ansichten unter einer tollen Kamera: Gladiator kämpft mit einem wahrlich zweischneidigen Schwert, und man ist hin und her gerissen zwischen Bewunderung und Verachtung für das Werk.

Filminfos:
Darsteller: Russel Crowe, Joaquine Phoenix
FSK: ab 12
Preis: 12,99€, als DVD

DVD-Features:
• Audiokommentar des Regisseurs
• Making Of
• Outtakes mit Regiekommentar
• Biographie Hans Zimmer
• Montage der besten Outtakes
• Produktionstagebuch
• Storyboard-Vergleich und Konzeptzeichnungen
• Bildergalerie
• Produktionsnotizen
• Biographien: Schauspieler und Filmteam
• Trailer

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung der Redaktion von www.lesehoehle.de. Die Lesehoehle beschäftigt sich mit Neuerscheinungen im Bereich der Fantasy und des Rollenspiels sowie der Online-Literatur.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Scott, Ridley

Verlag:

Columbia Tristar, München

Erschienen:

Nov. 2002

Kritiker:

Stefan Sasse

Typ:

DVD

 

Ridley Scott

 

Geboren wurde Sir Ridley Scott am 30. November 1937in South Shields, Großbritannien.
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