| |  | Mord auf der Leviathan  Europa Ende des 19. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund des klassischen Imperialismus mit seinen Entdeckungsreisen, seiner Goldgier und seinem Missionseifer spielt dieser Kriminal- und Abenteuerroman.
Unser Held, der junge russische Diplomat Erast Fandorin, begibt sich auf eine Schiffsreise gen Indien. An Bord des Luxusdampfers Leviathan trifft er auf eine illustre Gesellschaft. Persönlichkeiten verschiedener Nationalitäten aus Europa und Fernost treffen beim Speisen im Salon auf einander. Unter ihnen ein skurriler französischer Kommissar, der einen gefährlichen Raubmörder an Bord vermutet. Dieser soll jüngst in Paris einen bekannten Sammler orientalischer Altertümer beraubt und ihn mitsamt seiner Dienerschaft umgebracht haben. Bei der Aufklärung jenes Verbrechens und den Recherchen an Bord lässt sich der Kommissar allerdings nur allzu leicht auf falsche Fährten locken. Wäre da nicht Fandorin, würden Unschuldige verurteilt und die wahren Täter kämen letztlich ungeschoren davon.
Soweit die Handlung in Kürze. "Mord auf der Leviathan" ist ein durchweg spannendes Buch, das anschaulich und unterhaltsam geschrieben ist. Die Geschichte und die Wahl des Schauplatzes erinnern an Agatha Christies "Tod auf dem Nil". Interessant wird das Buch auch durch den Wechsel der Erzählperspektiven. Neben dem Erzähler lässt der Autor einzelne Passagiere zu Wort kommen: in Briefen, Tagebuchauszügen oder einfach in ihren Gedanken. Das lässt die Figuren plastisch werden und bringt immer wieder andere Sichtweisen ins Spiel.
Eure Meinungen:
| Es lohnt sich !!! [anton] |
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Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß mit unseren Seiten, Euer Redaktionsteam, Mai 2002 | | | Gesamt: | | (Extrem gut) | Anspruch: | | (Anspruchsvoll) | Spannung: | | (Spannend) | Brutalität: | | (Vertretbar) | |  | | Sprache: | Deutsch | Zeit: | 19. Jahrhundert | Serie: | Fandorin ermittelt | Autor: | Akunin, Boris | Verlag: | Aufbau, Berlin | Erschienen: | Jan. 2002 | Kritiker: | Britta | ISBN: | 3-746-61762-6 | ISBN(13): | 978-3-7466-176-6 | EAN: | 9783746617626 | Typ: | Taschenbuch | |  | | Der Moskauer Literaturwissenschaftler Grigorij Tschchartchischwilli schreibt in Anspielung auf den berühmten russischen Anarchisten unter dem Pseudonym Boris Akunin. Der Philologe, Essayist, Kritiker und Übersetzer aus dem Japanischem verdrängte mit seinen Büchern Viktor Pelewin von den Bestsellerlisten und avancierte schnell zum meistgelesenen Autoren Russlands [mehr] |  | | Erast Fandorin reiht sich nahtlos in die Liga der Gentlemen Detektive des ausgehenden 19. Jahrhunderts ein. Im zugleich dekadenten wie armen Rußland der 1870er macht sich der charmante junge Mann auf, merkwürdige Verbrechen aufzudecken. [mehr] |  | |