 | Das Reich der Rache (Fasar #3) Rezension von Nico Zorn Aus der Reihe "Das Schwarze Auge" Drei Nächte in Fasar 3
Immer Näher rückt der Reiter mit dem Edelstein besetzten Schild und Mahmud beginnt zu träumen - Träume von seinem Tod und dem Ende seiner Wanderschaft. Trotz allem will er sein Publikum nicht enttäuschen und die Geschichte zu Ende erzählen, vermutlich zum letzten Mal...
Melikae ist auf der Insel Abu Dschennas als Gefangene. Omars Wunden sind geheilt, doch hat er die Lebenslust verloren und wirft sich in den Krieg gegen die Al´Anfaner. Von Melikae bleiben ihm einzig und allein ein Brief, indem sie schreibt, ihre Liebe sei vergangen wie die Wüstenrose - und eine Rose, die auf ewig zu blühen scheint und ihre Worte Lügen straft.
Dennoch sieht Omar keine Möglichkeit, seine Sharisad wiederzufinden. Er gibt sich als Kasimit aus und gelangt schon bald nach Keft. Im Laufe des Krieges gewinnt er neue Freunde aus alten Feinden und steigt in der Gunst des neuen Kalifen Malkillah weiter auf, wird sogar zu seinem Streiter ernannt.
Doch Melikae findet er nicht und erst nach dem plötzlichen Tod des Patriarchen und dem späteren Ende des Krieges hat er überhaupt die Möglichkeit, nach ihr zu suchen.
Melikae inzwischen sieht sich immer mehr als Gefangene. Sie stimmte zu, bei dem Magier zu bleiben, damit dieser Omar heilte. Dennoch sind ihr seien Experimente zuwider. Abu Dschenna verwandelt Menschen in Schlangenähnliche Wesen und hat einen Pakt mit Erzdämonin Asfaloth geschlossen... In seiner Wut will er selbst die Sharisad, in die er sich verliebte, in eine Schlangenchimäre verwandeln, doch verwirft er den Plan im letzten Augenblick. Melikaes Liebe vermag er jedoch nicht zu gewinnen - ganz im Gegensatz zu seinem jungen Schüler, der eines Tages auf der Insel erschient...
Abu Dschenna scheint dahinzuschwinden, er wirkt alt und ermattet. Melikae fasst schließlich einen Plan: Omar muss schon lange tot sein. So will sie den Magier töten, wie ihr die verstorbene Sklavin Istima im Traum riet und mit dem Adepten fliehen...
Als Mahmud schließlich die Geschichte beendet zeigt sich, dass ihr wahres Ende noch in der Zukunft liegt - die sich jedoch noch in Fasar vollenden mag...
*Gelesen wurde die SONDERAUSGABE, welche alle 3 Bände der Trilogie zusammenfasst; es scheint jedoch als ob es keinerlei Änderungen gab. (Die ISBN ist die des Sammelbandes, ebenso der Preis, da die Einzelausgabe des 1. Teils nicht mehr verzeichnet ist.)
Die Geschichte ist gut zu Ende erzählt, es stellt sich keinerlei "Erschöpfung am Ende einer Serie" ein. Statt dessen vermischt sich das Leben Mahmuds nun mehr und mehr mit der Geschichte Omars und Melikaes, denn schon recht früh kommt der Reiter auch in dieser Form in der Geschichte vor und meine Vermutung seiner Identität wurde bestätigt. Ganz im Gegensatz zu der Identität Mahmuds, mit der ich daneben lag und die erst zum Schluss aufgedeckt wird.
Ein wenig Entsetzen, viel Spannung, wie es denn nun ausgehen soll und was Mahmud mit der Geschichte zu tun hat, ließen mich die 3. Nacht fast in einer einzigen solchen lesen. Zum Schluss macht Mahmud oder Hennen in der Erzählung nur einen Fehler: Omar wusste nie, wer Herr des Palastes ist, folglich konnte er ihn auch nicht suchen... bzw. erst später von ihm erfahren und ihn DANN suchen.
Insgesamt sind die "Drei Nächte in Fasar" nur wärmstens zu empfehlen!
Eure Meinungen:
| Drei Nächte in Fasar ist eines der besten Bücher die ich gelesen habe, ich war sehr überrascht das es so gute DSA-Romane gibt, echt klasse. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. [Stefan] |
| EInfach toll! noch was an die Redax: In der Buchkritik (s.o)wurde Persihan vergessen,das sollte mit einfließen. [Emanuel] |
| Fasar hatte es einfach grundschwer bei mir, und deshalb werde ich es kaum gerecht beurteilen. Das liegt weder an der Sprache, noch an den Figuren, noch an der von Hennen erzählten Geschichte, die nun wirklich ein originärer DSA-Stoff ist, alle diese Dinge gefielen mir, nein, dass Fasar trotzdem kein "gut" erhält, lag ganz einfach am Maßstab. Gegen die Erzählungen aus 1001 Nacht zu bestehen, ist IMHO so gut wie unmöglich, wenn man nicht gerade Salman Rushdie heißt. Und so bleibt auch Hennens schöne Lösung weit hinter der Quelle zurück. Wer die Erzählungen aus 1001 liebt, dem fehlen die vielfach ineinander verschachtelten Erzählebenen, die diese Sammlung ausmachen, die unterschiedlichen Töne, die unglaubliche Variation der Erzähltraditionen. Es war ein Wagnis, und Hennen hat eine gute DSA-Trilogie geschrieben, aber im Vergleich zur Sprachgewalt wie Aussagekraft der Quelle kann er IMHO nur verlieren. Dennoch, eine schöne Lektür für laue Sommerabende. Für eine Kampagne dagegen lohnt sich der Blick in die Sammlung selbst. [PiperQ] |
| Ich habe das Buch gekauft, und es war der beste Kauf seit langen!!! [Ariana] |
Datenbank:0.0011 Webservice:0.0703 Querverweise:0.1578 Infos:0.0008 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0001 Meinungen:0.0016 Rezi:0.0002 Kompett:0.2328 |  |