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Die unbekannte Macht

Hamilton, Peter F.

Rezension von Michael Matzer
Aus der Reihe "Armageddon"

Eine Space Opera der intelligenten Art. Wer dachte, diese Art von Science Fiction sei bereits ein Fall für die Mottenkiste, sieht sich angenehm überrascht. Der Brite Hamilton legt hier nach den "Mindstar"-Krimis eine sechsbändige Trilogie vor – jeder 1200-Seiten-Band wurde in der deutschen Ausgabe halbiert – die mit gescheiten Ideen, einem klar definierten Universum, einigermaßen glaubwürdigen und interessanten Charakteren sowie einer spannenden Handlung aufwartet: denn eben dieses Universum scheint dem Untergang geweiht.

Handlung

Im Jahr 2600 AD leben die Menschen über hunderte von kolonisierten Welten verteilt. Gentechnik hat die Grenzen der Natur ebenso gesprengt wie Nanotechnologie. Der Handel blüht, und die Konföderation der Welten sorgt mit ihrer Navy für Frieden und Sicherheit. In der Navy dienen vor allem Abkömmlinge der edinitischen Sekte, die sich vom christlich-jüdischen Weltbild der "Adamisten" verabschiedet hat. Ihre Schiffe sind mit ihren Piloten durch Tele- und Empathie, die sogenannte "Affinität", verbunden. Die Adamisten betrachten diese Verbindung zwischen KI-Technik und Mensch als abscheulich. Und doch sind es die Welten der Edeniten wie Tranquility, die am meisten vom Handel profitieren.

Tranquilitys Herrscherin ist die erst 18-jährige Ione. Sie verliebt sich in den feschen und unkonventionellen Raumfahrer Joshua Calvert und macht ihn zu ihrem Lover. Calvert ist die Hauptfigur des Romanzyklus, seine Abenteuer stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Er hat soeben seine ersten 7 Millionen Dollar verdient, indem er ein Alien-Speicher-Artefakt aus einer der Ruinenwelten der längst verschwundenen Aliens geborgen und nach Tranquility gebracht hat. Iones Forscher kommen anhand dieses Speichers dem Grund für die Flucht bzw. den Tod der verschwundenen Laymil auf die Spur – nur um zu erkennen, daß sich die Bedrohung wiederholen könnte.

Unterdessen auf der primitiven Kolonistenwelt Lalonde: Eine unbekannte Macht (Titel!) greift nach den Gehirnen eines rebellischen Sträflings und seiner Kumpane. Sie versetzt sie in die Lage, ein Schwarmbewußtsein aufzubauen, das sich virenhaft mit hoher Geschwindigkeit aus dem Hinterland Richtung Hauptstadt ausbreitet. Ohne es zu ahnen, nimmt Joshua Calvert den Anführer der Sträflinge, Dexter, als Passagier mit und hilft so dabei, die Seuche über den Rest des Universums zu verbreiten.

Fazit

"The Reality Dysfunction" ist eine gelungene Space Opera: ein breites, buntes Panorama einerseits, mit einer tiefen und detailliert geformten Entwicklungsgeschichte andererseits. Die relativ grimmige Handlung wird stets von den amourösen Eskapaden des Joshua Calvert aufgelockert. Aber dies ist kein barocker Schelmenroman, sondern die Geschichte einer tödlichen Bedrohung, die an die Dimensionen der besten Romane von A.E. van Vogt ("Black Destroyer") und Isaac Asimov ("Foundation"-Romane) erinnert, mit dem Unterschied, daß der neueste Stand der Wissenschaft berücksichtigt wird. Hamilton führt die Science Fiction nicht formal weiter, aber wenigstens hinsichtlich ein paar Ideen.

(c) Michael Matzer (www.matzer.de)

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Michael Matzer. Neben seiner Arbeit in der Welt der Datenverarbeitung schreibt Micheal Matzer professionell Rezensionen im Bereich der phantastischen Medien.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Armageddon

Autor:

Hamilton, Peter F.

Verlag:

Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach

Erschienen:

Jan. 1999

Kritiker:

Michael Matzer

ISBN:

3-453-07982-5

ISBN(13):

978-3-4530-798-3

EAN:

9783453079823

Typ:

Taschenbuch

 

Peter F. Hamilton

 

Peter F. Hamilton wurde 1960 in Rutland geboren und lebt heute noch immer in der Nähe von Rutland Water. 1987 begann er mit dem Schreiben, zuerst Kurzgeschichten, die er an verschiedene Zeitschriften verkaufte. Mit der SF-KRIMI-TRILOGIE um MINDSTAR Greg Mandel wurde er in England und Amerika über Nacht bekannt, hauptsächlich in der SF-Szene [mehr]

 

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