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Surrogates – Mein zweites Ich

Mostow, Jonathan

Rezension von Cronn

Eine Blu-Ray Kritik

Die Frage nach dem Mensch-Sein wird von der Science Fiction Literatur bereits seit geraumer Zeit gestellt. Die Antworten sind so unterschiedlich wie zahlreich und bilden aus dem Überblick gesehen ein wahres Kaleidoskop an faszinierenden Einblicken in die Denkhaltungen ganzer Schriftsteller-Generationen und deren Leser.
Während in den fünfziger Jahren des 20ten Jahrhunderts allgemein eine positive Sicht auf den Menschen und seine Fähigkeiten überwog, zeichnete sich am Ende dieses Jahrzehnts aber bereits eine Trendwende ab. Das Bewusstsein eines potentiellen atomaren Vernichtungskriegs blieb nicht ohne Wirkung, so dass die Autoren mehr und mehr die Beschäftigung mit dem Menschen per se in den Mittelpunkt des Interesses stellten.
Philipp K. Dick mag hier als derjenige Schriftsteller gelten, dessen Werk diese Beschäftigung mit philosophischen Grundfragen der menschlichen Existenz am deutlichsten widerspiegelt. Sein Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen“, der unter dem Titel „Blade Runner“ von Ridley Scott im Jahr 1982 verfilmt wurde, ist der beste Beweis dafür.
Doch auch heutzutage beschäftigen sich Autoren und Regisseure mit der Frage nach dem Mensch-Sein und künstlicher Intelligenz. Beredte Beispiele sind „A.I.“ von Steven Spielberg oder auch „I Robot“ von Alex Proyas.
Als neuestes Glied der Filmkette darf „Surrogates – Mein zweites Ich“ gelten. Unter „The Surrogates“ erschien eine Comic-Miniserie, die als Vorlage für den Film fungiert. Erdacht von Robert Vinditti und umgesetzt von Brett Weldele ist „The Surrogates“ eine Graphic-Novel erster Güte und ein Mega-Erfolg in den USA.
Nun hat im Jahr 2009 der Regisseur Jonathan Mostow den Stoff für die große Leinwand umgesetzt und kann mit berühmten Namen aufwarten. Mit dabei sind u.a. Bruce Willis und Radha Mitchell.
Am 22. Mai erscheint hierzulande die Blu-Ray Disc von „Surrogates – Mein zweites Ich“, welche zum Test vorlag.

Inhalt:
2054: Die Menschen kommunizieren nur noch über ihre „Surrogates“ – ferngesteuerte Roboterklone – miteinander, vollkommen isoliert und verlassen von der Außenwelt. Ein scheinbar perfekter Zustand, wäre da nicht eine mysteriöse Mordserie, die diese makellose Welt ins Wanken bringt. Dem Mörder auf der Spur, setzt FBI-Agent Tom Greer (Bruce Willis) in der wirklichen Welt sein Leben aufs Spiel, um das Rätsel zu lösen und die Morde zu stoppen. Dabei muss er auch gegen eine immer größer werdende Widerstandsbewegung ankämpfen. Wem kann er im Kampf Mensch gegen Technologie noch trauen?

Kritik:
Der Regisseur Jonathan Mostow hat bereits in „Terminator 3“ intensiven Kontakt mit künstlichen Menschen haben dürfen. Aber in seinem Werk „Surrogates – Mein zweites Ich“ setzt er sich gänzlich anders mit der Thematik auseinander.
Das Drehbuch besitzt durchaus Ansätze der Sozialkritik, die auch nicht im Action-Gewitter untergehen, doch von den Thriller-Elementen teilweise stark überdeckt werden. Aber gerade am Ende macht der Film dann doch noch einen Dreh hin zur ursprünglichen philisophischen und sozialkritischen Tendenz.
Mehr Anteil hat jedoch der Thriller-Part. In diesem Bereich ist „Surrogates – Mein zweites Ich“ ein ordentliches Filmstückchen, das vor allem Verschwörungsfilm-Fans zufrieden stellen dürfte. Von der Möglichkeit des Rollentauschs macht aber „Surrogates – Mein zweites Ich“ per se nur wenig Gebrauch.
Eingewoben in den Film ist auch eine Liebesgeschichte und zwar die von Tom und seiner Frau Maggie, die nach dem tragischen Verlust ihres gemeinsamen Sohnes sich völlig zurückgezogen hat. Es gelingt Jonathan Mostow sehr gut, diesen Subplot in den Film einzuweben, ohne dass er aufgesetzt wirkt.
Einen wesentlichen Anteil am Gelingen all der Elemente haben die Schauspieler, allen voran Bruce Willis als Tom Greer. Er verkörpert sowohl die Härte des Cops als auch die Verwundbarkeit des Ehemanns und Vaters in herausragender Weise. Auch seine Filmpartnerin Rosamund Pike darf man hier nicht unerwähnt lassen, deren Darstellung der Ehefrau von Tom auch überzeugt. Radha Mitchell darf als Polizistin Peters gut aussehen, ist aber ansonsten kaum schauspielerisch gefordert. James Cromwell als ehemaliger Konzernchef agiert auf gewohnt hohem Niveau.
Die Effekte von „Surrogates – Mein zweites Ich“ sind sehr gut gelungen. In einer Mischung aus herkömmlichen Special-Effects durch Make-Up und CGI-Unterstützung wird die Welt der Roboter glaubhaft umgesetzt. Die Nachbearbeitung der „Roboter“-Gesichter der Darsteller ist bewusst sichtbar gemacht durch einen Matt-Effekt und trägt viel zur Kraft des Films bei. Auch das „Einfrieren“ bei einem Stop der Roboter sieht man deutlich.

Extras:
Die Blu-Ray von „Surrogates – Mein zweites Ich“ enthält eine Reihe von Bonusmaterialien. Jonathan Mostow hat einen Audio-Kommentar gesprochen. Zudem gibt es zwei Hintergrund-Berichte: Der eine thematisiert die technische Seite der Surrogates, während der andere die Umsetzung des Comics beleuchtet. Zusätzliche Szenen werden ebenfalls gelistet und sind abspielbar, genauso wie eine Trailer-Vorschau und ein Musikvideo zum Film.

Fazit:
„Surrogates – Mein zweites Ich“ ist ein gelungener Film über eine potentiell mögliche Technologie, der dabei das Thriller-Element in den Vordergrund rückt und mit einem Schuss Sozialkritik, sowie einer Liebesgeschichte würzt.
Die überzeugenden Schauspieler-Leistungen sind hierbei genauso hervorzuheben, wie die nicht überzogenen Special-Effects. Das Drehbuch funktioniert ohne Längen und der Regisseur Mostow hat es kongenial umgesetzt.
Wer wieder einmal einen SF-Film mit dieser inhaltlichen Ausrichtung sehen möchte, ist mit „Surrogates – Mein zweites Ich“ gut bedient.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

Ton:

(Extrem gut)

Bild:

(Extrem gut)

Menüs:

(Extrem gut)

Ausstattung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Mostow, Jonathan

Verlag:

Disney

Erschienen:

Mai. 2010

Kritiker:

Cronn

Typ:

DVD

 

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