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Die Meister von Feuer und Stein

Hupperich, Gerd

Rezension von Larper
Aus der Reihe "Midgard"

Natürlich gab es schon Zwerge auf Midgard bevor irgendjemand anderes darauf wandelte. Nur leider waren die Informationen dazu bisher nur vereinzelt verfügbar und meist über andere Publikationen verstreut. Die Suche hat nun ein Ende. Mit vorliegendem Quellenbuch widmet sich der Autor dem kleinen Volk in einer Ausführlichkeit, die keine Wünsche übrig lässt.
Nur wer die Vergangenheit eines Volkes kennt, weiß um sein wahres Wesen. Daher beginnt der Quellenband mit einer ausführlichen Darstellung der Geschichte dieses alten Volkes auf Midgard. Chronologisch wird der Leser von den mythischen Anfängen der Zwerge über die dramatischen Kriege bis in die aktuelle Zeit geführt. Auf den mehr als 40 Seiten finden sich aber auch erste Informationen zu den Städten und Königen der Zwerge, die später im Buch thematisiert werden.
Als nächstes werden die verschiedenen Völkerschaften der Zwerge vorgestellt. Über ganz Midgard verteilt leben die unterschiedlichsten Zwergensippen. Sirao, Vesternesse, Huaxal und Lamaran werden zunächst nur kurz angerissen um dann ausführlich auf zehn Seiten auf die Zwerge von Dvarheim einzugehen. Neben einem kleinen geschichtlichen Abriss gibt es viele allgemeine Informationen zu den Königen aber auch Pflanzen und natürlich eine Beschreibung der wichtigsten Städte. Ergänzend dazu gibt es dann auch eine ganzseitige Karte des Gebietes. Genauso ausführlich wird danach das Gebiet der Zwerge im Artross vorgestellt.
Daran schließt sich das Kapitel über die Götter der Zwerge an. Jeder der vier Götter wird ausreichend bedacht. Sein Wesen wird kurz beschrieben und auch auf die Aspekte seiner jeweils dunklen Seite eingegangen, die dann in einem separaten Abschnitt nochmals vertiefend behandelt werden. Einige Hinweise zu Tempeln und Heiligtümer sowie dem zwergischen Begriff des Zhatrokh runden dieses kurze Kapitel dann ab.
Das Kapitel Zwergenwerk vereint die unterschiedlichsten Informationen zu den zwergischen Künsten. Beginnend mit den bemerkenswerten Bauwerken, die diese Meister des Steins errichten. Hierbei erhält man zu einigen Zwergenstädten Informationen, die teilweise einfache Wiederholungen aus dem Kapitel zu den Völkerschaften sind. Doch werden auch Straßen, Brücken und natürlich Häuser der Zwerge näher betrachtet. Wobei ein typisches Zwergenhaus mit Grundriss und weiteren Zeichnungen beispielhaft vorgestellt wird. Der Bergbau und die Berge mit ihren Schätzen und Gefahren nehmen dann naturgemäß wieder einen größeren Raum ein, bevor ebenfalls sehr ausführlich auf die Metalle und ihre Verarbeitung eingegangen wird. Danach werden die Grundbedürfnisse eines Zwergs betrachtet. Erstaunlicherweise beginnt dies nicht mit Speise und Trank sondern mit dem Horten eines Schatzes, erst danach folgen die leiblichen Genüsse, denen die Zwergenvölker natürlich auch frönen.
Dass ein Zwerg nicht nur mit beiden Beinen fest im Leben steht sondern auch Muße und vor allem Spaß und Spiel mag, erfährt man auf unterhaltsame Weise im Kapitel über das Zwergenleben. Ebenso haben Kleidung, Barttracht sowie zwergische Namen hier ihren Platz gefunden. Neben Recht und Gesetz erfährt man auch so einiges über die Wichtigkeit der zwergischen Sippen und des zwergischen Zusammengehörigkeitsgefühls. Sprache, Schrift und Kalender werden nur in ihren Grundzügen angerissen und nicht weiter ausgeführt.
Im Kapitel über die Zwergennachbarn erfährt man vieles über die Kreaturen, mit denen es die Zwerge am häufigsten zu tun haben. Hier kann man einiges über das Verhältnis zu Drachen, Thursen und Riesen erfahren. Und auch über Schatten- sowie Dunkelzwerge und die Kobolde kann man (meist unerfreuliches) lesen. Die Berggnome werden als treue und alte Begleiter auf sechs Seiten etwas ausführlicher vorgestellt. Da die lange Geschichte der Zwerge reich an Kämpfen und Kriegen war, wird auch auf diese Dinge gesondert eingegangen.
Im Kapitel zu Zwergenmagie wird nur wenig über die Hintergründe erzählt dafür aber umso mehr Zaubersprüche aufgelistet, deren Werte in Form des Arkanums angegeben werden. Ebenso werden zwergenspezifische Zauberrunen in gleicher Art aufgelistet. Für die normalen Runen, die auch von Zwergen verwendet werden können, wird dann allerdings auf das Quellenbuch zu Waeland verwiesen. Im Thaumaturgium schließlich finden sich die Beschreibungen von einfachen Zaubermitteln bis hin zu schier unfassbar mächtigen, magischen Artefakten. Ringe, Musikinstrumente, Waffen, Rüstungen und viele weitere Dinge wecken hier nicht nur Begehrlichkeiten bei Zwergen. Welcher Abenteurer würde sich kein hauchdünnes aber nie reissendes Seil wünschen oder aus einem immervollen Krug trinken wollen. Doch Vorsicht, jedes magische Kunstwerk kann auch seine Tücken haben.
Im Bestiarium werden neben einigen bergtypischen Varianten bereits bekannter Kreaturen auch einige Besonderheiten wie der Meltrokar oder die Zitzenmorri jeweils mit Text und spieltechnischen Werten aufgelistet.
Spielrelevante Daten spielen dann auch im Kapitel der Zwergenabenteurer eine große Rolle. Dabei sind es gar nicht so viele zwergische Fertigkeiten (nur fünf) die vorgestellt werden. Ebenfalls ganz kurz wird der Runenmeister als Charakter vorgestellt. Dazu gibt es dann noch Listen mit dem Allgemeinwissen der Zwerge sowie ergänzende Berufslisten, Lernkosten der Zauberrunen, allgemeine Fertigkeiten und einige Daten mehr. Den Aufzählungen zum Runenmeister folgen dann Erläuterungen zu weiteren elf Abenteuern, die stichpunktartig abgehandelt werden. Dem schließen sich zehn auf Zwergenverhältnisse abgestimmte Lehrpläne an, wobei hier natürlich auch der Runenmeister vertreten ist.
Ein ausführlicher Quellennachweis sowie ein dreiseitiger Index schließen das Buch ab.
Der Text ist durchgehend mit Sagen und Anekdoten gewürzt. Einerseits macht es die rein informativen Abschnitte besser lesbar. Andererseits muss man sich einige Informationen so über weite Teile des Buches mitunter zusammen suchen. Man sollte also zumindest das Buch einmal komplett gelesen haben, um eine ungefähre Vorstellung von den vielfältigen Möglichkeiten zu haben. Doch gerade dies ist für einen Quellenband ein manchmal mühsames Unterfangen wovon auch das vorliegende Buch nicht ausgenommen ist.
Gerade der Abschnitt Zwergenwerk ist in starkem Maße am realen Bergbau orientiert und erfordert daher von einem nicht am Bergbau Interessierten ein besonderes Maß an Durchhaltewillen, wenn man sich ausführlicher mit diesen Dingen im Rahmen eines Rollenspiels beschäftigen möchte.
Außer den allgemeinen Beschreibungen der Städte werden zwar auch manchmal wichtige Details beleuchtet, allerdings nie in einer Ausführlichkeit, die einer sofort im Spiel einsetzbaren Ausarbeitung gleichkommt. Dies lässt einerseits mehr Spielraum für eigene Ideen. Allerdings wäre zumindest ein schönes, ausführlicheres Beispiel (zum Beispiel eine kleinere, unbedeutende Binge oder Zwergenstadt) als Anregung wünschenswert gewesen.
So ausführlich die zwergische Historie behandelt wird hätte man sich gerade zum Glauben der Zwerge noch einige ausführlichere Informationen gewünscht, der demgegenüber eher kurz gehalten ist.
Die Ausführungen zum Leben der Zwerge sind eine schöne Bereicherung für alle Spieler eines Zwergs, können sie ihrer Figur doch mit diesem Dingen bedeutend mehr Charakter verleihen. Wer noch tiefer in die Welt der Zwerge einsteigen möchte, kann dies mit dem gleichnamigen Ergänzungsband tun.
Fazit: Insgesamt ein gelungener Quellenband zu den Zwergen Midgards. Die Fülle an Material ist erdrückend. Bestimmte Details, wie zum Beispiel das Leben der Zwerge oder von ihnen geschaffene Kunstwerke lassen sich ohne weiteres sofort im Spiel einsetzen. Andere Dinge, wie die Zwergenstädte, stellen nur Anregungen dar bedürfen einer weiteren Ausarbeitung. Da einige Informationen etwas verstreut im Buch zu finden sind, muss man sich aber (trotz Inhaltsverzeichnis und Index) gut auskennen, um sofort alle relevanten Stellen zu finden.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Langatmig)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

Aufmachung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Midgard

Autor:

Hupperich, Gerd

Verlag:

Verlag für F&SF-Spiele

Erschienen:

Okt. 2009

Kritiker:

Larper

ISBN:

3-924-71492-4

ISBN(13):

978-3-9247-149-5

EAN:

9783924714925

Typ:

Quellenband

 

Gerd Hupperich

 

Gerd Hupperich ist Jahrgang 1969 und erhielt eine Ausbildung als Bibliothekar.
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Midgard

 

MIDGARD ist benannt nach alter germanischer Mythologie, aber die Spielwelt Midgard ist insgesamt eine äußerst ungermanische Spielwelt, ein buntes Nebeneinander unterschiedlichster Kulturen in einem ganz eigenen Kontext.
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