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Drachen - Kampf der Giganten

Ubisoft Quebec

Rezension von Reigam
Aus der Reihe "Kampf der Giganten"

Vor gut einem Jahr, im Oktober 2008, brachte Ubisoft das NDS Modul "Kampf der Giganten - Dinosaurier" an den Start. Ein spannendes, gerade im Multiplayer, schön gemachtes Action / Geschicklichkeits Game, dazu noch eine Prise Life-Sim, sprich eigene Dinos erstellen und fertig war der Überraschungshit.
Ubisoft wäre nicht so erfolgreich wenn Sie dass einfach so zur Kenntnis genommen hätten, natürlich wurde augenblicklich ein Nachfolger geplant und Heureka! Oktober 2009 "Kampf der Giganten - Drachen" steht in den Regalen. Wieder exklusiv für Nintendos "kleine" DS, aber doch mit mehr Veränderungen als man zunächst annehmen könnte.

Verpackung
Schon beim auspacken macht sich ein breites Grinsen im Gesicht breit. Neben den üblichen Beilagen, befinden sich zusätzlich 15 schicke Sammelkarten in der Modulbox. Damit könnte man zum Kartenduell gegeneinander antreten, falls ein Kumpel zur Hand ist, oder durch Code – Eingabe (auf einigen Karten) seinen virtuellen Drachen stärken, ein tolle Idee!

Story
Beim Spielstart sehen wir, für NDS Verhältnisse, ein langes und sehr gut gemachtes Intro. Der älteste der alten Drachen erzählt uns, dem jüngsten der Jungdrachen, die Geschichte unserer Rasse. Mit dem Volk der Menschen liegen wir seit Jahrhunderten im Krieg, Sie haben uns bis an den Rand der Ausrottung getrieben. Als letzte Chance die Drachen zu retten, verbünden sich die edlen Ebebu und die bösen Salmu Drachen um mit vereinten Kräften eine eigene Welt zu erschaffen. Mithilfe der vier Energien: Feuer, Wasser, Eis und Wind wird die Drachenwelt Tammabukku geboren. Nun war die Gefahr der Ausrottung gebannt, doch Ninnurtu, Fürst aller Drachen, hatte dabei seine Kräfte fast völlig verbraucht. Diese Gelegenheit ließen sich die bösen Salum-Drachen nicht entgehen und stahlen die Drachenjuwelen, die Quelle der geheimen Drachenkräfte. Mit dieser Macht kontrollierten die Salum Drachen fortan Tammabukku und stürzten unsere Welt in ein Chaos. Als letzter der edlen Ebebu Drachen ist es unsere Aufgabe alle vier Element - Ländereien zu befreien und den Frieden wieder herzustellen.

Das Spiel
Im Spiel verkörpern wir natürlich den jungen, hoffnungsvollen Ebebu Drachen. Anfangs stehen uns nur wenige optische Veränderungen zur Auswahl und wir müssen mit einem Eisdrachen beginnen. Im weiteren Spielverlauf schalten wir nach und nach alle Optionen frei und können uns als Feuer, Wind oder Erddrache versuchen was nicht nur äußerliche Auswirkungen hat.
Eisdrachen sind zum Beispiel stark in der Defensive und können sich selbst heilen, Feuerdrachen dagegen sind mächtige Angreifer und an Kampfkraft allen anderen Arten weit überlegen.

Die Wahl des Elements ist aber nur die Spitze des taktischen Eisbergs.
Viel wichtiger sind die erkämpften Juwelen die sich an 5 verschiedenen Körperstellen: Klauen, Kopf, Schwanz, Odem und Flügel einbauen lassen und sehr unterschiedliche Auswirkungen haben.
Die Juwelen selbst gibt es wiederum in den Ausführungen:
Erde, Feuer, Wasser, Wind und Gold. Reichlich Platz für taktische Überlegungen der Art, "alles auf Angriff oder doch Heilzauber mit einbauen?"
Mehr eine nette Spielerei ist die Möglichkeit seinen Drachen auch äußerlich immer weiter zu verändern. Es macht zwar keinen Unterschied ob er große blaue Flügel oder kleine, zerfetzte Rote hat, trotzdem erwischt man sich selbst immer wieder beim "nur mal schauen" Umbau in der Drachenhöhle.

Echtzeit ersetzt Runde
Sehr geschickt werden wir an die Bedienung und die taktischen Möglichkeiten heran geführt, Altdrache Ninnurtu erzählt einfach weiter und trainiert dabei unsere Fähigkeiten. Diese Art von "verstecktem" Tutorial versetzt uns in die Lage auch ohne Handbuch Studium direkt einzusteigen, nervt aber auch an einigen Stellen etwas, weil die Erzählung = das Spiel erst weiter geht wenn eine Übung geschafft wurde. Jede neue Errungenschaft wird ausführlich erklärt, getestet und steht uns erst dann wirklich zur freien Verfügung, gut gemeint aber teilweise doch zu langatmig geraten.

Für Kenner des Dino Vorgängers sieht die Spielwelt zunächst sehr vertraut aus. Jedes der vier Elemente entspricht einer Region mit typischen dort vertretenen Drachenarten als Gegner. In einer Übersichtskarte sieht man diese Welt von oben und kann sich darin frei bewegen, zunächst per pedes, später sogar fliegend durch die Lüfte. Jede Region ist in kleine Teilabschnitte aufgeteilt die nacheinander frei gekämpft werden müssen, bis man schließlich dem finalen Bossgegner gegenüber steht. Dieser vertraute Anblick ändert sich schlagartig wenn es zum ersten Kampf kommt, waren die Dinos noch gemütlich und alles ging der Reihe nach, erweisen sich die Drachen anfangs als hektisch und fast schon frustrierend schwer. Nach dem Feindkontakt schaltet die Ansicht um auf die seitlich schräge Ansicht eines rituellen Schlachtfeldes, kurz gesagt ein Kampfkreis mit verschiedenen Angriffs und Verteidigungszonen.
Ohne lange Vorrede geht es direkt zur Sache, wer nicht aufpasst und schnell mit dem Stylus auf eine der 6 Zonen klickt oder sich in die Lüfte erhebt, sieht sich einem gegnerischen Angriff ausgesetzt und kann nur noch versuchen den Schaden zu reduzieren. Schaden reduzieren heißt hierbei die von Angreifer gezeichneten Verbindungslinien wieder zu löschen. Kaum vom ersten Schlag erholt und noch etwas orientierungslos bekommen wir einen zweiten, dritten Angriff verpasst und liegen ohnmächtig am Boden, schneller als wir "Pausentaste" sagen können.

An dieser Stelle hat Ubisoft das komplette Kampfsystem umgekrempelt!
War bei den Dinos noch (Runden)Taktik und Geschick beim nachzeichnen komplexer Figuren gefordert, glänzen die Drachen mit Schnelligkeit und simplen Punkt zu Punkt Verbindungen. Ein typischer Angriff läuft ungefähr so ab:
Der Countdown läuft runter, mit dem Touchpen tippen wir auf ein Angriffsfeld und bewegen Ihn dann blitzschnell in Richtung feindlichen Drachen, je nach Position greift unser Drache mit Schwanz, Klauen oder Kopf an. Haben wir unseren Kontrahenten getroffen richten wir zunächst nur relativ wenig Schaden an, haben aber die Wahl einen Juwelenangriff zu starten oder Diese für einen "Superangriff" aufzuladen. Bei einer normalen magischen, nichts anderes sind ja die Juwelen, Attacke verbinden wir drei Punkte unter Zeitdruck und bewirken weiteren Schaden. Ganz anders sieht es aus wenn wir einen "Superschlag" starten, je nach Juwel (Spruch) und Schnelligkeit der Verbindungen, reicht ein einziger Angriff und der Feind geht in die Geschichte ein. Das gesamte Tempo bei den Kämpfe hat deutlich an Geschwindigkeit und Dynamik zugelegt, der Geschicklichkeitspart (malen) wurde im Gegenzug drastisch vereinfacht und hat jetzt etwas vom "Haus des Nikolaus" Niveau.
In der Redaktion scheiden sich hier die Geister, ähnlich den Grundfesten Rundenkampf vs. Echtzeit Strategie am PC... Geschmackssache.

Mehrspieler
Wenn irgendwann, nach gut 20 – 30 Spielstunden, alle Juwelen erobert sind und die Drachenwelt Tammabukku glückliche Zeiten entgegen sieht, schaut man sich natürlich nach weiteren Betätigungsfeldern um. Highlight waren beim Vorgänger die Mehrspieler Partien, fast noch beliebter als das eigentliche Spiel selbst. Zum Glück haben dass auch die Verantwortlichen von Ubisoft erkannt und spendieren den Drachen ebenfalls zwei Multiplayer Optionen.
Das schnelle "Drachen-Duell", ein Zweikampf gegen den gespeicherten Drachen des Kumpels, frei nach dem Motto "es kann nur Einen (Besten) geben!"
Deutlich aufwendiger ist ein komplettes "Drachen-Turnier" hier treten gleich vier Spieler gegeneinander an. In Einzelkämpfen "jeder gegen jeden" werden Siegespunkte verteilt, in Abhängigkeit von den verbleibenden Lebendspunkten, wer hoch gewinnt darf sich auch mal eine knappe Niederlage leisten und kann doch noch Gesamtsieger werden.
Optional kann man auch ein Schiedsrunden Turnier vereinbaren, was bedeutet der Spieler der eine Runde gewinnt, nimmt seine verbleibende Gesundheit mit in den nächsten Kampf.
Toll ausgedacht!
In der Redaktion hatten wir beim testen extremen Spaß mit dieser Sonderregel, wenn plötzlich ein Drache mit der doppelten Anzahl Leben die Arena betritt, weil der letzte Gegner Fallobst war.... da kommt Freude auf ;)

Nicht ganz unerwähnt lassen möchten wir eine dritte Möglichkeit, das Einzelkarten Spiel. Bei dieser Variante können bis zu drei weitere DS Besitzer mitspielen OHNE das Modul selbst zu besitzen. Dann allerdings nur mit vorgefertigten Standart-Drachen und natürlich ohne die Möglichkeit des abspeichern, was dem Ganzen etwas die Motivation nimmt. Zum reinschnuppern aber ideal, doch Vorsicht! Das Ganze kann sehr schnell süchtig machen.

Fazit:
Vom Umfeld, der Geschichte und der wunderschönen Aufmachung her gleichen sich "Kampf der Giganten" Dinosaurier (2008) und Drache (2009) sehr... die Drachen sind vielleicht sogar noch einen Tick hübscher und bringen die DS mit Sicherheit an den Rand Ihrer technischen Möglichkeiten.
Ubisoft macht dann jedoch etwas was für viele andere Serien tödlich wäre, Sie verändern das Kampfsystem, sprich das komplette Spiel an sich. Bei den Dinos musste gezeichnet werden, unter Zeitdruck und möglich exakt, die Drachen klären dass vorher im Kampfkreis, anschließend die 4, 5, 6 Punkte verbinden ist keine große Sache mehr. Wem das egal ist oder wer sich sogar über diese "Echtzeit" Umstellung freut, hat hier eines der besten Kampfspiele 2009 vor sich, etwas sehr in Richtung Fantasy ausgerichtet, aber toll gemacht und mit einer durchaus spannenden Hintergrundstory. Als Sahnehäubchen glänzt das Spiel mit einer Superausstattung, einer eigens angelegten Webseite... für NDS Spiel keine Selbstverständlichkeit und einem genialen Mehrspieler Part. Dafür gibt es von mir die volle Punktzahl! ( 6 Sterne, 3 Juwelen, 1 Meteor :)

ab 6 Jahre freigegeben


Screenshots:
Drachen - Kampf der Giganten (Nintendo DS)

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Copyrights Screens by Ubisoft

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Datenbank:0.0009 Webservice:0.0904 Querverweise:0.0057 Infos:0.0006 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0028 Meinungen:0.0004 Rezi:0.0001 Kompett:0.1016

 

Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Schwierigkeit:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Jugendfrei)

Grafik:

(Extrem gut)

Sound:

(Gut)

Spieltiefe:

(Gut)

Steuerung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Tammabukku

Serie:

Kampf der Giganten

Autor:

Ubisoft Quebec

Verlag:

Ubisoft

Erschienen:

Okt. 2009

Kritiker:

Reigam

Typ:

Computerspiel

 

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