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The Call 3 Final

Asou, Manabu

Rezension von Cronn

Die Filmreihe „The Call“ hat in Asien einen hervorragenden Ruf als Horror-Serie. Dies liegt vor allem daran, dass hier ein moderner Mythos rund um einen Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs geschaffen wurde, der in sich stimmig wirkt.
Mit „The Call“ und „The Call 2“ gelang den Filmemachern ein Coup, der ansonsten kaum zustande zu bringen ist – sie haben eigenständige und für sich genommen innovative Filme gemacht, ohne beim zweiten Teil das Potential zu verschenken oder gar sich des Erbes zu entledigen. Wie wird dies beim dritten Teil sein, der nun erschienen ist?
Die DVD-Schmiede „3L“ bringt „The Call 3 Final“ hierzulande auf DVD heraus. Doch was ist der Inhalt der Serie und wie schlägt sich der dritte Teil?

Hintergrund und Inhalt von „The Call 3 Final“:
Zum Hintergrund der Serie müssen einige Vorbemerkungen gemacht werden. Im fernöstlichen Raum ist der Glaube an Geister und ihre bösen Absichten tief im Volksglauben verwurzelt. Besonders weiblichen Gespenstern wird eine intensive negative Kraft nachgesagt. Von daher ergibt es sich, dass die Geister in asiatischen Horror-Filmen zumeist Frauen sind. Dass sie lange schwarze Haare haben deutet ebenso in die Tradition des asiatischen Raums.
Bei „The Call“ wurde die Legende vom Fluch, der einen Menschen aus dem Jenseits treffen kann, in herausragender Weise umgewandelt und modernisiert. Hier trifft im ersten und zweiten Teil der Serie die Menschen der Fluch durch eine Handy-Nachricht. Der Verfluchte hört (und manchmal – sieht er sich auch) sich selbst, und zwar die letzten Sekunden seines Lebens, ehe ihn der Fluch ereilt und er dahingerafft wird.
Im dritten Teil der Serie wird das Motiv etwas abgewandelt, da hier der Fluch durch eine noch lebende Person geschickt wird. Die Filmemacher verweben hier die Motive sehr gut miteinander.
Zum Film selbst (Vorsicht – Spoilergefahr): „The Call 3 Final“ spielt die meiste Zeit in Korea. Eine japanische Schulklasse macht dorthin ihre Klassenfahrt. Die Schülerin Asuka ist nicht mit dabei. Sie wurde von ihren Mitschülern dermaßen gehänselt, dass sie sich selbst umbringen wollte und nun im Koma liegt.
Sie schickt nun ihren gemeinen Kameraden/innen böse Fluchnachrichten per Handy. Einen nach dem anderen ereilt das böse Schicksal. Doch die Schülerin Emily will mithilfe ihres koreanischen Freundes das Schicksal aufhalten.

Kritik:
„The Call 3 Final“ erweitert die Legende, welche die beiden Vorgänger gewoben haben und bringt Eigenständiges mit an Bord. Die fluchbeladenen Nachrichten können nun ein Mal weiterversandt werden, dann trifft der Fluch den nächsten. Dies hat zur Folge, dass sich die Mitschüler mehr und mehr gegeneinander wenden. Zwietracht und Heimtücke ist somit zwischen die Klassenkameraden gesät.
Die schauspielerischen Leistungen sind ordentlich. Die jugendlichen Schüler sind zwar allesamt blutjung und wirken wie von der Casting-Session herbeizitiert, erledigen aber ihre Arbeiten sorgfältig. Man nimmt den Schaupielern ihre Rollen zu jeder Zeit ab. Es gibt auch keine Fälle von Overacting.
Die Kameraführung und Beleuchtung ist ebenfalls tadellos, so dass man von einer sauberen Produktion sprechen kann. Im Bereich des Drehbuchs sind auch wenig Schwächen auszumachen, doch bei der Dramaturgie hängt es hier und da. Dies liegt aber am Timing.
Die Gruselszenen sind vorhersehbar. Dies macht sie etwas weniger unheimlich, vor allem, wenn man schon einige Asia-Horror-Streifen gesehen hat. Die Gesamtatmosphäre ist dennoch gelungen und dicht. Gerade in Szenen, in denen der Film nicht unheimlich wirken möchte, wie beispielsweise auf dem Markt, entsteht eine Atmosphäre der Fremdheit und der Verstörung.

Bonusmaterial:
An Zusatzmaterialien wurde bei „The Call 3 Final“ etwas gegeizt. Es existieren einige Trailer zum Hauptfilm und dazu noch eine Trailershow anderer Filme von 3L. Eine Bildergalerie zu „The Call 3 Final“ existiert noch zusätzlich.
Leider ist somit weder ein Making-Of, noch Interviews oder dergleichen auf der silbernen Scheibe zu finden.

Fazit:
„The Call 3 Final“ – das hört sich nach Abschluss der Serie an. In der Tat wäre es nun gut einen Abstrich unter die Serie zu ziehen, denn „The Call 3 Final“ bietet dem Horror-Enthusiasten gute Unterhaltung, aber auch Unterhaltung, die durchaus repetetiv ist. Vieles kennt man schon, auch wenn es gut dargestellt wird.
Somit eignet sich „The Call 3 Final“ für einen angenehmen Filmabend mit Asia-Horror-Freunden. Aber damit sollte es gut sein. Die Idee ist eigentlich ausgereizt, ein vierter Teil kann nur noch dem Franchise schaden.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Leichte Kost)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

Ton:

(Mittel)

Bild:

(Gut)

Menüs:

(Gut)

Ausstattung:

(Mies)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Asou, Manabu

Verlag:

3L Film GmbH & Co. KG

Erschienen:

Sep. 2009

Kritiker:

Cronn

Typ:

DVD

 

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