 | Gefährliches Wiedersehen Rezension von Wiebke „Gefährliches Wiedersehen“ ist das dritte Buch des Autors Ian McDowall aus der Reihe um das Ermittlerduo Detectiv Chief Inspector Jacobson und Detectiv Sergant Kerr, das in Deutschland erschienen ist. Der Autor Ian McDowall, in Schottland geboren, lebt heute in Worcester, den englischen Midlands, wo sich auch die fiktive Stadt Crowby befindet, in der er seine Romane spielen lässt. Als der Einbrecher Geordie bei einem seiner Beutezüge den Universitätsprofessor Roger Harvey tot am Boden liegend vorfindet, bekommt er einen gehörigen Schreck. Umschwärmt von einer Horde Fliegen, bildet dessen lebloser Körper keinen netten Anblick mehr und so entschließt sich Geordie, trotz allem Wenn und Aber, die örtliche Polizei zu informieren. Doch diese tut sich zunächst schwer. Zwei Tage liegt der Tote bereits in seiner Wohnung, genug Zeit für den Mörder, seine Spuren zu verwischen. Weder Harveys ab und zu wechselnde weibliche Bekanntschaften, noch seine arbeitsbedingten Kontakte, lassen auf ein plausibles Motiv schließen. Erst die Befragung der Hausbewohner bringt eine Unregelmäßigkeit ans Licht und damit den Stein ins Rollen. Vergeblich suchen die ermittelnden Beamten nach dem Programmierer Mitchell, ein Nachbar und guten Bekannter von Roger Harvey. Trotz vielfacher Bemühungen ihn aufzufinden, bleibt dieser spurlos verschwunden. Ein Anhaltspunkt bietet sich, als Jacobson und Kerr erfahren, dass die Leiterin des Frauenhauses, Laura Gregory, in der Vergangenheit mit Harvey und Mitchell ein Verhältnis gepflegt hat. Aus den ihnen vorliegenden Akten können die Beamten entnehmen, dass Laura Gregory öfter als einmal in ihrem Leben auffällig geworden ist. So gab es einen Vorfall, bei dem sie eine Polizistin während einer Demonstration niedergeschlagen hat, weil ihr es nicht gelang, ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten. Ein weiteres Vergehen ereignete sich in einer Gaststätte, in welcher sie den Universitätsprofessor Harvey mit einem Messer bedrohte. Als dann auch noch ihr Alibi platzt, drängt sich immer mehr die Frage in den Vordergrund, was hat diese Frau mit dem Tod des Universitätsprofessors Roger Harvey zu tun? Doch auch der verschwundene Nachbar hat einige unsaubere Geschäfte am Laufen und bleibt somit im Visier der Polizisten. Letztendlich müssen Jacobson und Kerr noch einige Ermittlungsarbeit leisten, bis es ihnen gelingt, den Mörder von Roger Harvey dingfest zu machen. Ian McDonald hat mit „Gefährliches Wiedersehen“ einen Kriminalroman geschrieben, der ein eher düsteres Bild des heutigen Englands zeichnet und ein wenig an die skandinavischen Krimis a la Mankell erinnert. Mit einer gehörigen Portion Kritik bewegt er sich an den sozialen Brennpunkten der Gesellschaft, dort, wo er auch seine Figuren agieren lässt. Schade ist es, dass sich der Autor bei der Darstellung der Ermittlungsarbeiten zu sehr im Detail verstrickt und es demzufolge nicht schafft, einen durchgängigen Spannungsbogen aufzubauen. Seine Figuren kommen teilweise einseitig und farblos daher. Lediglich den beiden ermittelnden Beamten haucht er etwas Leben ein. So stellt er den geschiedenen Chief Inspector Jacobson als einen vereinsamten Sonderling kurz vor der Pensionierung dar, der in seiner Freizeit gerne Philosophiebücher liest. Oder involviert einen Handlungsstrang mit den als kritisch zu bezeichnenden Eheproblemen des Detective Sergeanten Kerr, welcher aber wenig Platz im gesamten Geschehen einnimmt. Sollte der Leser also aufgefordert werden, eine der beiden Ermittler genauer zu beschreiben, werden die Ergebnisse recht unterschiedlich ausfallen. Denn weder zu einer Beschreibung der körperlichen Eigenschaften noch zu der umfassenden Ausarbeitung der Charaktere, konnte sich der Autor durchringen. Schade eigentlich, denn der Plot ist gut durchdacht und besitzt viel Potential für einen mehr als durchschnittlichen Krimi. Der Leser also, der einen soliden englischen Krimi bevorzugt, der nicht vordringlich von spannungsgeladenen Elementen lebt, sondern auf einer gut inszenierten Milieustudie basiert, ist mit diesem Buch gut beraten. Alle anderen sollten sich erst einmal ein paar Seiten zu Gemüte führen, bevor sie sich für dieses Buch entscheiden.
Eure Meinungen:
| Sehr interessante Ausffchrungen, dckaesnhf6n. In dem von Ihnen geschilderten Fall fallen die Erstattungsansprfcche aus Schadensersatz, UWG und GoA tatse4chlich auseinander im Regelfall behandeln die Gerichte die drei Anspruchgrundlagen ja gleich. Das Merkmal berechtigt aus a7 Abs. 1 S. 2 UWG wird dann gleich zur Pflicht des Gesche4ftsherrn aus a7 BGB ausgelegt. Ensprechend wirkt im Schadensrecht normalerweise die ade4quate Kausalite4t. Nicht aber hier: Die Anwaltskosten fallen tatse4chlich unabhe4ngig von der Wirksamkeit der Abmahnung an.Sie sagen leider nichts zu der Frage, ob Abmahnungskosten fcberhaupt aus Schadensersatz erstattungsfe4hig sind. Zumindest ffcr wettbewerbliche Abmahnungen we4re m.E. a7 UWG lex specialis.Streiten liedfe sich auch darfcber, ob das Verschicken einer unwirksamen Abmahnung noch wie vom BGH in ste4ndiger Rechtsprechung gefordert zweckme4dfig ist.Ich denke aber, die Zurfcckweisung einer Abmahnung wegen fehlender Vollmacht ist meist sowieso eher taktisch als rechtlich motiviert: Der Abgemahnte kauft sich etwas Zeit. Und das kann er unter Berufung auf a7 BGB mit Fug und Recht tun das bezweifeln Sie ja auch nicht. [UiBPcEVe] |
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