Tage des Mondes Melhorn, AndreasRezension von nemo Aus der Reihe "Cthulhu" Das dritte Abenteuerband des Cthulhu Ablegers Der Hexer von Salem heißt Tage des Mondes und stammt aus der Feder von Andreas Melhorn. Schon das Cover zeigt, dass man hier nicht mit einem typischen Cthulhoiden Machwerk zu tun hat, denn statt Tentakeln und unbeschreiblich schreckliche Wesen aus den Tiefen, gibt es einen klassischen Dämonen, samt Ziegenkopf und Hörner. Das Softcover Heft hat 42 schwarz-weiß Seiten und kommt in der gewohnt guten Qualität der deutschen Cthulhu Produkte daher, auch wenn es bei den Bildern einige Ausreißer gibt. Der Preis von 9.95 Euro ist dem Produkt angemessen. Nach einer Kurzgeschichte von Wolfgang Hohlbein und Dieter Winkler, die zwar routiniert geschrieben ist und den Leser einen guten Einblick in die Welt des Hexers gibt, mich persönlich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Es sieht aus, als hätte man versucht durch den Name Hohlbein zusätzliche Käufer an Land zu ziehen. Ich hätte mir lieber 10 Seiten mehr Abenteuer gewünscht. Das eigentliche Abenteuer, also Tage des Mondes, ist auf klassische Ctulhoide Elemente aufgebaut: Es geht um Wahnsinn, um ein Sanatorium und um ein Ritual. Doch obwohl diese Grundelemente wirklich nicht neu sind, schafft Andreas Melhorn es, sie auf eine sehr spannende Weise zu kombinieren und mit dem nötigen Pulp zu würzen. Die Charaktere werden auf die seltsamen Ereignisse in einer Klinik angesetzt. Dabei müssen sie sich ihren Ängsten und Albträumen stellen und werden merken, dass Angst und Wahnsinn enge Verwandte sind. Nach einer Reise in dem Land hinter dem Spiegel, bekommen sie es mit Dr. Mabuse zu tun und müssen ihm das Handwerk legen. Wie immer bei Kaufabenteuern sollte der Spielleiter sich auch bei Tage des Mondes ein wenig Zeit für die Vorbereitung nehmen, denn es finden sich einige schwammige Punkte, die man aber mit ein paar Gedanken aus der Welt schaffen kann. Tage des Mondes ist ein gutes Abenteuer für Der Hexer von Salem, deren Highlights die Szenen sind, in denen es die Charaktere mit ihren eigenen Ängsten zu tun bekommen. Auch die Pulp-Einflüße der Hexer Reihe kommen in diesem Abenteuer seht gut zum Tragen. Lediglich die Kurzgeschichte hätte man sich sparen können.
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