Online Rezensionen->Das Schwarze Auge->Civil War 1  

Zurück zur Startseite des X-Zines Diskutiert mit uns Unterstützt uns durch Bestellungen Fantasy-Bücher und -Geschichten Science-Fiction-Bücher und -Geschichten Horror-Bücher und -Geschichten Rollenspiele Trading Card Games PC- und Konsolenspiele Musik Comix

Bedienungsanleitung

Zurück zur Startseite des X-Zines

Erweiterte Suche

Civil War 1

Millar, Mark; McNiven, Steve

Rezension von Tanja Elskamp
Aus der Reihe "Marvel"

In den USA toben die Veränderungen innerhalb des Marvel-Universums schon länger, seit Februar 2007 haben sie auch die deutschsprachigen Leser erreicht, als Panini den Prolog zu „Civil War“ veröffentlichte. Im März 2007 folgte der zweite Titel: „Civil War 1“.

Die New Warriors, eine Superheldengruppe mit Reality-TV-Show, haben einige Superschurken aufgespürt und wollten diese dingfest machen. Der Versuch geht jedoch gründlich schief, denn einer der Schurken, Nitro, sprengt sich kurzerhand in die Luft. Mit ihm sterben nicht nur die anwesenden Superhelden und –schurken, sondern auch Hunderte der Einwohner von Stamford, Connecticut, darunter Dutzende Kinder.
Diese Aktion, die auch noch im Fernsehen übertragen wird, hat das schwelende Fass zum Überlaufen gebracht. Der Hass der Menschen richtet sich nicht allein gegen Superschurken, sondern auch Superhelden gelangen nun in das Blickfeld des negativ eingestellten menschlichen Interesses.
Kurzerhand wird ein Gesetz entwickelt, nach dem Superhelden fortan gezwungen werden sollen, ihre Maskierung abzulegen, sich registrieren zu lassen und so nur noch als bezahlte SHIELD-Agenten gegen das Böse vorzugehen. Wer sich weigert, hat mit hohen Strafen zu rechnen.
Hat die Katastrophe von Stamford die Menschen gegen die Superhelden aufgebracht und zwischen ihnen eine feindliche Front aufgebaut, so sorgt der Gesetzesentwurf auch noch für Zwist unter den Superhelden selbst. Während der eine sich sehr für das Gesetz einsetzt und es unterstützt, geht der nächste in die Rebellion …

„Civil War“, eine insgesamt siebenteilige Serie, läutet eine ganz neue Ära innerhalb des Marvel-Universums ein und wartet mit so mancher Überraschung, die hier nicht gänzlich vorweg genommen werden sollen, auf.
Dabei zeigt sich schon der erste Band der Serie sehr ereignisorientiert. Hintergründe, Emotionen, private Auseinandersetzungen und persönliches Erleben der einzelnen Figuren in Bezug auf die neuartige Handlung fehlen gänzlich oder werden innerhalb der so genannten Front Line vernachlässigt. Dafür gibt es zahlreiche Tie-Ins zu „Civil War“, innerhalb derer diese fehlenden Elemente quasi nachgeholt werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die Ereignisse rund um den Gesetzesentwurf und die folgenden Entwicklungen ohne größere Ausschweifung zu verfolgen, ermöglicht zugleich jedoch auch, die Verzichtsmomente der Reihe an anderer Stelle nachzuholen. Dennoch ist die „Civil War“-Reihe damit allerdings zugleich ein recht kostspieliges Comicvergnügen, will man alle Tie Ins neben der Front Line weiterverfolgen.

Davon einmal abgesehen, bietet der erste Band der Reihe, der den ersten Teil von Civil War von Juli 2006 und den ersten Front Line-Titel vom August 2006 mit dem Titel „Angeklagt, Teil 1“ beinhaltet, jedoch eine stabile und hochwertige Verarbeitung, ebensolche Zeichnungen und eine straffe, spannende Abfolge – kurzum alles, was einen qualitativen Marvel-Comic ausmachen sollte, und dies zu einem günstigen Preis – ungeachtet der bereits beschriebenen möglichen Einschränkungen.

Neben der eigentlichen Handlung verfügt das Heft auch über ein Intro und einen Epilog. Das Intro gibt die Ereignisse aus dem Prolog noch einmal wieder, und dies so gut, dass auch die Leser, die den Vorgänger verpasst haben sollten, gut in die Handlung des ersten Teils einsteigen können. Der Epilog hingegen informiert noch einmal in Kürze über die Gesamtkonzeption der Reihe, kommende Titel und einige Hintergründe, wobei der Werbeanteil entsprechend überwiegt.

Freunde des Marvel-Universums sollten „Civil War“ nicht verpassen. Die Reihe bietet nicht nur viel Spannung und so einige Überraschungen, sondern hebt das Marvel-Universum in eine ganz neue Zeit, in der viele Aspekte lieb gewonnener Charaktere neu definiert und Grenzen neu gesteckt werden müssen. Nebenbei sorgt „Civil War“ zugleich für eine Zukunft der Reihe, die vermutlich deutlich realistischer und – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – auch politisch und soziologisch interessant werden könnte.


Eure Meinungen:


Da es nun aufs Ende zugeht, kann ich sagen: "Es war und ist gut (...der Civil War)
[Matthias]

Ich war nie ein grosser Freund des Marvel Universums und stiess auch nur zufällig durch einen Kumpel auf "Civil War". Die Serie strotzt nur so vor Zynismus und ist auf jeden Fall ziemlich abgehoben und lesenswert! Mir gefällt die Serie bis jetzt durch und durch.
[Andreas Müller]

Wirklich eine großartige Serie! Viel Action, super gezeichnet. Ich habe mir das Sammelwerk mit allen 7 Teilen gekauft und bin begeistert gewesen. Klar ist, daß man dabei nicht auf die persönlichen Gedanken und Gefühle eines jeden Helden eingehen konnte... das hätte die Serie noch weiter in die Länge gestreckt, aber z.B. der Brief von Susan Richards an Reed zeigte schon vieles. Alles in allem ein geniales Event, welches leider einigen Helden tragisches Ende bescherte - darunter auch einem der größten.
[=CHaoZRa¥=]

Wir wollen deine Meinung wissen:

Wie findest du es?

Bitte auswählen!

Dein Name

Bitte angeben!

Deine Email
(wird auf der Seite nicht angezeigt)

(optional)

Deine Meinung

(optional)

 

Datenbank:0.0014 Webservice:0.0000 Querverweise:0.2675 Infos:0.0012 Verlag,Serie:0.0011 Cover:0.0000 Meinungen:0.0056 Rezi:0.0003 Kompett:0.2774

 

Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Brutal)

 

Links

 

Mehr von Mark Millar:
Civil War 2

Mehr von Steve McNiven:
Meridian #10
Meridian #11
Meridian #14
Meridian #13
Meridian #12
Meridian #15
Meridian #16
Meridian #17

Infos Panini:
Produkte im X-Zine

Navigation:
Zurück
Druckerversion

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Marvel

Autor:

Millar, Mark

Verlag:

Panini, Stuttgart

Erschienen:

Mar. 2007

Kritiker:

Tanja Elskamp

Typ:

Softcover

 

Werbung

  Comics bei AMAZON.de
 
Libri.de - Und Bücher kommen immer gut an