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Der gehetzte Uhrmacher

Deaver, Jeffery

Rezension von Martin Hammerschmidt

Die Serie um die beiden Ermittler Lincoln Rhyme und Amelia Sachs geht weiter. Jeffery Deaver schickt sie diesmal in einen Ermittlungsfall, in dem es, wie der Titel es bereits vorhersagt, um einen Uhrmacher geht.
„Der gehetzte Uhrmacher“ hat ein super Cover. Vier Schlitze in der Schutzfolie deuten auf die viertelstündlichen Zahlen einer Uhr hin.
Ein Schlitz oben, einer unten und jeweils einer rechts und links.
Die Farbe Rot, die untern den Schlitzen zu sehen sind, verleiht dem Buch etwas Unheimliches, denn Rot ist nicht nur eine Signalfarbe, sondern auch die Farbe des Blutes.


Lincoln Ryhme, der Zivilist, der trotz seiner Querschnittslähmung für die Polizei arbeitet wird in einem Mordfall von höchster Stelle um Hilfe und Rat gebeten. Er soll die Ermittlungen mit Hilfe seiner Partnerin Amelia Sachs in zwei äußerst grausamen Mordfällen führen.
Der oder die Täter haben ihre Opfer auf grausame Weise gequält, bevor sie zu starben.
An jedem Tatort finden die Ermittler Uhren, die gnadenlos die letzten Minuten der beiden Opfer heruntergezählt haben. Begleitet von einem ständigen tick tick mussten sie die letzten Sekunden ihres Lebens aushalten.
Eine Nachricht an den Tatorten gibt dem Täter einen Namen. Auf jedem Zettel hat er ein Gedicht verfasst und es mit „Der Uhrmacher“ unterzeichnet.
Nicht nur Ryhme und Sachs leiten die Untersuchungen, sondern ein ganzes Team, welches zusätzliche aus mehreren Detectives und einem Neuling besteht.
Durch Hinweise durch die Zivilbevölkerung schafft es das Ermittlungsteam bald ein Phantombild des Täters zu erstellen. Doch er arbeitet nicht alleine.
Der „Uhrmacher“ hat sich eines Komplizen bemächtigt, der ihm allerdings gründlich auf den Leim gegangen ist.
Wenig später wird der Komplize bei dem Versuch einer Vergewaltigung festgenommen und verhört. Im Kreuzverhör erfährt die Polizei den Namen, Wohnort und den Hintergrund der grausamen Morde.
Als sie aufbrechen, um den Wohnort einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen, stellen sie erschrocken fest, dass der „Uhrmacher“ gleich zehn Uhren gekauft hat, was auf zehn Morde schließen lässt.
Zwei der geplanten Morde scheinen aber fehlgeschlagen zu haben, was der Polizei ein Rätsel aufgibt.
Ein solcher Perfektionist wie der „Uhrmacher“ dürfte sich keinen Fehler erlauben.

Zeitgleich ermittelt Amelia Sachs aber auch noch in einem anderen Fall, in dem es in polizeiinternen Kreisen um Korruption, Bestechlichkeit und Erpressung geht.
Was sie nicht ahnt, die beiden Fälle hängen unmittelbar miteinander zusammen und als sie einen vermeintlichen Tatort des „Uhrmachers“ genauer untersucht, befindet sie sich unmittelbar in Lebensgefahr.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der Uhrmacher stellt sich als etwas viel schlimmeres heraus, als er zu sein scheint.
Er führt die Polizei mehrmals an der Nase herum. Was er vor hat, sprengt die Vorstellungskraft des Ermittlerteams.
Ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem Ryhme und Sachs es mit dem bislang gerissensten Kriminalverbrecher zu tun haben, dem sie jemals begegnet sind.

Jeffery Deaver ist in bester Verfassung. Sein neues Buch ist ein wahrhaftiges Meisterwerk.
Neben den wiedereinmal gewohnt sicheren Skizzierungen der Protagonisten, schafft er es mehr Intrigen, Wendungen und Action in sein Buch zu bringen, als mehr andere Autoren zusammen.
Von der ersten Seite an, zieht das Buch einen in den Bann und lässt einen nicht mehr los. Man kann es gar nicht erwarten die einzelnen Seiten umzublättern, und ist am Ende sogar verblüfft, was Deaver aus der Geschichte gemacht hat.

Ryhme und Sachs sind erneut mit genialen Einfällen und auch mit Witz und Humor gespickt, sodass das Buch nicht nur äußerst Spannend und Unterhaltsam, sondern auch an einigen Stellen durchaus lustig ist.
Während Sachs die Tatorte genauer unter die Lupe nimmt, sitzt Ryhme im Rollstuhl in seiner „Wohnung“ (sie gleicht eher einer supermodernen Polizeistation), analysiert die Beweisestücke und zieht anhand der hereinkommenden Informationen seine brillanten Schlussfolgerungen.

In dem Moment, in dem der Leser denkt, das Buch müsste eigentlich schon fertig sein, schafft es Jeffery Deaver immer aufs Neuste den Leser in Atem zu halten.
Viele andere Schriftsteller hätten das Buch schon dreimal zum Abschluss bringen können, doch Deaver ist bekannt für seine äußerst scharfsinnigen Ideen und Schlussfolgerungen.
„Der gehetzte Uhrmacher“ hat nicht nur eine spannenden Wendung in seinem Verlauf sondern gleich mehrere.
Man denkt oft, hoppla, jetzt ist der Rest ja einfach zu lösen, doch nicht mit Deaver.
Das Ende ist bedauerlicherweise zwiespältig.
Dem einen Leser wird es gefallen, der andere denkt, nach so einem guten Buch hätte der Abschluss besser sein müssen.

Aller in allem kann man aber nur sagen, dass „Der gehetzte Uhrmacher“ eines der besten Bücher Deavers ist.
Wer sich gerne mit Ermittlungsarbeit von Detectives auseinander setzt, kommt hier mehr als nur auf seine Kosten!

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

USA

Zeit:

Gegenwart

Autor:

Deaver, Jeffery

Verlag:

Blanvalet, München

Erschienen:

Feb. 2007

Kritiker:

Martin Hammerschmidt

ISBN:

3-764-50202-9

ISBN(13):

978-3-7645-020-7

EAN:

9783764502027

Typ:

Hardcover

 

Jeffery Deaver

 

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit seinem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingetragen [mehr]

 

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