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A Game of Thrones - Winter Edition

Fantasy Flight Games

Rezension von Torsten Thome
Aus der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer"

Das Sammelkartenspiel “A Game of Thrones” basiert auf der Fantasyromanreihe “Das Lied von Eis und Feuer” von George R. R. Martin. Mit der WINTER EDITION aus dem Hause Ulisses Spiele übernehmen die Spieler die Führung eines der sechs größten Adelshäuser Westeros und versuchen mit Kämpfen, Intrigen und Einfluss, die Kontrolle über den Eisenthron zu erlangen. Die WINTER EDITION selbst bietet über 240 verschiedene Karten, um diesem Kampf immer neue Ansätze zu verleihen.

Ein Starterdeck der WINTER EDITION enthält sechzig Karten, die durch Wappen den Adelshäusern Stark, Lannister, Baratheon, Greyjoy, Targaryen und Martell zugeordnet oder durch Fehlen desselben als neutral gewertet werden. Die Karten eines Starterdecks lassen sich noch einmal unterteilen in einen Grundstock, der bei allen Starterdecks gleich ist und vierzig Karten umfasst, die sechs Hauskarten, drei Agenden, zehn Plotkarten und 21 Karten mit Charakteren, Zusätzen und Ereignissen. Diese stellen bereits alles Nötige dar, was man für ein Spiel benötigt. Hauskarten als auch Agenden sind vorgegebene Karten, die zehn Plotkarten sind alle samt weniger häufige Karten und unter den 21 sonstigen Karten befinden sich fünfzehn häufige und sechs weniger häufige Karten. Hinzu kommen jetzt noch zwanzig zufällige Karten, die das Spiel interessanter und jedes Starterdeck einzigartig machen. Diese Karten bestehen aus zwei seltenen, acht weniger häufigen und zehn häufigen Karten und können noch einmal Plotkarten, Charaktere, Zusätze sowie Ereignisse beinhalten.. Ein Boosterpack der WINTER EDITION besteht aus elf Karten, einer seltenen, zwei weniger häufigen und acht häufigen.

Das Kartendesign mit seinem schwarzen Rand und dem dezenten Hintergrund, der alten Papieren, Karten, Wandteppichen oder Steinplatten nachempfunden ist, vermittelt eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die detailreichen Illustrationen lassen den Charakter der Karte oft schon im Vorfeld erahnen. Auch die spielrelevanten Daten sind schnell zu erfassen, zu denen nicht nur kurze erläuternde Regeln in einem Textfeld gehören, sondern auch die Kosten, Einkommen, Einfluss, Stärke und die Herausforderungssymbole umfassen. Einzig und allein das schwarze Symbol der Verdammung, der Rabe, der in der unteren linken Ecke zu finden ist, wird gerne einmal übersehen, da er bereits mit der schwarzen Umrandung verschmilzt.

Zu Beginn des Spiels gilt es sich für eines der sechs Adelshäuser zu entscheiden, für das man den Kampf um den eisernen Thron führen möchte. Diese Wahl sollte wohl bedacht sein, denn die Kosten aller Karten, die zu einem der anderen Häuser gehören, werden erhöht. Des Weiteren bleibt noch zu überlegen, ob man eine Agenda zu seinem Haus anlegen möchte, die dem Spieler einen Vorteil gewährt, wie zum Beispiel die Allianz mit einem anderen Haus, wodurch bei Karten von diesem Haus keine höheren Kosten entstehen, aber auch einen Nachteil beinhaltet, wie beispielsweise fünf Machtmarken, die mehr benötigt werden, um den Sieg davon zu tragen. Es ist durch aus möglich, dass mehrere Spieler dasselbe Adelshaus wählen. Haben die Spieler je nur ein Starterdeck zur Verfügung, empfiehlt es sich, eines der Häuser Stark, Lannister oder Baratheon zu wählen, da von diesen im Grundstock des Starterdecks bereits jeweils zwei Karten vorhanden sind. Alle weiteren Karten sind neutral. Nachdem man sich für ein Haus entschieden hat, ist es sinnvoll, noch einmal alle seine Karten durchzusehen, da grade bei den zwanzig zufälligen Karten durchaus welche dabei sein könnten, die auf Grund bestimmter Bedingungen nicht gespielt werden können. Mit nur wenigen Boosterpacks vervielfältigen sich an dieser Stelle die Möglichkeiten, das eigene Deck anzupassen und eigene Strategien zu entwickeln. Wenn alle Spieler ihre Karten entsprechend sortiert und gemischt haben, kann das Spiel auch schon beginnen.

Die einzelnen Phasen des Spiels werden von den Spielern gemeinschaftlich abgehandelt. So bringen sie zunächst ihre Anfangskarten ins Spiel und beginnen dann mit dem normalen Rundenablauf. Während dieses Ablaufs versuchen sich die Spieler gegenseitig zu überflügeln, indem sie für ihr Gold, das sie von ihren Plotkarten und durch bestimmte zusätzliche Karten erhalten, weitere Karten ins Spiel bringen. Plotkarten, die in jeder Runde gespielt werden, haben Einfluss auf die Reihenfolge, in der gespielt wird , geben an, wie viel Schaden bei den Herausforderungen angerichtet werden kann und besitzen alle noch einen besonderen Effekt. Manche zusätzliche Karten liefern noch eine weitere Ressource, den Einfluss. Einfluss benötigt man für bestimmte Effekte. Mit ihren Karten, die Personen, Ausrüstungen und Ereignisse umfassen, stellen sich die Spieler jede Runde den Herausforderungen ihrer Widersacher, seien es Kampf, Intrige oder Macht, und versuchen, diese zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Karten, die in dieser Phase eingesetzt oder auch zu einem anderen Zeitpunkt werden, werden gekniet. Das Knien wird durch Drehen der Karte um neunzig Grad angezeigt. Solche Karten können bis zum Ende der Runde nicht mehr eingesetzt werden, es sei denn, ein Effekt würde sie wieder aufrichten. Die Konsequenzen einer Niederlage in einer der drei Herausforderungen sind unterschiedlich und können von dem Verlust von Karten und Charakteren bis zum Verlust von Machtmarken reichen.
Verschiedene Karten haben im Namen eine Fahne. Dies sind besondere und einmalige Karten. Man kann sie zwar mehrfach im Deck haben, aber sie dürfen nur einmal ausliegen, um ihre Fähigkeiten einzusetzen. Es besteht aber die Möglichkeit, eine solche doppelte Karte hinter eine bereits ausliegende Karte zu legen und im Fall, dass die Karte einmal abgeworfen werden muss, kann man sie retten, indem man das Duplikat abwirft. Während des Spiels gibt es vielfältige Möglichkeiten, um an Machtmarken zu gelangen. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich im Anschluss an die Phase mit den Herausforderungen. Nun ist der im Vorteil, der seine Kräfte nicht zur Gänze verausgabt hat. Der Spieler, der zu diesem Zeitpunkt die meiste Stärke nicht kniender Charaktere auf sich vereinigt, bekommt eine Machtmarke.
Das Spiel endet, wenn es einem Spieler gelungen ist fünfzehn, in manchen Fällen auch zwanzig, Machtmarken anzusammeln. Ein neuer Aspekt des Spiels, nämlich die verdammten Karten, solche mit einem Rabensymbol, können das Spiel ebenfalls beenden. Spieler, die zu irgendeinem Zeitpunkt fünf oder mehr dieser Karten in ihrem Totenstapel haben, scheiden automatisch aus, was bei einem Spiel mit nur zwei Spielern zum Sieg des anderen Spielers führt oder gegebenenfalls zu einem unentschieden, falls dieses Ereignis bei beiden Spielern gleichzeitig eintreten sollte.

Wenn man erst einmal die etwa drei DIN A4-Seiten umfassenden Spielregeln gelesen und einen oder mehrere Gegenspieler mit mindestens einem Starterdeck gefunden hat, steht dem sofortigen Anfang nichts mehr im Weg. Die Anleitung weist auf alle wichtigen Aspekte des Spiels hin und liefert auch Beispiele zum besseren Verständnis. Auch auf Neuerungen zu anderen Editionen wird eingegangen. Nicht ganz leicht nachzuvollziehen sind die Erklärungen zum Kartenaufbau. Wenn man aber erst einmal die Karten in die Hand genommen hat, ist rasch verständlich, welche Angaben man wo findet.. Auch wenn die Spielregeln leicht verständlich sind, so tritt doch nach einem Probespiel immer noch an der ein oder anderen Stelle ein AHA-Effekt ein, da die Spielmechanik ein wenig komplex ist, was gerade Strategen ansprechen dürfte. Auf Grund dessen, und weil das Kartenziehen immer noch Glückssache ist, wird das Spiel selbst nach mehreren Runden nicht langweilig. Sollte man dennoch mal etwas frischen Wind in das Spiel bringen oder sein Deck einfach nur aufbessern wollen, so kann man das schon mit wenigen Boosterpacks erreichen.


Fazit:
Alles in allem ein spannendes Spiel um Macht, Intrigen und Schlachten für alle, die eine gute Mischung aus Strategie und Glück zu schätzen wissen. Sowohl Starterdeck als auch Boosterpack sind schon zu einem guten Preis zu bekommen.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Westeros

Serie:

Das Lied von Eis und Feuer

Autor:

Fantasy Flight Games

Verlag:

Ulisses Spiele

Erschienen:

Okt. 2005

Kritiker:

Torsten Thome

Typ:

Kartenspiel

 

Das Lied von Eis und Feuer

 

Unter dem Titel "A Song of Ice and Fire" (Ein Lied von Eis und Feuer) verfasste George R. R. Martin den Fantasy Zyklus der sieben Königreiche, die von Intrigen und Machtspielen geschüttelt werden und sich gleichzeitig einem weiteren Feind stellen müssen.
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