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Ragdoll Kung Fu

Merscom

Rezension von Stefanie Borgmann & Reigam

Anarchie in der Computer Welt!
Mit Ragdoll Kung Fu halten Freiheit und Chaos in den Zimmern der PC – Fighter Einzug. Die neueste Kreation von Lionhead’s Mark Healey lässt dem Spieler freie Hand: Allein mit der Maus steuert man im Kampf seine Marionette und lässt sie auf alle erdenklichen Wege durch die Luft wirbeln, Handkantenschläge und halsbrecherische Kicks vollführen. Ein einfacher Klick auf das Körperteil und sofort folgt die entsprechende Handlung, zieht man die Maus, dreht sich die Figur wild herum – wie eine Marionette eben. So ist jeder Move absolut individuell und keine Spur von vorgefertigten Bewegungsabläufen. Das macht in doppelter Hinsicht Spaß: Zum einen macht die absolute Narrenfreiheit Spaß ohne Ende, zum anderen bricht man zusammen, wenn die Figürchen das Wirbeln anfangen.

Die Bedienung ist dabei so einfach, dass auf eine Anleitung ganz verzichtet wurde und dafür ein buntes Tutorial alles Wissenswerte erklärt. Bevor der Schlagabtausch allerdings losgeht, steht eine Bastelstunde an. In fröhlich freier Kombination werden zunächst die Charaktere erstellt und aus zig Bauteilen lässt sich alles Vorstellbare formen.

Dann kann es losgehen. Wer jetzt denkt, es folgen sinnlose Prügelorgien, hat Recht. Aber! Beim stumpfsinnigen Treten und Schlagen bleibt es nicht. Zum einen weil dem Martial Arts Marathon eine Story zugrunde liegt (die man nicht ZU ernst nehmen sollte) und zum anderen weil die Möglichkeit besteht, seinen Spieltrieb auf mehr als eine Art auszuleben. Mit vier Minispielen haben die Macher für unterhaltsame Pausenfüller gesorgt. Beim Ninja Onslaught ist der Titel Programm und unterscheidet sich noch nicht übermäßig von der übrigen Klopperei. Anders beim Chu Chu Wing Pooh. Ziel ist bei diesem Kurzvergnügen ein Ei einen Berg hoch zu kicken. Passend zur WM dürfen die Shaolin Männchen beim Rag Doll Soccer über den grünen Rasen hechten und sich bei den Rag Doll Athletics an Weitsprung, Sprint und Weitwurf versuchen.

Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht. Denn für die Kreativen unter den Zockern gibt es die Möglichkeit die Titelmelodie des Spiels zu manipulieren oder selbst einen Film zu produzieren. Schließlich bleibt noch die Möglichkeit das Spielvergnügen mit Freunden zu teilen. Online können sich bis zu acht Spieler fröhlich kloppen oder sich auf dem Fußballplatz battlen.

Das ganze Geschehen ist durch und durch einmalig. Auch was Grafik und Sound anbelangt. Nach heutigen Maßstäben eher ungewöhnlich sind die 2D-Figuren ziemlich kantig geraten und so manch eine Animation wirkt antiquiert – aber passt einfach zu diesem schrillen Kurzzeitspaß. Wo die Optik veraltet scheint, ist die Musik umso aktueller: HipHop untermalt die Action und sorgt zusätzlich für Kurzweile.

Bei Ragdoll Kung Fu handelt es sich rund heraus um ein ungewöhnliches, schrilles, aber allemal sehenswertes Spiel, das gerade im Multiplayer Modus für Fun sorgt. Auf die Dauer geht den Shaolin Artisten allerdings die Luft aus. Als Spiel für laue Stunden ist dies Game aber ein Hit. Allein den Mut der Produzenten für so ein außergewöhnliches Werk lohnt es mit dem Kauf von Ragdoll Kung Fu zu würdigen.

Fazit: Lasst die Puppen tanzen!

2.Meinung von Reigam
Bei diesem Titel wagen wir ein Novum im X-Zine, wir veröffentlichen die persönliche Meinung des "2.Spieltesters".

Meiner Ansicht nach wird der Titel "Ragdoll Kung Fu" das Spielerlager ähnlich spalten wie ein Trash-Film die Filmgemeinde. Für die Einen ist es Kult, für die Anderen einfach grausamer Schrott. Als ich das erste Mal "Ragdoll Kung Fu" gestartet habe dachte ich zunächst an einen schlechten Scherz, die abgedrehte Steuerung und die absichtlich (?) billig produzierten Videoschnipsel konnten doch nicht wirklich zu einem aktuellen Game gehören?!?
Gut das Ganze sieht witzig aus, die Marionetten, ohne Fäden, baumeln lustig am Mauszeiger rum und wenn man wilde Kreise mit der Maus dreht lädt man seine Chi-Power auf ... ja nee is klar.

Die insgesamt 16 Level bieten dem Solospieler rund 10 Stunden Kung Fu ähnliche Unterhaltung, die diversen Minispielchen packen noch einmal einen kleinen Bonus oben drauf. Trotzdem muss ich zugeben in diesem Bericht bin ich eher der negative Part, mir ist dieser Titel zu "abgedreht", eine Maussteuerung passt einfach nicht zu einem Prügelspiel, da gehört ein Gamepad dran oder zur Not die Tastatur. Die Hintergrundgeschichte bemüht sich lustig zu sein, auf ziemlich niedrigem Niveau, auch dieser Teil mag mich nicht recht begeistern. Wie schon angedroht sorgt "Ragdoll Kung Fu" für unterschiedlichste Meinungen, auch hier in der X-Zine Redaktion. Was ich dem Titel jedoch uneingeschränkt zugestehen muss, er ist inovativ, neu, ungewöhnlich, schräg, alles andere als normal...

Unser gemeinsamer Tipp:
Besucht die offizielle Webseite und schaut Euch dort mal in aller Ruhe um, Trash oder Kult?
Dass ist hier die Frage…

Systemvoraussetzungen (laut Verpackung)
Windows 98/2000/XP
CPU: Pentium III mit 800MHz oder ähnlich
256MB RAM Speicher
3D Grafikkarte DirectX kompatibel
500MB freier Festplattenspeicher
8fach CD oder DVD ROM Laufwerk
Soundkarte Soundblaster kompatibel
DirectX 9.0c


Screenshots:
Ragdoll Kung Fu (PC)

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Copyrights Screens by Frogster Interactive

zur offiziellen Produkt-Webseite: bitte hier klicken.


Eure Meinungen:


Sehr kurzweilig, sehr witzig. My Buddha Sense says: brain out, fun in!
[C. Siemens]

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Datenbank:0.0012 Webservice:0.2525 Querverweise:0.1293 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0007 Cover:0.0059 Meinungen:0.0020 Rezi:0.0002 Kompett:0.3935

 

Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Schwierigkeit:

(Leicht)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

Grafik:

(Mittel)

Sound:

(Geht so)

Spieltiefe:

(Gut)

Steuerung:

(Mittel)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Japan

Autor:

Merscom

Verlag:

Frogster Interactive Pictures AG

Erschienen:

Apr. 2006

Kritiker:

Stefanie Borgmann & Reigam

Typ:

Computerspiel

 

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