Im Reich der Atlantiden (Atlantis #2) Gaskell, JaneRezension von Michael Matzer Aus der Reihe "Atlantis" Die göttliche Cija ist mittlerweile Kaiserin von Atlantis, nicht weiter verwunderlich, da ihre Gatte Zerd mit seinen Truppen den Inselkontinent unterworfen hat. Allerdings kann die Ärmste auch weiterhin nicht auf ein ruhiges Leben (sonst wäre ja die Trilogie schon nach dem 1. Band zu Ende). Sie bekommt ein Kind von ihrem Halbbruder Smahil und gerät in die Mühlen von Zerds politischen Intrigen. Wie schon seit eh und je wird sie zum Spielball der miteinander rivalisierenden Parteien. Nachdem sie – so quasi zwischendurch – ihrem Gemahl Zerd eine Tochter geboren hat, gelingt ihr schließlich die Flucht von Atlantis, nur um auf dem Festland an einen Bordellbesitzer verschachtert zu werden. So tief kann man fallen (zumindest in solchen Romanen, denn soviel Tugendhaftigkeit als Gattin kann schnell langweilig wirken). Auch von dort entkommt und findet heraus, dass sie in ihrer Heimatstadt gelandet ist. Welch ein Zufall! Offenbar ist es nun an der Zeit, alte Rechnungen zu begleichen. Ihr Vater, der Hohepriester, will sie töten lassen, weil sie als Ergebnis seines Fehltritts seine Karriere bedroht. Ein Rabenvater! Doch Halbbruder Smahil, loyal wie eh und je, ist zur Stelle und rettet das Schwesterherz. Leider verliert er sie wieder an eine Horde Affenmenschen, die sie entführen. Das spricht nicht für die überlegene Intelligenz der menschlichen Rasse. Cija gelingt es, nicht verspeist zu werden, was sehr löblich ist, denn so haben wir weiterhin etwas zu lesen. Statt dessen entwickelt einer der Affenmenschen Beschützerinstinkte (ich dachte immer, man hat sie oder hat sie nicht) und muss mit ihr seinen Stamm verlassen – Adam und Eva, Tarzan und Jane lassen schön grüßen. Affe und Menschin haben denn auch im Dschungel eine durchaus nicht platonische Liebesbeziehung. Wahrscheinl ich zeigt er ihr, wo die Liane hängt... Doch wehe! Dann wird ihr Liebhaber getötet und Cija ihrem Rabenvater ausgeliefert. Soldaten ihrer Mutter retten sie im letzten Moment vom Opferstein. Alles löst sich in Wohlgefallen auf, scheint es, doch Ungemach dräut: Denn Göttergatte Zerd eilt bereits Cija zu Hülfe, und in ihrem Bauch regt sich neues Affenleben. Zwar versucht Cija, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, aber das Schicksal (sprich: die Autorin) und ihre weibliche Natur haben sich offenbar böswillig gegen sie verschworen. So stolpert sie wieder einmal von einer Katastrophe in die nächste und verstrickt sich immer tiefer in den Schlamassel aus Schuld. Leider verweigert uns die Autorin Auskunft darüber, welchem höheren Sinn und Zweck dieses Stolpern nun dienen könnte – außer dem Ergötzen des Lesers.
Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Michael Matzer. Neben seiner Arbeit in der Welt der Datenverarbeitung schreibt Micheal Matzer professionell Rezensionen im Bereich der phantastischen Medien. Datenbank:0.0010 Webservice:0.0671 Querverweise:0.1364 Infos:0.0009 Verlag,Serie:0.0009 Cover:0.0123 Meinungen:0.0014 Rezi:0.0002 Kompett:0.2206 |