Der Zorn des Dämonen (Schlangenkrieg-Saga #6) Rezension von Michael Matzer Aus der Reihe "Midkemia" Dies ist die zweite Hälfte des 3. Bandes in Raymond Feists Schlangenkrieg-Saga. Die Handlung dieser Saga spielt hauptsächlich auf der Welt Midkemia, aber auch auf anderen Welten, die für Magier über den sogenannten "Korridor" erreichbar sind. Nachdem die Invasorenflotte aus Novindus mit einem Dämon, mehreren Magiern und über 200.000 Kriegern in Krondor gelandet ist, erobern diese Massen die evakuierte Stadt, werden aber erheblich dezimiert durch ein von den Verteidigern hinterlassenes Überraschungspräsent: Mit Naphtaöl wird die einstige Hauptstadt in Brand gesetzt und abgefackelt. Roo ist mit seiner Familie gerade noch rechtzeitig aus der Stadt gekommen und schlägt sich ins Hinterland Richtung Finstermoor durch. In Scharmützeln mit Banditen aus Novindus verliert er seinen Buchhalter. Sein Freund Erik, mittlerweile zum Hauptmann befördert, dirigiert den geordneten Rückzug von Krondor nach Finstermoor und hält die Invasoren hin. Diese wollen nach Sethanon, damit sich der Dämon dort den Stein des Lebens und dessen Energie einverleiben kann. Im Kampf gegen die Dämonen fällt der Vater Mirandas, der schwarze Zauberer Macros, im Kampf gegen den Dämonenhauptmann Maarg, doch durch dieses Opfer gelingt es Miranda und Pug, die zwei Spalten zwischen der Dämonenwelt, der Zwischenstation Shila und ihrer eigenen Welt Midkemia zu verschließen, bevor weitere Dämonen durchkommen. Nun müssen sie noch den Stein des Lebens, der in Sethanon aufbewahrt wird und Seelen gefangenhält, freisetzen und den Dämon, der die Schlangenkrieger anführt, vernichten. In den Bergen um Finstermoor kommt es schließlich zur Entscheidungsschlacht zwischen den königlichen Truppen des Westens und der Armee der Schlangenkrieger. Doch Erik hat noch einen weiteren Kampf zu bestehen: gegen Baronesse Mathilda von Finstermoor, die Gattin seines Vaters, die Erik wegen des von ihm verursachten Todes ihres anderen Sohnes ewige Rache geschworen hat... Die Handlung schreitet in mehreren Strängen sehr zügig und voll Dramatik voran, immer in Richtung Entscheidungsschlacht. Der Autor konzentriert sich auf die Männer. Die Frauenfiguren bleiben Randfiguren, selbst Miranda dient ihrem geliebten Pug und ihrem Vater Macros lediglich als eine Art Stichwortgeberin ("Was für ein Ort ist dies?"), woraufhin der Mann alles haarklein erklären darf - ihr natürlich ebenso wie dem Leser. Zum Glück trägt der kleine Zauberer Nakor stets eine Prise Humor zu dieser Veranstaltung bei. Im nächsten Band mit dem Titel "Die zersprungene Krone", der im Oktober 1999 erschien, versuchen der König und sein Feldherr Erik von Finstermoor das verlorene und verwüstete Land zurückzuerobern.
Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Michael Matzer. Neben seiner Arbeit in der Welt der Datenverarbeitung schreibt Micheal Matzer professionell Rezensionen im Bereich der phantastischen Medien. Datenbank:0.0014 Webservice:0.0778 Querverweise:0.2400 Infos:0.0014 Verlag,Serie:0.0009 Cover:0.0000 Meinungen:0.0024 Rezi:0.0003 Kompett:0.3245 |