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Das blaue Portal. Die Chroniken der Anderwelten 1

Lancester, Peter

Rezension von Heike Rau
Aus der Reihe "Die Chroniken der Anderwelten"

1981. Die auf Burg Grauenfels lebende Familie besteht aus Graf Otto, seiner Frau Eusebia, der Tochter Eva und Ottos Bruder Friedrich. Die Familienmitglieder wirken alle etwas verschroben. Eines Tages hört Friedrich bei der Inspektion des Weinkellers ein Geräusch. Ratten, Geister und Einbrecher kommen ihm in den Sinn. Dann sieht er kleine Pferde. Als er Otto und Eusebia davon erzählt, glauben die ihm natürlich kein Wort. Otto und Eva folgen Friedrich in den Weinkeller, um dem Spuk auf den Grund zu gehen. Zunächst entdecken sie zwischen umgefallenen Regalen eine nach unten führende Treppe, die ihnen bisher verborgen geblieben ist. Unterdessen sitzt Eusebia in der Bibliothek. Sie bemerkt wie irgendetwas die Tür aufmacht und wieder verschwindet. Die anderen haben im Weinkeller mittlerweile Tierspuren gefunden. Ein Rundgang durch die weitläufige Burg bringt zunächst nichts. Doch die Pferde sind da. Eva ist die Nächste, die sie zu sehen bekommt. Eins der Pferde richtet eine Schrotflinte auf sie und die Situation eskaliert. Doch zum Glück geschieht niemandem etwas. Die anderen Familienmitglieder kommen zu Hilfe. Die Situation wird zu Gunsten der Menschen entschieden, die erstaunt feststellen, dass die Pferde sprechen können. Auch wenn ihr Mittelhochdeutsch nicht jeder verstehen kann, Friedrich tut es. Tatsächlich sind die Pferde, die Kellertreppe heraufgekommen. Diese Treppe führt in eine andere Welt. In das mittelalterliche Unterhessen. Aus dieser Welt wollten die Pferde ins Gelobte Land fliehen, ein Land von dem sie dachten, dass die Pferde frei sind und sich Menschen halten. Die Flucht der kleinen Pferde ist nicht unbemerkt geblieben. Bald tauchen zehn Verrückte mit Schwertern auf, so beschreibt Friedrich sie später der Polizei, die ihre Pferdchen zurückholen wollen. Eine Situation, die in ihrer Unglaublichkeit die Familie in arge Bedrängnis bringt.

Das Buch ist eine echte Überraschung. Anfangs wirkt alles noch recht realistisch und man hat seinen Spaß an der absonderlichen Familie. Bald jedoch wird die Handlung zunehmend abenteuerlicher. Doch wer sich auf diese verrückte, abgedrehte und skurrile Fantasy einlassen kann, erlebt eine Geschichte jenseits der gängigen Klischees, die geheimnisvoll, verblüffend, einfallsreich und dadurch sehr fesselnd ist. Die parallel geführten verschiedenen Erzählstränge erhöhen die Spannung noch zusätzlich. Da ist die abenteuerliche Geschichte der von Grauenfels, die in den achtziger Jahren spielt und in Rückblende die gefahrvolle Flucht der Pferdewesen aus Unterhessen. Interessant auch die Aufzeichnungen über einen Vorfahr der Familie, Heinrich Graf von Grauenfels, die im Jahre 1399 beginnen.
Das Buch lässt sich vom Schreibstil her sehr gut lesen oder besser gesagt verschlingen. Es ist es mit sehr viel spitzfindigem Humor geschrieben. Hier sind besonders die Dialoge der Familienmitglieder untereinander zu nennen. Aber dieser Humor stört die gruseligen Abschnitte im Buch oder die eine oder andere makabere Szene nicht. Der Autor vermittelt diese unterschiedlichen Stimmungen dem Leser mit sehr viel Feingefühl. Sehr gut ausgearbeitet sind auch die einzelnen Charaktere.
Gut, die handlungsreiche Geschichte ist an keiner Ecke glaubhaft und oft haarsträubend komisch, aber gerade dadurch kommt der Lesespaß keine Sekunde zu kurz. Der Autor macht neugierig auf die weiteren Bücher. „Das blaue Portal“ ist der erste Teil der „Chroniken der Anderwelten“. Man darf gespannt sein, wie diese Geschichte weitergehen wird.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Eldur, Aachen

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Die Chroniken der Anderwelten

Autor:

Lancester, Peter

Verlag:

Eldur, Aachen

Erschienen:

Okt. 2004

Kritiker:

Heike Rau

ISBN:

3-937-41901-2

ISBN(13):

978-3-9374-190-5

EAN:

9783937419015

Typ:

Taschenbuch

 

Peter Lancester

 

Peter Lancester, geboren 1960 in London, verbrachte seine Kindheit in Hüllendorf, da seine Mutter hier für den britischen Geheimdienst arbeitete. [mehr]

 

Die Chroniken der Anderwelten

 

"Die Chroniken der Anderwelten" Buchreihe ist keine so genannte klassische Fantasy mit Elfen, Orks und Drachen in der Hauptrolle. Es streift eher die Bereiche der Phantastik und des historischen Romans. Zumindest dieser erste Band. Die späteren Teile werden sich der klassischen Fantasy etwas annähern, was Schauplätze und Figuren angeht, jedoch auf eine sehr eigenwillige Weise.
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