 | Der Jahrmarkt der Magier Fisher, JudeRezension von Barbara Heddergott Aus der Reihe "Zaubergold" Bevor ich Ihnen die neue Fantasyserie von Jude Fisher vorstelle, möchte ich gerne noch ein paar Sätze zur Autorin selbst schreiben, denn Jude Fisher hat bereits unter dem Pseudonym Jane Johnson mehrere Bücher über J.R.R.Tolkien und einige Romane im Bereich der Tier-Fantasy veröffentlicht und ist somit kein Neuling in diesem Genre. Durch die Zaubergoldserie versucht sie sich als Jude Fisher einen festen Platz im Bereich der Fantasy-Autoren zu sichern. Da sie auch noch in Cornwall geboren wurde, man könnte schon fast die Wiege des Mystischen dazu sagen, hat sie die besten Voraussetzungen, sich in dieser bisherigen Männerdomäne zu behaupten.
Inhaltsangabe/Rezension: Zwischen den Völkern von Eyra und Istria herrscht ein labiler Waffenstillstand, denn vor zwanzig Jahren führten die beiden Völker Eldas gegeneinander Krieg. Um diesen schwachen Frieden nicht zu gefährden, treffen sich die Eyraner aus dem Norden und die Istrianer aus dem Süden einmal im Jahr zum großen Markt, bei dem nicht nur Handel getrieben wird, sondern auch politische Allianzen geknüpft werden. Die beiden Völker könnten kaum unterschiedlicher sein, sowohl vom Äußeren als auch von der Kultur. Die Eyraner mit hellem Haar und Haut sowie einer ungezwungener Lebenseinstellung, als Gegenpol die Istrianer mit ihren strengen Glaubens- und Gesellschaftsregeln. Damit ist natürlich Grund genug für immer wiederkehrende Konflikte vorhanden.
Der Fantasyroman "Der Jahrmarkt der Magier" (Zaubergold 1) beginnt relativ ruhig, es wird von dem Jahrmarkt berichtet, der die unterschiedlichsten Menschen beherbergt, den Händlern mit ihren spezifischen Waren, und uns als Leser werden die Hauptfiguren mit Ihren Familien näher gebracht. Da haben wir Katla Aransens, die junge und sehr begabte Waffenschmiedin mit Ihrer Familie aus dem Norden, die auf dem Markt ihre Waren verkaufen wollen und durch Katlas ungezwungene, selbstbewusste Art gleich am Anfang in ernste Schwierigkeiten geraten. Auch die Familie Vingos aus dem Süden wird ins Spiel gebracht, mit Ihren politischen wie finanztechnischen Vorhaben auf dem Markt. Zeitgleich reisen die geheimnisvollen Nomaden an, und zwischendurch wird immer mal wieder von der mystisch angehauchten Rosa Eldi und deren Reisetruppe erzählt.
Fazit Alles in allem werden von der Autorin Jude Fisher die einzelnen Charaktere eingehend beschrieben, so dass Mann und Frau sich die Personen genau vorstellen kann, auch die Umgebung wird sehr Detail verliebt dargestellt. Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass zeitgleiche Wechseln der Erzählperspektive, sodass der Leser das ganze Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln erleben kann und somit auch die magischen Veränderungen auf Elda hautnah miterlebt. Manche Passagen sind ein wenig langatmig erläutert, und zwischendurch hätte ich mir noch ein bisschen mehr Aktion gewünscht, aber in der Summe ist "Der Jahrmarkt der Magier" ein gelungener Fantasyroman als Start für eine neue Fantasyserie.
Der Einband ist Taschenbuch typisch kartoniert/broschiert, mit 607 Seiten ist das Werk ein ziemliches Schwergewicht, der Preis von 9,95 Euro ist völlig gerechtfertigt. Datenbank:0.0010 Webservice:0.0704 Querverweise:0.1401 Infos:0.0009 Verlag,Serie:0.0008 Cover:0.0001 Meinungen:0.0014 Rezi:0.0002 Kompett:0.2152 |  |