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Paul Temple und der Fall Spencer

Durbridge, Francis

Rezension von Maggy
Aus der Reihe "Paul Temple"

Auf der Rückfahrt von Salzburg treffen der Autor und Hobbydetektiv Temple und seine Frau Steve den französischen Impresario Robert Dreisler, der seine Tochter Mary in London besuchen will. Temple und Dreisler lernten sich vor Jahren in Paris kennen, doch ihre Bekanntschaft ist nur oberflächlich und in London angekommen, trennen sich ihre Wege.

Kurze Zeit später erfährt Temple, dass Mary Dreisler ermordet wurde und er engagiert sich, weil Marys Vater ihn darum bittet. Mary wurde in ihrem Schlafzimmer erwürgt, ein Raubmord ist ausgeschlossen. In dem Zimmer befand sich ein Paket mit der Nachricht: „Es war ein Genuss, herzlichst Spencer“ und eine Schallplatte. Temple erkennt sofort, dass sich hinter dem ominösen Spencer des Rätsels Lösung verbirgt. Er recherchiert in der Vergangenheit des Opfers. Nachdem Mary ihre Verlobung aufgelöst hatte, veränderte sie sich. Die Ermittlung konzentrieren sich aber bald auf die geheimnisvolle Schallplatte, die aus der Wohnung plötzlich verschwunden ist, wie Temple von der Polizei erfährt, mit der er stets eng zusammen arbeitet.

Auf der Jagd nach der Schallplatte werden die Ereignisse turbulenter. Pete Roberts, ein alkoholkranker Sänger, behauptet, der Vater des Opfers wollte ihn engagieren und er solle das Lied „Mein Herz und Harry“ als Probeaufnahme auf Schallplatte aufnehmen. Dreisler streitet aber ab, einen konkreten Song vorgegeben zu haben. Diese Unstimmigkeit veranlasst Temple, seine Suche nach der Schallplatte zu intensivieren. Im Laufe der Geschichte stolpert das ermittelnde Ehepaar über eine weitere Leiche und befinden sich in mörderische Gefahr. Am Ende kommt es zum üblichen großen Finale mit Fluchtversuch.


Paul Temple und der Fall Spencer ist ein typisches Hörspiel aus dieser Reihe, die immer das gleiche Strickmuster aufweist. Die Hörer können sich darauf verlassen, bestimmte Elemente (Musik, Figuren, Handlungsschema) wieder zu erkennen – eine ideale Voraussetzung für ein paar Stunden pure Entspannung.

Das Hörspiel arbeitet mit einem wahren Feuerwerk an Geräuschkulisse: räumliches Hören mit sehr lauten und leisen Momenten gehört ebenso dazu wie die dazugehörige Musik von Hans Jönsson. Handlungsorte der Geschichte werden mit Hintergrundgeräuschen dargestellt, sei es die Bar oder die Ruderbootfahrt auf der Themse. Die unterschiedliche Lautstärke hält die Hörer wach, diese Hörspiele sind auf keinen Fall zum Einschlafen geeignet, denn der nächste Pistolenschuss lässt den sanft entschlummerten Zuhörer senkrecht im Bett stehen.

Die Geschichte spiegelt den damaligen Zeitgeist wieder. Dies wird besonders an der Figur der Steve Temple deutlich. Annemarie Cordes Stimme, die vor Lebensfreude zu sprudeln scheint, passt hervorragend zur Figur des hütchenkaufenden Weibchens. Dabei war es sicher schon sensationell, dass in einem 50er Jahre Krimi die Frau ihren ermittelnden Ehemann überhaupt begleiten durfte. Dennoch ist ihre Funktion darauf reduziert, dem schlauen Ehemann Stichwörter zu liefern, höchstens mal bei der Einschätzung von Charaktereigenschaften behilflich zu sein (typisch weiblich). Dankenswerterweise stellt sie, stellvertretend für die Hörer, die bei den vielen Verdächtigen den Überblick verloren haben, Fragen, die Paul Temple zu kurzen Zusammenfassungen des bisher Geschehenen zwingen. Doch der Detektiv ist nicht immer offen und verrät nicht alle Vermutungen, selbst wenn Steve sich noch so sehr bemüht, sie aus ihm herauszukitzeln. Die Figur Steve aus heutiger Sicht betrachtet, macht bewusst, was die Frauenbewegung alles zustande gebracht hat!

Auch im Fall Spencer hat es Temple mit vielen Indizien und Verdächtigen zu tun. Dem Hörer schwirrt alsbald der Kopf, doch durch die Dialoge des Ehepaars wird eine kurze Zusammenfassung des Geschehens vermittelt und gibt der Hörerschaft die Chance die Geschichte weiterverfolgen zu können. Die Geschichte hangelt sich an der Suche nach der Schallplatte entlang, die der Geschichte einen roten Faden gibt und zum Miträtseln einlädt, wobei die Frage, warum sich Temple an diesem Detail klammert natürlich offen gelassen wird.


Die Krimis der Paul Temple Reihe sind ein Genuss für alle, die Freude an klassischen englischen whodunits haben. Die vom WDR produzierte Hörspiel-Fassung aus den 50er Jahren sind auch heute noch hörenswert.

4 CDs mit einer Laufzeit von 258 Minuten (Mono)
Produktion: WDR 1959
Sprecher:
Paul Temple: René Deltgen
Steve: Annemarie Cordes u.v.a.
Musik: Hans Jönsson

Datenbank:0.0007 Webservice:0.1164 Querverweise:0.0058 Infos:0.0008 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0001 Meinungen:0.0009 Rezi:0.0001 Kompett:0.1254

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Großbritannien, England, London

Zeit:

1950er

Serie:

Paul Temple

Autor:

Durbridge, Francis

Verlag:

Der Audio Verlag, Berlin

Erschienen:

Okt. 2004

Kritiker:

Maggy

ISBN:

3-898-13326-5

ISBN(13):

978-3-8981-332-5

EAN:

9783898133265

Typ:

Hörspiel

 

Francis Durbridge

 

Francis Henry Durbridge wurde 1912 im nordenglischen Hüll geboren. Seine Autoren-Laufbahn begann er mit Bühnenstücken (»Promotion«, 1933) und Kurzgeschichten. Es folgten Romane mit dem Kriminalschriftsteller und Freizeitdetektiv Paul Temple und dem Agenten Tim Frazer [mehr]

 

Paul Temple

 

Der Autor und Freizeitdetektiv Paul Temple löst mit seiner aparten und manchmal auch sehr kindlichen Frau Steve Kriminalfälle und lässt dabei Chief Inspector Sir Graham Forbes zum Statisten verkommen. [mehr]

 

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