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Die letzte Generation

Clarke, Arthur C.

Rezension von Michael Matzer

Eines Tages in naher Zukunft: Gigantische Raumschiffe erscheinen über den Städten der Erde. Doch noch ist nicht "Independence Day"! Die Außerirdischen, die sich als "Overlords" bezeichnen, erweisen sich als dem Menschen technisch und sogar moralisch überlegen. Sie stehen jedoch ihrerseits im Dienst einer übergeordneten macht. Diese Macht erteilte ihnen den Auftrag, die Menschen jener moralischen Reife zuzuführen, die andere Bewohner des Universums schon erreicht haben. Im ersten Schritt unterbinden die Overlords Kriege und dergleichen. Sie erzwingen die Bildung einer Weltregierung. Sie treten zwar als Marionettenspieler auf, doch weigern sie sich, sich selbst zu zeigen.

Jahrzehnte später ist auf der Erde ein neues Zeitalter angebrochen: Die Utopien sind wahr geworden. Doch dann macht der Roman einen ironischen Schlenker: Als sich die Overlords den Menschen zum ersten Mal direkt zeigen, sehen sie genau so aus, wie sich Menschen seit Jahrtausenden den Teufel vorgestellt haben. Doch was ist dann jene Macht, die hinter diesen "Teufeln" steht?

Wie sich heraustellt, verändert sich die junge Generation, die letzte, dahingehend, daß sie von entfernten Sonnen und anderen Aliens träumt. Und eines Tages entfernen sich die Jungen, indem sie sich in metaphysischem Sinne geistig mit jener Macht vereinigen. Sie wird "Overmind" genannt und entspricht dem platonischen Ideal einer rein geistigen Existenz: Ein Sammelbecken für Seelen. Als die letzten Seelen die Erde verlassen, müssen die Overlords, in ihrer Hebammenfunktion nunmehr überflüssig, hilflos zusehen - arme Teufel.

Clarke ist einer der letzten verbliebenen Großmeister der Science Fiction. Seine literarische Vorlage verfilmte Stanley Kubrick 1968 mit großem Erfolg als "2001 - Odyssee im Weltraum". "Die letzte Generation", obwohl bereits Anfang der Fünfziger veröffentlicht, avancierte Ende der sechziger Jahre zum Kultbuch. kein Wunder: Es geht u.a. um die Beendigung von Kriegen, und die USA befanden sich mitten im Vietnam-Konflikt.

In diesem Roman vereinigen sich Wissenschaft, Utopie und religiöser Mystizismus zu einer ganz eigenen Mischung. Nicht jeder kann damit etwas anfangen. Die Overlords kommen einem manchmal wie die missionarischen Bürokraten des Britischen Empires vor. Die wenigen Charaktere, meist junge Leute, sind schwach gezeichnet. Und ist es allein die Handlung mit ihren Wundern und vor allem der majestätische Höhepunkt, die den Reiz dieses Buches ausmachen: ein wohlwollendes Jüngstes Gericht, und die Pforten des Himmels stehen allen offen.

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Michael Matzer. Neben seiner Arbeit in der Welt der Datenverarbeitung schreibt Micheal Matzer professionell Rezensionen im Bereich der phantastischen Medien.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Clarke, Arthur C.

Verlag:

Heyne, München

Erschienen:

Jan. 2003

Kritiker:

Michael Matzer

ISBN:

3-453-87534-6

ISBN(13):

978-3-4538-753-10

EAN:

97834538753410

Typ:

Taschenbuch

 

Arthur C. Clarke

 

Sir Arthur C. Clarke wurde am 16. Dezember 1917 in Minehead, Somerset, England geboren. 1936 zog er nach London, wo er der British Interplanetary Society beitrat. Zu dieser Zeit begann er, SF zu schreiben. Im 2. Weltkrieg diente er bei der Royal Air Force, wo er die Leitung über die ersten experimentellen Radar-Anflug-Überwachungsanlagen innehatte [mehr]

 

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