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Elidor

Garner, Alan

Rezension von jpk

Helen, David, Nicholas und Roland sind die Kinder der Watsons aus Manchester. Aus Langeweile fahren sie mit Bussen, Aufzügen und stromern durch die Stadt. Als ihnen nichts Besseres mehr einfällt, legen sie einen Finger auf die Stadtkarte, um ihren nächstes Ausflugsziel zu bestimmen. Dabei geraten sie in ein Abbruchgebiet, in dem nur noch eine alte Kirche steht. Neugierig und von Musik angelockt erkunden sie das alte Bauwerk. Doch als sie einzeln in die Kirche treten schwillt die Musik an und sie gelangen nach Elidor, eine Welt der Phantasie. Diese ist vom Untergang bedroht und nur noch der merkwürdige Malebron versucht den goldenen Glanz des untergegangenen Elidors zu erhalten. Doch die Mächte der Finsternis sind stark und sie werden von korrupten Menschen unterstützt. Malebron zeigt den Kindern wo die wichtigsten Schätze Elidors liegen und bittet sie, diese in ihre Welt mitzunehmen und zu bewahren. So lange diese Schätze in ihren Händen sind, wird Elidor Bestand haben. Die Kinder versprechen es und nehmen Schwert, Stein, Kelch und Speer an sich. Zurück in ihre Welt geflüchtet werden die Schätze zu Schrottgegenständen, die unauffällige kaum sein könnten. Trotzdem geht vo den Schätzen eine besondere Strahlung aus. Elektrische Geräte spinnen und laufen ohne Strom an. Schließlich vergraben die Kinder die Schätze in einer alten eisernen Mülltonne tief im Garten. Es scheint Ruhe einzukehre und ein leichter Job zu werden, die Schütze zu hüten. Doch dann passieren merkwürdige Dinge. Gestalten aus der anderen Welt versuchen zu den Schätzen zu gelangen und sie haben nichts Gutes vor.

Alan Garner verfasste den 1986 von Werner Schmitz übersetzten Roman 1965 weit vor jeder Fantasywelle. Die phantastischen Gestalten aus der Geschichte entspringen der englischen Legendenwelt, in der sich der Autor bestens auskennt. Gemessen an der Erstellungszeit, würde man das Buch als bahnbrechend bezeichnen. Weltenwechsel, magische Musik, Einhörner, Ritter und finstere Magie gesteuert durch die Macht der Gedanken sind heute jedoch Alltagsware der phantastischen Kinderliteratur. Während Garner noch die Phantastik gering dosiert und durch mühevolle Konstrukte nachweist (indem er Funkexperten des Postministeriums auftreten lässt, die durch die eleltronische Strahlung der magischen Gegenstände angelockt wurden), gehen moderne Fantasy Autoren davon aus, dass die Phantasie der Kinder solche Hilfskonstrukte nicht benötigen.

Der Autor hat eine Roman verfasst, der sich den Legenden und Phantasien verpflichtet und doch zu sehr noch in der Alltagswelt verhaftet ist. So findet der Höhepunkt nicht in Elidor, sondern in Manchester seinen Abschluss. Die Geschichte ähnelt mehr eine Episode aus Enid Blytons Romanserien, als einem phantastischen Roman. Alan Garner scheitert an dem Zwiespalt, da er sich weder für die Phantastik, noch für die Wirklichkeit entscheiden kann. Er hat einen durchaus spannende Geschichte für Kinder geschrieben. Sie ist unterhaltsam, aber schlussendlich erscheinen die Charaktere flach, die Phantastik wirkt an vielen Punkten aufgesetzt und zufällig platziert. Das fällt unangenehm auf, als Helen eine Tasse beim Ausbuddeln des Lochs im Garten zerbricht, die schlussendlich die Lösung des Problems enthält. In einem besser geschriebenen Roman, wären die Kinder in die Bücherei der Stadt gegangen und hätten nachgeschaut, wie man mit Einhörnern umgeht. Für Leseratten unter den Kindern ist das Buch trotzdem zu empfehlen. Es verlockt dazu, sich jenseits der Fantasy Massenware, nach den Legenden dahinter zu erkunden.

Herstellerinfo
Originalausgabe: Elidor
Harper Collins, London
Aus dem Englischen von Werner Schmitz
165 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Datenbank:0.0021 Webservice:0.1005 Querverweise:0.0099 Infos:0.0007 Verlag,Serie:0.0020 Cover:0.0002 Meinungen:0.0015 Rezi:0.0002 Kompett:0.1174

 

Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Autor:

Garner, Alan

Verlag:

Freies Geistesleben, Stuttgart

Erschienen:

Aug. 2004

Kritiker:

jpk

ISBN:

3-772-52259-9

ISBN(13):

978-3-7725-225-8

EAN:

9783772522598

Typ:

Hardcover

 

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