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Die makellose Täuschung

Pears, Iain

Rezension von Monika
Aus der Reihe "Flavia di Stefano/Jonathan Argyll"

Im Rom wird ein wertvolles Gemälde gestohlen. Nicht so ungewöhnlich, sollte man meinen, doch hier handelt es sich um eine französische Leihgabe, für deren Sicherheit sich der italienische Ministerpräsident persönlich verbürgt hat. Die Ausstellung in der Nationalgalerie mit Gemälden aus allen Epochen europäischer Kunst sollte der kulturelle Höhepunkt seiner Präsidentschaft sein. Eine sehr peinliche Sache, daß diese Bild jetzt geklaut wurde. Italien wäre vor der ganzen Welt blamiert, wenn die Sache bekannt würde.
Der Ministerpräsident persönlich beauftragt Flavia di Stefano, Dezernentin für Kunstraub der römischen Polizei, das Gemälde ohne großes Aufsehen wiederzubeschaffen. Eine hohe Lösegeldsumme wird hierfür zur Verfügung gestellt. Die Öffentlichkeit soll von alle dem nichts mitbekommen.
Währenddessen befaßt sich Flavias Ehemann, der Kunsthändler Jonathan Argyll, mit einer ganz anderen Sache. Um Flavias Vorgänger im Amt, General Bottando, zur anstehenden Pensionierung eine Freude zu machen, stellt er Recherden über die Herkunft eines im Besitz des Generals befindlichen Gemäldes an. Diese Gemälde der Unbefleckten Empfängnis, das im bescheidenen Wohnzimmer des Generals an der Wand hängt, entpuppt sich als viel wertvoller als angenommen. Wie kam es nur in den Besitz des Generals? Dieser zieht es vor, hierüber zu schweigen...
Natürlich stellt sich nach und nach heraus, daß die beiden Handlungsstränge doch irgendwie zusammenhängen. Während Flavias Ermittlungen bis zurück in die siebziger Jahre und die damalige Terroristenszene führen, bewegt sich Jonathan in der Welt der Kunsthändler und ihrer nicht immer ganz sauberen Geschäfte.
An dem Buch gefällt mir der elegante, von Iain Pears nicht anders gewohnte Schreibstil, und so nebenbei lernt man noch das eine oder andere über Kunst, denn der Autor ist ja Kunsthistoriker und kennt sein Metier. Die Spannung läßt allerdings deutlich zu wünschen übrig, vor allem, da die Ermittlungen um die geraubte Leihgabe und die Aufklärung von jahrzehntelang zurückliegenden Vorkommnissen in der Terroristenszene - mit Verwicklungen bis in die obersten Etagen der Politik - nicht leicht zu entwirren sind.
Der andere Handlungsstrang dümpelt so vor sich hin, die bekannte Kunstdiebin Mary Verney hat hier wieder mal ihre Hand im Spiel, und eine große Liebe findet noch fast vierzig Jahren ihre Erfüllung.
Meiner Meinung nach nicht gerade das beste Buch von Iain Pears mit dem Ermittlerpärchen Flavia di Stefano/Jonathan Argyll. Am Schluß des Buches deutet sich jedoch an, daß der Autor im nächsten Buch dieser Reihe wohl einiges ändern wird: Die Hauptpersonen beabsichtigen, eine Art Kunstdektei zu gründen, die es sich zur Aufgabe macht, auf diskrete Weise verschwundene Bilder aufzuspüren, deren Besitzer nicht die Polizei einschalten wollen. Dies könnte wieder etwas dringend benötigten Schwung in die Serie bringen.
Iain Pears zu lesen lohnt allemal, aber als Einstieg in diese Krimireihe sollte man lieber eines der älteren Bücher wählen.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Italien

Zeit:

Gegenwart

Serie:

Flavia di Stefano/Jonathan Argyll

Autor:

Pears, Iain

Verlag:

Knaur, München

Erschienen:

Mai. 2004

Kritiker:

Monika

ISBN:

3-426-61969-5

ISBN(13):

978-3-4266-196-8

EAN:

9783426619698

Typ:

Taschenbuch

 

Iain Pears

 

Iain Pears wurde 1955 in England geboren. Vor 1990 war das einzige Buch, das
der Oxforder Kunsthistoriker Iain Pears veröffentlicht hatte, eine
Geschichte der Künste im 17. und 18. Jahrhundert Englands. Aber als Reuters
Nachrichten Korrespondent in England, in Frankreich, in Italien und in den
Vereinigten Staaten, hatte er Artikel über alles mögliche, von [mehr]

 

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