| |  | "Blinde Göttin" und "Selig sind die Dürstenden" Rezension von KK Aus der Reihe "Hanne Wilhelmsen" Zwei Bände aus der Reihe um die Osloer Kommissarin Hanne Wilhelmsen hat der Piper-Verlag in diesem Sonderband erneut herausgebracht. Wer noch keinen Krimi dieser Reihe gelesen hat bekommt hier ein ideales „Einsteigerangebot“ für 10.-Euro geboten, dass ich nur empfehlen kann. Da eine Besprechung von „Blinde Göttin“ schon existiert, hier noch die Rezension des zweiten Buches dieses Sonderbandes „Selig sind die Dürstenden“: Es ist der Frühling 1994 und die Polizei in Oslo ist hoffnungslos überfordert mit all den Verbrechen, die zur Zeit geschehen. Drei Morde und 16 Vergewaltigungen entrüsten nicht nur die Polizisten sondern auch die Bevölkerung und die Medien. Zusätzlich machen hochsommerliche Temperaturen die Arbeit der Polizei nicht einfacher. Jeder wünscht sich Regen herbei, denn dann bleiben die Leute zu Hause und machen keinen weiteren Blödsinn. Zunächst untersucht Hanne Wilhelmsen einen ungewöhnlichen Fund. In einem Schuppen wurden alle Wände mit Blut beschmiert. Ob es sich vielleicht um Menschenblut handelt müssen Laboruntersuchungen zeigen. Eindeutig ist aber eine Zahlenreihe zu erkennen, die mit dem Blut an die Wand geschrieben wurde. Nur ihre Bedeutung bleibt Hanne verborgen. Bis auf weiteres ist kein Verbrechen erkennbar, denn es gibt kein Opfer. Eine weitere Schmiererei mit Blut in einem Parkhaus und einer weiteren Zahlenreihe ruft Hanne eine Woche später erneut auf den Plan. Aber auch hier bleibt ihr nichts anderes übrig als auf die Spurensicherung zu hoffen. Ebenso wie eine Woche später ein drittes jetzt sogenanntes „Samstagsmassaker“. Der nächste Samstag beschert Hanne weitere Arbeit. Die Studentin Kristine Haverstad wird in ihrer Wohnung von einem Mann überwältigt und mehrfach vergewaltigt. Wünscht sich Kristine anfangs noch nur zu überleben, fragt sie sich nach der Vergewaltigung warum Gott sie nicht hat sterben lassen. Ihr Vater findet sie in ihrer Wohnung und ist hilflos schwört sich aber einen heiligen Eid den Täter zu töten. Als er sieht das auch die tüchtige Hanne Wilhelmsen wenig Möglichkeiten hat den Vergewaltiger ausfindig zu machen, befragt er selber die Nachbarn, die gegenüber der Polizei angegeben haben nichts gesehen oder gehört zu haben. Und der Vater findet ein paar Hinweise, die er akribisch verfolgt. Seiner Tochter erzählt er nichts von seinem Plan, den Vergewaltiger zu finden und zu töten. Kristine ihrerseits weiß nicht wie sie mit ihrem Schmerz fertig werden soll. Hanne findet heraus, dass Kristines Vater selber Nachforschungen anstellt und warnt ihn indirekt seine Rachepläne weiter auszuführen. Hanne beschäftigt sich auch noch immer mit den „Samstagsmassakern“. Die Laboruntersuchungen haben tatsächlich ergeben, dass dort zwar hauptsächlich Tierblut, aber auch menschliches Blut an die Wände geschmiert worden war. Hanne’s Gedankensprünge bringen sie dazu die Schmierereien mit der Vergewaltigung Kristines in Zusammenhang zu bringen. Die hingeschmierten Zahlenreihen geben ihr aber weiterhin Rätsel auf. Aber damit ist sie der Lösung des Falles einen entscheidenden Schritt näher gekommen. An das schwierige Thema Vergewaltigung geht Anne Holt offen heran und räumt dem Opfer und seinen Angehörigen viel Platz und Zeit ein. Die Unfähigkeit mit so einem Verbrechen umzugehen schildert sie behutsam aber doch mit klarem Blick für die Details. So erscheint das Vorhaben des Vaters den Vergewaltiger zu töten als logische Konsequenz des Geschehens. Großartige Erklärungsversuche für das Verhalten des Täters gibt es nicht, eine kurze Beschreibung seiner Kindheitserlebenisse müssen da reichen. Die Figur der Hanne Wilhelmsen wirkt so stark und doch verletzlich zugleich. Einerseits ist sie eine „saugute“ Ermittlerin, die einen schon fast legendären Ruf hat. Andererseits ist sie krampfhaft darum bemüht ihr Privatleben komplett unter Verschluß zu halten. Obwohl sie seit 15 Jahren mit Cecilie zusammen ist, mit ihr zusammen wohnt, haben sie doch immer noch zwei verschiedene Telefonnummern und keiner von Hannes Kollegen soll über ihre sexuelle Orientierung Bescheid wissen. Sehr zum Missfallen von Cecilie, die das Hanne zum Vorwurf macht. Aber Hanne ist noch nicht bereit sich zu outen. Erste Schritte in diese Richtung fallen ihr unendlich schwer, so wenig vertraut sie sich und ihrer Umgebung. Als Holt/Wilhelmsen-Fan kann ich beide Bücher nur empfehlen. Überdurchschnittliche Krimikost mit Feingefühl.
Eure Meinungen:
| AyH76X lfihwxnu yzlfommw vflmtrcw [EiQkqTGJe] |
Datenbank:0.0011 Webservice:0.0703 Querverweise:0.1391 Infos:0.0009 Verlag,Serie:0.0007 Cover:0.0001 Meinungen:0.0015 Rezi:0.0002 Kompett:0.2141 |  |  | | 
| Auf dieser Homepage findet ihr das Online Magazin für Fantasy und Science-Fiction. Die hier verwendete Fonts heißen "Trebuchet MS" (Vincent Connare,1996) und "Verdana" (Matthew Carter und Thomas Rickner). Alle verwendeten Fonts sind erworben oder frei verfügbarer Fonts von Microsoft® - download. Die Homepage wurde getestet mit Opera5, Netscape 4.7 und Internet Explorer 5.x. Bitte beachtet die rechtlichen Hinweise des X-Zine. Wenn es zu Fehlern kommt, dann würden wir uns über eine Nachricht an redaktion@x-zine.de freuen. Bitte kopiert dabei den Link (URl/Adresse), der oben im Browser steht und schickt Ihn uns.
Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß mit unseren Seiten, Euer Redaktionsteam, Mai 2002 | | | Gesamt: | | (Gut) | Anspruch: | | (Entspannend) | Spannung: | | (Spannend) | Brutalität: | | (Vertretbar) | |  | | Sprache: | Deutsch | Ort: | Norwegen, Oslo | Zeit: | 1994 | Serie: | Hanne Wilhelmsen | Autor: | Holt, Anne | Verlag: | Piper, München | Erschienen: | Jun. 2004 | Kritiker: | KK | ISBN: | 3-492-24157-3 | ISBN(13): | 978-3-4922-415-1 | EAN: | 9783492241571 | Typ: | Taschenbuch | |  | | Anne Holt wurde 1958 in Norwegen geboren und arbeitete als Journalistin, Polizistin und Anwältin, bevor sie 1996 für kurze Zeit zur norwegischen Justizministerin ernannt wurde. [mehr] |  | |