Book of Broken Dreams Alger, J.C.Rezension von jpk Aus der Reihe "D20" Von Netherland Games erschienen bisher drei Produkte, die zum Kauf für ein paar Dollar zum Download angeboten wurden. Sie sind zwischen 2001 und 2002 aufgelegt worden. Inzwischen ist es still um die Produzenten http://www.netherlandgames.com/ geworden. Die PDFs sind jedoch noch bei manchen Downloadseiten für Geld oder für lau zu bekommen. Das vorliegende Buch benutzt neben den D20 Regeln noch das ebenfalls von Netherland Games aufgelegte Buch "Primal Codex". Es geht auf den rund 50 Seiten rund um Psychosen und psychisch belastende Situationen, die auf die Charaktere einprasseln können. Da wäre in Kapitel 1 der Stress, der regeltechnisch in einem "Stress Endurance Level" und bei verlorenen Prüfwurf zu Konsequenzen und Dissoziationen führt. "PTSD: Post traumatic stress disorder" erwartet den gestressten mit Alpträumen und anderen traumatischen Nacherlebnissen. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Personalität des Charakters. Die vorgeschlagenen Regelungen sind eher was für Nichtspielerfiguren, wie es auch in der Anleitung betont wird. Hier kann man sich ruckzuck einen labilen Charakter zusammenstellen, der garantiert einen Hau hat. Man sollte dabei nicht vergessen, dass es Ziel des Quellenbuchs ist, eine gewisse Farbigkeit in die Nichtspielerwelt zu bringen und daher sind die Chancen auf eine Störung des geistigen Gleichgewichts recht hoch angesetzt. Die aus dem Wörterbuch der Psychologie und anderen passenden Quellen herausgesuchten Eigenschaften, werden genau vorgestellt und in ihrer Bedeutung nach Schwere der Belastung deutlich skizziert. Richtig verrückt wird man in Kapitel 3, wo die verschiedenen Geisteskrankheiten vorgestellt werden und deren Auswirkungen auf Werte und Verhalten der Charaktere. Im vierten Kapitel geht es um magische Sprüche, die zu geistiger Instabilität führen. Nach einer Listendarstellung werden die Sprüche im Einzelnen vorgestellt und beschrieben. Kein Quellenbuch kommt ohne neue Prestige Klasse, noch ein Monster und weitere Feats aus? So auch dieses nicht. Kapitel 5 stellt "Dream Weaver", "Nightmare Creature", "Lunatic" und "Mentalist“ vor. Braucht man nicht wirklich. Insgesamt ist das Heft die paar Dollar wert und wer über einen Drucker verfügt, der sollte sich auch nicht scheuen, es auszudrucken. Wenn man es als Anregung sieht und die nicht besonders gut ausgearbeiteten Prestige Klassen ignoriert, ist es ein gutes Heft für den Spielleiter. Den Vorschlag Stress als Belastung einzubringen findet sicherlich wenig Anklang bei den Spielern. Das Kapitel 2 ist auf jeden Fall eine Bereicherung bei der Charakterschaffung, die interessantere Nichtspielerfiguren erzeugen wird.
Eure Meinungen:
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