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Sphinx_2

Franke, Herbert W.

Rezension von Helme

Gareth ist ein Wissenschaftler in der UnoSta, der Union freier Stadtstaaten, der überdachten Kuppelstädte, die sich von ihren früheren Staaten losgesagt haben, die sich mittlerweile zur Allianz freier Nationen zusammenschlossen. Sein geordnetes und bequemes Leben gerät aus den Fugen, als Vertreter des „Verbands zur Unterstützung des sanften Selbstmords“ bei ihm auftauchen. Er erfährt, dass seine Lunge irreparabel beschädigt sei und gegen ein Kunstmodell ausgetauscht werden müsse. Doch Agenten der Allianz sprechen ihn an und erzählen ihm, dass sei eine Lügengeschichte: Er ist ein Klon eines berühmten Wissenschaftlers und soll als dessen persönliches Ersatzteillager herhalten. Verwirrt wechselt er in die Allianz, für die er Geheimaufträge ausführen soll – und bald weiß er nicht mehr, wem er trauen kann und wer eigentlich was von ihm will…

Die Geschichte ist äußerst verwickelt, voller Sprünge und Wendungen und erreicht dadurch einen hohen Spannungsgrad, der sich jedoch leider erst nach etwa hundert Seiten entfaltet. Die Person Gareth ist ein wenig arg einfältig geraten, und der Autor legte viel Wert auf sein Sexualleben; ob das gut oder schlecht zu bewerten ist muss jeder selbst wissen. Gegen Ende steuert alles langsam aber sicher auf ein Happy End zu, dass ein wenig arg glücklich wurde – die vom Autor angestrebte Mystik erreicht der Gang Gareths leider nicht.

Auch täuscht der Klappentext: Weniger Gentechnik denn künstliche Intelligenz ist der Inhalt des Buches, denn auch wenn dies erst nach zwei Dritteln klar wird: Die gesamte Geschichte dreht sich um das Computersystem Sphinx_2, das ein eigenes Bewusstsein entwickelt – altbekannter Stoff also.

Was dem Autor sehr schön gelingt ist die Herausarbeitung der politischen und gesellschaftlichen Situation und de Diskrepanzen zwischen der UnoSta und der Allianz sowie deren Lebensstilen und kann gleichzeitig als Gesellschaftskritik gesehen werden.

Ebenfalls sehr gut gelungen ist der Schreibstil: Die Geschichte Gareths wird in der allgemein bekannten Erzählweise im Präteritum dargelegt, während alles andere, auch Hintergrundinformationen, in Form von Artikeln, Verhörprotokollen und Biographien eingestreut wird, was die Lesbarkeit ungemein erhöht und äußerst abwechslungsreich ist. Die Sprache ist dem Autor recht gut gelungen, lediglich die Namen der handlungstragenden Personen hätten etwas mehr Kreativität vertragen; ich denke, jeder DSA Veteran stößt sich am Namen der Hauptperson.

Im Endeffekt ist das alles Makulatur, die jedoch zusammengenommen die Bestnote ebenso vereitelt wie der hohe Preis des Taschenbuchs, der mit 14,90€ dotiert; äußerst stattlich, wenn es auch über 400 Seiten (groß bedruckt) sind.

Schönheitsfehler und teuer, jedoch ansonsten absolute Spitzenklasse Mogelpackung.

Herstellerinfo:
Sie kamen zu zweit, ein Mann und eine Frau. Unauffällig gekleidet, graublaue Carbonfaseranzüge. Ob es einen abhörsicheren Raum gäbe, wollten sie wissen.
Der große Gentechnik-Roman des wohl bekanntesten deutschen SF-Autors.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Anstrengend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

UnoSta, Boston

Zeit:

Nähere Zukunft

Autor:

Franke, Herbert W.

Verlag:

dtv, München

Erschienen:

Nov. 2004

Kritiker:

Helme

ISBN:

3-423-24407-0

ISBN(13):

978-3-4232-440-7

EAN:

9783423244077

Typ:

Taschenbuch

 

Herbert W. Franke

 

Geborene wurde Herbert W. Franke im Jahr 1927 in Wien, Österreich. 1945-1951 studierte er an der Universität von Wien die Fächer Physik, Mathematik und Philosophie. Nach seinem Umzug nach Deutschland arbeitete er fünf Jahre in der Industrie, später als freier Mitarbeiter [mehr]

 

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