Jagd auf Roter Oktober McTiernan, JohnRezension von Stefan Sasse Story: Die „Roter Oktober“, das modernste U-Boot der Roten Flotte ist ausgelaufen. Es verfügt über den neusten Antrieb der Streitkräfte, die „Raupe“, die es ihm ermöglicht, nahezu lautlos zu fahren und damit bis an die amerikanische Küste heranzukommen. Während die Sowjetflotte ausläuft, glaubt alle Welt, dass Kapitän Ramius (Sean Connery) verrückt geworden ist und die USA angreifen will. Doch Jack Ryan (Alec Baldwin) hat eine andere Theorie: Was, wenn Ramius überlaufen wöllte…? Bewertungen: Story: Die auf dem gleichnamigen Roman von Tom Clancy basierende Geschichte wurde – ganz im Gegensatz zu z.B. HdR II – nur sinnvoll abgeändert, was aus filmischen Gründen eine starke Konzentration auf Ryan als Hauptfigur bedeuten muss. Die Geschichte selbst wird hoch spannend und voller interessanter Personen erzählt und lässt trotz der Clancy – typischen proamerikanischen Färbung keine Wünsche offen. Kamera: Die Kameraeinstellungen treffen voll den Nerv: Ohne allzu große Flüge, Drehungen oder sonstige Spielereien, lediglich mit einigen Schrägstellungen vermag es die Kameraführung den Szenen ihre individuelle Bedeutung zu unterstreichen. Die Außenansichten der U-Boote hingegen sind eine Klasse für sich und geben den Szenen die entsprechende Geschwindigkeit und Action, welche die Story verlangt. Darsteller: Ebenfalls ein großes Plus. Hochkarätige Schauspieler spielen Schulter an Schulter mit Halb- und Viertelsgrößen aus Hollywood und völlig unbekannten Darstellern zu einem harmonischen Ganzen. Kulissen: Die U-Boote bieten eine beklemmende Kulisse für den Thriller, ebenso die restlichen Schiffe, der Nordatlantik stellt den Rest, was überaus in einem überaus stimmungsvollen Gesamtbild resultiert. Spezialeffekte: Die wenigen Spezialeffekte werden sehr gut in Szene gesetzt. Auftauchende U-Boote, explodierende und durch das Wasser pflügende Torpedos, tolle Stunts…Keine Wünsche bleiben offen. Soundtrack: Der Score von Basil Poledouris, der sich auch für den „Starship Troopers“ Soundtrack verantwortlich zeichnet, unterscheidet zwei Grundstimmungen: Schnelle Stücke zur Spannungssteigerung und melancholisch angehauchte, russisch orientierte Stücke. Beide sind über jeden Zweifel erhaben und unterstreichen die Situation vortrefflich. Lernfaktor: Keiner, nicht einmal, dass die Amerikaner die Guten sind. Fazit: Gelungenste Tom Clancy Verfilmung, dessen Patriotismus sogar entschärft wurde – unvorstellbar für jetzige Verhältnisse. Der Film unterhält auf hohem Niveau hoch spannend und dauerhaft. Kein Grund für Klagen, Erlebnis pur.
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