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Spinnennetz (Tremere 2)

Griffin, Eric

Rezension von Maximilian
Aus der Reihe "Vampire: Die Maskerade: Triologie Tremere"

„Spinnennetz“ ist der zweite Roman aus der Clansroman-Triologie: Tremere aus der Welt von Vampire: die Maskerade. Der Autor, Eric Griffin, hat auch die Clansromane Tzimisce und Tremere geschrieben. Viele seiner benutzten Bildern und Metaphern aus dem Clansroman Tremere tauchen wieder auf und die Handlung der Triologie knüpft direkt an den Clansroman Tremere.
Das Buch erzählt von den rätselhaften Geschehnissen in New York, nach der Eroberung durch die Camarilla. Es geht um die Hintergründe eines Attentates auf den Prinzen, einer geheimnisvollen Mordserie im Hauptgildenhaus der Tremere, den Zustrom an Flüchtlingen und das Schicksal von einigen besonderen Kainiten, wie dem vermeintlichen Attentäter, einer jungen Novizin und Aisling Sturbridge.

„Spinnennetz“ fängt dort an, wo „Spinnengift“ aufhörte. Genau genommen wird sogar die letzte Szene aus dem ersten Teil der Triologie wiederholt und noch einmal durchgekaut. Zum großen Teil wird hier sogar nur kopiert.
Wer schon im Clansroman Tremere oder im ersten Teil Schwierigkeiten mit der Art des Autors hatte, eigenartige und ermüdende Szenen, die zum Teil sehr sinnlos und überzogen wirken und meistens nicht sehr spannend zu lesen sind, dazu einzusetzen, um seinen Figuren Substanz zu geben, dem macht es der Autor in diesem Buch nicht leichter.
Es findet sich aber genügend normale Erzählung, die recht angenehm zu lesen ist, damit man nicht den Überblick verliert, sofern man den Stil des Autors und die Handlung aus den vorherigen Büchern kennt. Für einen richtigen Genuß des ganzen Buches reicht das allerdings nicht aus.
Weiterhin ist der Autor auf weibliche Charaktere fixiert, jedoch wird dem anderen Geschlecht diesmal noch mehr Platz eingeräumt als in Teil 1 und diese Akteure dürfen sogar überleben. Ansonsten sieht es aber schlecht aus für die Vampire New Yorks, die Kapitel für Kapitel dezimiert werden.
Es gibt einige gute Szenen, in denen der Autor endlich auch einmal über Dialog und Handlung seine Charaktere versucht zu zeichnen, was ihm bei Sturbridge an zwei oder drei Stellen auch wirklich gut gelungen ist, aber sonst flüchtet er sich dort leider wieder ins Diffuse und Surreale. Störend erweisen sich auch kurze Perspektivwechsel im Erzählstil, die ohne klare Abgrenzung und sporadisch erfolgen und das Lesevergnügen erschweren.

Die Handlung selbst betrifft die Mordserie im Gildenhaus von New York und den Mordanschlag auf den Prinzen auf dem Empire State Building. Die Hintergründe des Attentates werden jedoch durch diffuse Hinweise weiter verschleiert und werden wohl im dritten Teil enthüllt werden.
Die Mordserie im Gildenhaus dagegen wird halbwegs für den Leser verständlich skizziert, auch wenn die Hintermänner und die Gründe noch im Dunkeln bleiben.

Die Regeln aus Vampire: die Maskerade werden nur gering bis gar nicht beachtet. Die Struktur und Organisation der Tremere wird wieder nur in einem kleinen Teil beleuchtet, wobei man sich nicht ganz sicher sein kann, ob der Autor den Clan lediglich geheimnisvoll zeichnen will oder ob er über kein grösseres Wissen verfügt.
Das er jeden einfachen Novizen der Tremere jedoch Wissen über die Astoren, eine Geheimpolizei der Tremere, die hier endlich auftauchen und versuchen das Chaos zu bereinigen, zuschreibt, lässt eher auf fehlendes Wissen schließen.
Die Blutmagie wird wenig eingebunden. Wenn sie vorkommt wird kaum genauer darauf eingegangen, so dass man sich fragen muß, ob der Autor weiß, dass man eben nicht einen Schutzkreis in einen anderen verwandeln kann, oder die Wirkung eines Rituals nach belieben während dem Wirken verändern kann.
Zu all den Schwächen kommen noch sehr viele Druckfehler hinzu. Manchmal scheint auch auf Vorschulniveau übersetzt worden zu sein.

Fazit: Ein Buch, dass sich eigentlich nur für Tremerefans, obwohl die sich beim Lesen in Grausen winden können, und Fans des Metaplots eignet. Sammler werden es eh kaufen, aber der Preis für dieses Buch ist wohl dreimal so hoch wie der eigentliche Wert.

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung der Redaktion von Avalon-Projekt. Das Avalon-Projekt widmet sich, neben der Welt der Dunkelheit, der eigenen keltischen Welt "Anderwelt", ein geheimnisvoller, übernatürlicher Ort, an dem die Gesetze von Zeit und Raum nicht gelten.

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Wertung

 

Gesamt:

(Geht so)

Anspruch:

(Anstrengend)

Spannung:

(Langatmig)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Weitere Kritiken dazu von
von Dirk Götz

Infos Eric Griffin:
Biographie von Eric Griffin
Scarred Lands: Forsa...gy)
Spinnengift (Tremere 1)
Spinnenmacht (Tremere 3)

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

New York, USA

Zeit:

2000

Serie:

Vampire: Die Maskerade: Triologie Tremere

Autor:

Griffin, Eric

Verlag:

Feder & Schwert, Mannheim

Erschienen:

Jan. 2003

Kritiker:

Maximilian

ISBN:

3-935-28274-5

ISBN(13):

978-3-9352-827-1

EAN:

9783935282741

Typ:

Taschenbuch

 

Eric Griffin

 

Eric Griffin arbeitet als Autor und Redakteur in der Hauptsache im Bereich der Rollenspiele für den Verlag White Wolf. Dort verfasste er Kurzgeschichten, Romane und Quellenmaterial im Zusammenhang mit der Produktlinie "Welt der Dunkelheit". Griffin lebt in Atlanta mit seiner Frau und seinen drei Söhnen [mehr]

 

Vampire: Die Maskerade: Triologie Tremere

 

Offensichtlich lautet das neue Motto bei White Wolf nicht mehr „Think big", sondern „Think bigger". War die Clansromanserie schon ein Großprojekt, so scheint man diese Serie jetzt mit einer ganzen Serie von Trilogien zu den Clans vervollständigen wollen (ob man jetzt wirklich noch 39 Bände herausbringen will, möchte ich bezweifeln, selbst wenn die Lasombra-Trilogy bereits angekündigt ist). [mehr]

 

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