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Feuerfrost - Die phantastische Geschichte des Zaubersteins von Brisingamen

Garner, Alan

Rezension von Marcel Dykiert

Es beginnt vielleicht mit einer Legende – ganz sicher endet es mit einer!

Colin und Susan sind zwei Kinder, die ihren Urlaub bei ihrem Onkel, dem Bauer Gowther Mossock verbringen. Zusammen mit seiner Frau Bess lebt er an der Edge, einer hügeligen Landschaft mitten in England auf seinem Hof Highmost Redmanhey. Mossock ist eine Seele von einem Mann, Bess eine tolle Köchin und das hügelige Vorland mit seinen alten Minen der ideale Ort, um einen Sommer zu verbringen – auf Susan und Colin wartet eine tolle Zeit.

Doch schnell stellt sich heraus, dass es vielleicht weniger der Zufall, als vielmehr das Schicksal war, dass die Geschwister nach Highmost Redmanhey geführt hat. Susan trägt ein Armband, dass sich seit Jahrhunderten im Besitz ihrer Familie befindet und eben jenes Armband steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit finsterer Mächte. Eine alte Legende wird wahr und Maras, Lyblacs und Svarts tauchen plötzlich auf, um den Zauberstein, der sich im Armband befindet, aus den Händen der Kinder zu entreißen.
Doch zum Glück stehen Colin und Susan nicht allein – die vielen Eulen in ihrer Umgebung haben sie schon misstrauisch gemacht. Doch wachen die von Freunden geschickten Vögel über ihre Sicherheit und endlich geben sich die Helfer zu erkennen – es sind die beiden Vettern Fenodyree und Durathror – Zwerge.
Die beiden können zusammen mit dem mächtigen Zauberer Cadellin etwas Licht in die verworrene Angelgenheit bringen. Der Stein schützt den ewigen Schlaf von 139 Rittern, die erwachen werden und ausziehen sobald das Böse sich endgültig erhebt um die Menschheit ein für allemal ins Verderben zu stürzen. Ihre Kraft wird dann nicht in ihrer Zahl liegen, sondern in der Reinheit ihrer Herzen. Die Morthsippe und unter ihnen vor allem Grimnir, will das unter allen Umständen verhindern. Gemeinsam mit den koboldartigen Svarts machen sie Jagd auf die Kinder, um mit Hilfe des Steins Feuerfrost ihren finsteren Herrscher Nastrond zu befreien und das Ende der Welt, wie wir sie kennen, einzuläuten.

Fenodyree, Durathror, Cadellin und am Ende auch Mossock selbst, haben alle Hände voll zu tun, die Kinder und den Stein zu schützen. Eine wilde Jagd durch das moderne England beginnt und die Grenzen zwischen der Welt der Feenwesen und der Menschen verschwimmen, wie sie es bereits einst, vor vielen Jahrhunderten getan haben. Am Ende wird die Seite, die Feuerfrost besitzt, über das Schicksal der Welt entscheiden können.

Über der Erde, unter der Erde, durch magische Wälder und Seen; „Feuerfrost – der Zauberstein von Brisingamen“ ist einfach märchenhaft schön. Alan Garner gelingt es meisterlich, die gegenwärtige Realität mit der Sagen – und Märchenwelt Englands zu verknüpfen und zu einer faszinierenden Geschichte zu verdichten, die man immer und immer wieder zur Hand nehmen kann. Dies gelingt auch auf der reinen Genreebene. „Feuerfrost“ ist natürlich ein klassischer Fantasyroman, setzt aber stärker als andere Bücher seiner Art auf das märchenhafte Element in der Erzählung. Dennoch bleibt die Geschichte um den Zauberstein stets auch etwas für Erwachsene, denn die Figuren sind fast immer glaubwürdig, die Handlung wird rasch vorangetrieben und der abschließende Höhepunkt – über den hier natürlich nichts verraten wird – ist schlicht atemberaubend.
Mit Fenodyree und Durathror hat Garner zwei Archetypen von Helden erschaffen, den strahlenden Rittern ein neues Äußeres verpasst und zwei äußerst sympathische Charaktere ins Rennen um den Stein geschickt. Die beiden werden dann auch schnell die eigentlichen Figuren, die für die Handlung wichtig sind, Susan und Colin hingegen verblassen zum Ende der Geschichte immer mehr – was aber kein Nachteil ist, denn im Normalfall (und kommt mir jetzt nicht mit Potter, der ist keine Normalfall) sind Kinder als Protagonisten ätzend.

Natürlich mag man Garner vorwerfen, dass seine Geschichte eindeutig im Fahrwasser des „Hobbits“ mitschwimmt, aber das wäre ungerecht. Genau wie Tolkien ist der Autor ein Fan der englischen Sagengestalten und wenn man sich hier die selben zum Vorbild nimmt und dann gemeinsam, natürlich jeder für sich, einen Fantasyroman schreibt, dann kommt natürlich auch etwas vergleichbares dabei heraus.

Negativ ist eigentlich nur die extreme Kürze des Werkes zu bemerken. Ein paar hundert Seiten – so was kennt man als Fantasyleser gar nicht und man will es eigentlich auch nicht kennen. Man kann „Feuerfrost“ in zwei bis drei Stunde lesen und das ist definitiv zu wenig. Gern hätten wir mehr erfahren, doch Garner lässt uns zappeln. Die Fortsetzung, „Der Mond von Gomrath“, die sich aber nur bedingt auf die Ereignisse dieses Buches bezieht und vor allem die Figuren erneut verwendet, ist leider nicht lesenswert und so können wir nur eines tun – „Feuerfrost“ immer und immer wieder lesen.

Nachfrage/ Tipp: Laut dem Einband einer älteren Taschenbuchausgabe gibt es eine Verfilmung des genialen Buches! Ich vermute es handelt sich um eine BBC Produktion. Wer über weitere Informationen verfügt, dürfte mir diese gerne mailen oder für alle Interessierten hier posten!

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Mehr von Alan Garner:
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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

England

Zeit:

Gegenwart

Autor:

Garner, Alan

Verlag:

Piper, München

Erschienen:

Jan. 2003

Kritiker:

Marcel Dykiert

ISBN:

3-492-22843-7

ISBN(13):

978-3-4922-284-5

EAN:

9783492228435

Typ:

Hardcover

 

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