| |  | Das ewige Leben Rezension von KK Aus der Reihe "Simon Brenner" Privatdetektiv Brenner kehrt in seine Heimatstadt Graz zurück. Doch die ruhige Kugel, die er schieben möchte landet unversehens in seinem Kopf. Aber so eine Kugel im Kopf bringt einen Brenner nicht gleich um. Nach 3 Wochen und einer chirurgischen Meisterleistung erwacht er aus dem Koma und muß noch mal ganz von vorne beginnen. Mit dem Sprechen, dem Laufen und auch sein Erinnerungsvermögen kommt nur langsam zurück. Aber eins weiß Brenner ganz genau, nämlich daß er sich die Kugel nicht selber mit seiner alten Walther in den Kopf gejagt hat. Und stur wie Brenner nun mal sein kann beharrt er darauf, daß ihn der Grazer Kripochef beseitigen wollte. Langsam kommt auch die Erinnerung an den Abend vor dem Mordversuch zurück. Er hat seinen alten Freund Köck besucht. Gemeinsam haben sie über die alten Zeiten geredet. Auch über ihre Jugendsünden. Wie sie zum Beispiel das was sie in der Polizeischule über Sicherheitssysteme in Banken gelernt haben mal in der Praxis testen wollten. Zu viert haben sie eine Bank überfallen. Und alles wäre gut gegangen, wenn nicht einer von ihnen im Tresorraum der Bank mit seiner Pistole rumgeschossen hätte. Auf der Flucht ist dann einer der vier tödlich verunglückt. Übrig geblieben sind der Brenner, Köck und Aschenbrenner, der jetzt der Chef der Grazer Kripo ist. Und als Brenner nach dem Abend bei Köck nach Hause kommt, hat ihn dort der Aschenbrenner mit der Pistole in der Hand erwartet. An all das erinnert sich Brenner wieder und versucht jetzt den Köck telefonische zu erreichen. Aber als der nicht ans Telefon geht, schleicht sich Brenner aus der Klinik und besucht den Köck. Ein freudiges Wiedersehen wird das nicht. Denn auch der Köck hat jetzt eine Kugel im Kopf, aber er hat es leider nicht überlebt. Geistreich, witzig,skurill und sehr unterhaltsam präsentiert sich Brenners sechster und wohl auch letzter Fall. Man fühlt sich von Anfang an sehr vom Erzählstil angesprochen. Denn Haas schreibt als ob er uns die ganze Geschichte mal eben frei von grammatikalischen Zwängen in der Kneipe erzählt. Der allwissende Erzähler spricht den Leser persönlich an, wodurch eine Vertrautheit mit den handelnden Personen entsteht. Pointiert nimmt Wolf Haas immer wieder aktuelle Geschehnisse und Belange in seine Erzählung mit auf. Die Drogenprobleme eines deutschen Fußballtrainers oder die Aktivitäten ehrbarer Bürgerwehren, die den Anfängen wehren wollen, werden ebenso aufgegriffen wie die Lebenssituation der Zigeuner von Graz. Man muß schon aufmerksam sein, um all die Kleinigkeiten zu bemerken und zu verstehen, die Haas mit eingebaut hat und die das Ganze zusammen mit einer ordentlichen Portion österreichischem Lokalkolorits zu einem echten Lesevergnügen machen. Und so offensichtlich wie sich der Fall anfangs präsentiert wird es natürlich nicht bleiben...
Eure Meinungen:
| Ich finde es total gut. Irgendwie scheint sein Schreibstil so unterhaltsam zu sein. die Handlung zwingt den Leser immer schön zu grinsen. [Ami] |
| ich habe fast alle bücher von wolf haas gelesen, bis auf wie die tiere und ich finde das es eigentlich gleich gut wie die andern ist, aber ich finde er sagt zu viel dings. und i glaub net das es der letzte fall von brenner is, dann hätte er ihn sterben lassen. [Meinhard Seidl] |
Datenbank:0.0008 Webservice:0.4444 Querverweise:0.1220 Infos:0.0014 Verlag,Serie:0.0008 Cover:0.0006 Meinungen:0.0023 Rezi:0.0002 Kompett:0.5729 |  |  | | 
| Auf dieser Homepage findet ihr das Online Magazin für Fantasy und Science-Fiction. Die hier verwendete Fonts heißen "Trebuchet MS" (Vincent Connare,1996) und "Verdana" (Matthew Carter und Thomas Rickner). Alle verwendeten Fonts sind erworben oder frei verfügbarer Fonts von Microsoft® - download. Die Homepage wurde getestet mit Opera5, Netscape 4.7 und Internet Explorer 5.x. Bitte beachtet die rechtlichen Hinweise des X-Zine. Wenn es zu Fehlern kommt, dann würden wir uns über eine Nachricht an redaktion@x-zine.de freuen. Bitte kopiert dabei den Link (URl/Adresse), der oben im Browser steht und schickt Ihn uns.
Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß mit unseren Seiten, Euer Redaktionsteam, Mai 2002 | | | Gesamt: | | (Extrem gut) | Anspruch: | | (Anspruchsvoll) | Spannung: | | (Spannend) | Brutalität: | | (keine Angabe) | |  | | Sprache: | Deutsch | Ort: | Österreich, Graz | Zeit: | Gegenwart | Serie: | Simon Brenner | Autor: | Haas, Wolf | Verlag: | Hoffmann und Campe, Hamburg | Erschienen: | Jan. 2003 | Kritiker: | KK | ISBN: | 3-455-02559-5 | ISBN(13): | 978-3-4550-255-10 | EAN: | 97834550255910 | Typ: | Hardcover | |  | | Der Linguist Wolf Haas lebt in Wien und hat als Werbetexter gearbeitet. Wenn seine Werbetexte nur halb so witzig wie seine Krimis sind, ist das schon ein Gewinn für die Werbebranche [mehr] |  | |