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Das Erbe von Winterfell

Martin, George R. R.

Rezension von Michael Matzer
Aus der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer"

Der Roman "A Game of Thrones", der vom Goldmann-Verlag als Beginn des Zyklus "Das Lied von Eis und Feuer" vermarktet wird, besteht in der deutschen Ausgabe aus den zwei Bänden "Die Herren von Winterfell" und "Das Erbe von Winterfell". Das Buch erhielt 1997 von den Lesern des einflußreichen SF-Info-Magazins LOCUS den ersten Preis in ihrer Gunst. Auch Marion Zimmer Bradley, eine einschlägige Expertin, lobte das Buch als "das vielleicht beste Fantasy-Epos überhaupt". Na, da fällt es direkt schwer, etwas an dem Buch auszusetzen. Aber vielleicht legte sie die Betonung auf "vielleicht"?

Im zweiten Band des Romans kommt es zu mehreren Schlachten zwischen aufrechten Stark-Freunden und Lannistervasallen. Der Autor weiß die Kämpfer in der Schlacht auf eindrückliche Weise zu beschreiben. So erscheint etwa der Feldherr der Lannisters als eine Art Julius Cäsar. Seine Statur wird von der mickrigen Größe seines - inzwischen freigekommenen – Sohnes Tyrion noch erhöht, was aber nichts über seine moralischen Qualitäten aussagt. Lord Eddard, nach Roberts Tod von der Königin im Staatsstreich verhaftet und eingekerkert, wird vom neuen König und Cerseis Sohn, dem 14jährigen und eigensinnigen Joffrey, als Verräter zum Tode verurteilt und enthauptet. Eddards zwei 10- und 12jährige Töchter müssen dies mit ansehen. Ein Gegenkönig zeigt sich im Süden.

Am Ende des Romans sind viele Karten ausgespielt worden, aber die Partie ist weiterhin offen. In den Ländern jenseits der Meerenge gelangt Daenerys, die letzte Überlebende des Herrschergeschlechts, das Robert Baratheon dezimierte und verjagte, zu Macht an der Seite eines Reitervolkhäuptlings. Es gelingt ihr, den ausgestorbenen Drachen zur Wiedergeburt zu verhelfen. Und im höchsten Norden, an der Mauer, die das Königreich vor den Geistern des Verwunschenen Waldes schützt, kehrt der Winter zurück – für lange Jahre.

Fazit: Nicht ohne Grund wurde "A Game of Thrones" mit dem LOCUS Award ausgezeichnet. Es ist eine erfrischende Abwechslung zu solcher jugendtauglicher und keimfreier Einheits-Fantasy-Ware à la Terry Brooks und David Eddings. In den Winterfell-Romanen herrscht bitterster Realismus, Drama zwischen Ironie und Tragödie, grimmig zuweilen bis zur Schmerzgrenze. Doch Martin desavouiert seine Figuren nicht, er läßt ihnen ihre Würde. Allerdings schildert er nicht das Innenleben der bösen Lannisters – hier ist der philosophische Zyniker Tyrion die Ausnahme. Die Figuren erscheinen sehr lebendig und menschlich; Martin verschließt die Augen nicht vor ihren intimsten Gefühlsregungen oder sexuellen Betätigungen. Daß der Sex ebenso wie der Humor zuweilen von der derberen Sorte ist, verleiht dem geschilderten Leben Authentizität: So könnte es im Frankreich oder England des 13. oder 14. Jahrhunderts zugegangen sein. Man lese einmal Shakespeares "Heinrich V." nach oder sehe Brannaghs Verfilmung. "Winterfell" zu lesen ist ein Erlebnis.


(c) Michael Matzer (http://www.matzer.de)

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Michael Matzer. Neben seiner Arbeit in der Welt der Datenverarbeitung schreibt Micheal Matzer professionell Rezensionen im Bereich der phantastischen Medien.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Das Lied von Eis und Feuer

Autor:

Martin, George R. R.

Verlag:

Goldmann, München

Erschienen:

Jan. 1998

Kritiker:

Michael Matzer

ISBN:

3-442-24730-6

ISBN(13):

978-3-4422-473-1

EAN:

9783442247301

Typ:

Taschenbuch

 

George R. R. Martin

 

Geboren wurde George R.R. Martin am 20. September 1948 in Bayonne, New Jersey. Seinen größten Erfolg als Fantay Autor hatte er mit dem Roman “ "A Song of Ice and Fire"“. Er ist Mitglied der Organisationen Science Fiction Writers of America (SFWA) und Horror Writers of America (HWA).
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