 | Buffy-Chroniken, Bd. 5: Blutige Festtage! Whedon, Joss; Watson, AndyRezension von Arielen Aus der Reihe "Buffy-Chroniken" In den „Buffy-Chroniken“ erscheinen erstmals die Comics in Deutschland, die während der Laufzeit der Serie entstanden und die damaligen Episoden quasi begleiteten. Panini versucht sie in chronologischer Reihenfolge zu bringen, erlaubt sich aber auch manchmal Themenbände zusammen zu stellen wie in der fünften Graphic Novel, in der es um „Blutige Festtage“ geht. In der dritten Staffel scheint die Welt für Buffy noch in Ordnung zu sein, denn weder hat sie persönliche Verluste erlitten, noch ihren geliebten Angel verloren. Sie nimmt ihre Rolle als Wächterin sehr leicht und vernachlässigt auch schon einmal gerne das Training, was vor allem Giles fuchst, der ihr immer wieder klar zu machen versucht, wie wichtig es ist, dass sie jederzeit fit und kampfbereit ist – und auch weiß, wo sie in der Bibliothek suchen muss, um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Wie wichtig und lebensrettend das sein kann, erfährt sie, als der Kung-Fu-Vamp die Stadt unsicher macht. Ist auch Xander in Gefahr, der gerade einen Kurs in asiatischer Kampfkunst besucht und einen ziemlich strengen Meister hat? Zu „Halloween“ werden Buffy und ihre Freunde dazu verdonnert, die kleinen Kinder zu begleiten, die von Haus zu Haus ziehen. Dabei fällt der Jägerin eine eigentlich verlassene Villa auf, die doch bewohnt zu sein scheint. Weil ausgerechnet auch noch Willow verschwindet, geht sie der Sache nach und stößt auf – Vampire. Auch in der nächsten Geschichte ist das der Fall, denn jemand, dem sie großen Schaden zugefügt hat, will Rache, und das ausgerechnet zu Thanksgiving. Dann sind da noch diejenigen, die ausgerechnet eine Pyjamaparty der Mädchen bei Cordelia stören wollen und ein Artgenosse von Oz, der allerdings seinen inneren Werwolf nicht so gut kontrollieren kann wie er sollte. Alle Geschichten werden mit einer gewissen Leichtigkeit und dem Humor erzählt, den auch die Serie an den Tag legt. Die Abenteuer verbinden den Kampf gegen Vampire und Überwesen anderer Art mit typischen Teenager-Problemen und Freuden und nimmt auch hin und wieder Bezug auf Folgen. Allerdings sollte man sich gerade in der zweiten und dritten Staffel von Buffy gut auskennen, um die Anspielungen wirklich zu verstehen. Aber auch wenn man die Episoden nicht mehr im Kopf hat, kann man die Geschichten genießen, werden dabei doch neben den gängigen Horrorklischees der 1990er Jahre auch das Verhalten und die Traditionen der Amerikaner zu gängigen Festlichkeiten wie Halloween und Thanksgiving oder Weihnachten auf die Schippe genommen. Die einzelnen Episoden sind natürlich nicht tiefgründig, noch enthüllen sie Geheimnisse der Figuren, die bisher keiner kannte, aber sie sind insgesamt amüsant zu lesen, da sie sehr geradlinig und klar gehalten sind und nicht mit kryptischen Szenen gespickt sind. Einzig die Zeichnungen fallen gegenüber den Titelbildern sehr stark ab und sind allenfalls durchschnittlich zu nennen. Man muss manchmal schon genau hinschauen, um die Figuren auseinander halten zu können. Das macht die fünfte Ausgabe der „Buffy Chroniken“ zu einer leichten Lektüre, die sich, nicht besonders ernst nimmt, aber trotzdem im Stil der Fernsehserie bleibt. Gerade wenn man die frühen Staffeln mag, wird man besonders viel Spaß an diesem Band haben. Datenbank:0.0013 Webservice:0.0718 Querverweise:0.8142 Infos:0.0013 Verlag,Serie:0.0089 Cover:0.0001 Meinungen:0.0023 Rezi:0.0004 Kompett:0.9007 |  |